Neue Klinik für forensische Psychiatrie in Wuppertal-Ronsdorf: Bauarbeiten starten

Landesregierung schafft zusätzliche Plätze in der Forensik

26. Mai 2026
Karl-Josef Laumann

Wuppertal, Bedburg-Hau, Lünen: Die Landesregierung treibt den Ausbau der Kliniken für forensische Psychiatrie in Nordrhein-Westfalen weiter voran. Auf einem Freigelände im Norden von Wuppertal-Ronsdorf beginnen am Dienstag, 26. Mai 2026, die Bauarbeiten für eine weitere forensische Psychiatrie mit 150 Plätzen.

Arbeit, Gesundheit und Soziales

Wuppertal, Bedburg-Hau, Lünen: Die Landesregierung treibt den Ausbau der Kliniken für forensische Psychiatrie in Nordrhein-Westfalen weiter voran. Auf einem Freigelände im Norden von Wuppertal-Ronsdorf beginnen am Dienstag, 26. Mai 2026, die Bauarbeiten für eine weitere forensische Psychiatrie mit 150 Plätzen. Aber auch an weiteren Standorten finden Bauarbeiten statt: In Bedburg-Hau laufen die Arbeiten seit kurzem, dort wird die bestehende LVR-Klinik um den „Campus II“ mit 144 Plätzen erweitert. Wiederum in Lünen soll die neue forensische Klinik (ebenfalls 150 Plätze) wie geplant bis Jahresende fertiggestellt sein. 

„Mit dem Baubeginn für die neue Klinik in Wuppertal und den weiteren Baumaßnahmen haben wir weitere Meilensteine bei den Kapazitätserweiterungen in der Forensik erreicht. Durch die entstehenden zusätzlichen Plätze wird die Versorgung und Therapie verbessert. Das trägt zur allgemeinen Sicherheit bei. Darüber hinaus werden die neuen Gebäude natürlich alle Sicherheitsstandards erfüllen“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. 

Insgesamt entstehen für den Forensik-Standort in Wuppertal sieben Gebäude. Die Klinik wird modernsten Sicherheitsstandards entsprechen, unter anderem durch einen 5,5 Meter hohen transparenten Zaun, der das Gelände umgeben wird. Bauherr der psychiatrischen Klinik ist das Land-Nordrhein-Westfalen, das am Standort Wuppertal rund 176 Millionen Euro investiert. Die Inbetriebnahme der Klinik in Wuppertal durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist für 2028 geplant. Mit der Einrichtung werden rund 200 neue Arbeitsplätze entstehen. 

Das Land hat im Jahr 2012 mit dem zweiten Ausbauprogramm beschlossen, zusätzliche forensische Kliniken zu errichten. Bei der in Wuppertal entstehenden Forensik handelt es sich um den dritten Klinikneubau aus diesem Programm. Das LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland in Hörstel ging bereits 2023 in Betrieb. Die forensische Klinik in Lünen soll wie beschrieben noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Anschließend wird es eine längere Test- und Inbetriebnahmephase geben, unterzubringende Personen und Mitarbeitende werden im ersten Halbjahr 2027 in die neuen Gebäude einziehen. Derzeit findet vor Ort der Innenausbau statt. 

Neben diesen Klinikneubauten erweitert das Land derzeit auch bereits bestehende Klinikstandorte. Insgesamt sollen 649 neue Plätze bis zum Jahr 2028 entstehen. So entstehen am Forensikstandort Bedburg-Hau zwei neue Stationsgebäude mit jeweils vier Geschossen. Das Land Nordrhein-Westfalen investiert am Standort Bedburg-Hau rund 120 Millionen Euro. Die Erweiterung soll voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen sein und ebenfalls mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen einhergehen. 

Die Landesregierung erweitert die Kapazitäten im Bereich Forensik, um dem Bedarf an Behandlungsplätzen nachzukommen. 

Hintergrundinformationen

In Kliniken für forensische Psychiatrie werden Menschen untergebracht und behandelt, die wegen einer schweren psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung erhebliche rechtswidrige Taten begangen haben und bei denen Gefahr der Begehung weiterer solcher Taten besteht. Die Unterbringung in einer Forensik wird von einem Gericht angeordnet, wenn es Täterinnen oder Täter als schuldunfähig oder auch vermindert schuldfähig einstuft. 

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