Ministerpräsident Wüst trifft den türkischen Außenminister Hakan Fidan

Ministerpräsident Wüst: Nordrhein-Westfalen ist wirtschaftlich und gesellschaftlich so eng mit der Türkei verbunden wie kaum eine andere Region in Europa und in der Welt

18. Mai 2026
Porträtfoto von Ministerpräsident Hendrik Wüst

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den Außenminister der Republik Türkei, Hakan Fidan, in Berlin getroffen. Themen des Gesprächs waren unter anderem die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei sowie aktuelle geopolitische Herausforderungen.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Montag, 18. Mai 2026, den Außenminister der Republik Türkei, Hakan Fidan, in Berlin getroffen. Themen des Gesprächs waren unter anderem die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei sowie aktuelle geopolitische Herausforderungen. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen ist wirtschaftlich und gesellschaftlich so eng mit der Türkei verbunden wie kaum eine andere Region in Europa und in der Welt. Nordrhein-Westfalen ist Heimat für rund eine Million Menschen mit Wurzeln in der Türkei, davon eine halbe Million Türkinnen und Türken. Sie arbeiten als Lehrer, Unternehmerinnen oder Polizisten jeden Tag für unsere Gesellschaft und prägen unsere Identität maßgeblich mit. Gerade im Jahr des 80-jährigen Geburtstags Nordrhein-Westfalens und 65 Jahre nach dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen wird deutlich: Ohne die Menschen, die damals zu uns gekommen sind, wäre Nordrhein-Westfalen nicht das starke und vielfältige Land, das es heute ist. Wir unterstützen den strategischen Dialog zwischen der Bundesregierung und der Türkei auf allen Ebenen. Aus Sicht Nordrhein-Westfalens haben unsere Wirtschaftsbeziehungen noch viel Potenzial. Wir sollten verstärkt gemeinsame Interessen nach vorne stellen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte bleiben dabei der Schlüssel.“

Hintergrund

Nordrhein-Westfalen und die Türkei pflegen enge politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen. In Nordrhein-Westfalen leben rund eine Million Menschen mit Wurzeln in der Türkei – das entspricht etwa einem Drittel aller türkeistämmigen Menschen in Deutschland. Mit einem Handelsvolumen von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 zählt die Türkei zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes außerhalb der Europäischen Union. Über 1.200 türkische Unternehmen sind in Nordrhein-Westfalen aktiv, zahlreiche nordrhein-westfälische Unternehmen sind in der Türkei tätig. 34 Städtepartnerschaften und -freundschaften sowie ein dichtes Netz an Vereinen, Verbänden und religiösen Organisationen wirken als Brücke zwischen beiden Gesellschaften. Die enge Verbundenheit wird auch in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit deutlich. Mehr als die Hälfte aller Studierenden aus der Türkei in Deutschland studiert in Nordrhein-Westfalen. Mit der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integration in Duisburg-Essen wurde bereits 1985 ein wissenschaftliches Kompetenzzentrum zu Entwicklungen in der Türkei sowie zu Fragen der Migration und Einwandererintegration gegründet, um der Relevanz der türkeistämmigen Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen Rechnung zu tragen.

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