Ministerpräsident Wüst empfängt österreichischen Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer

Ministerpräsident Wüst: Tragfähige Beziehungen sind eine zentrale Voraussetzung für Investitionen und nachhaltiges Wachstum

12. Mai 2026
Ministerpräsident Wüst empfängt österreichischen Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Dienstag, 12. Mai 2026, Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer, den Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus der Republik Österreich, in der Staatskanzlei empfangen.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Dienstag, 12. Mai 2026, Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer, den Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus der Republik Österreich, in der Staatskanzlei empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Themen europäische Wettbewerbsfähigkeit, politisches Handeln in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten sowie Bürokratieabbau. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Vor dem Hintergrund von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Herausforderungen ist es umso wichtiger, auf historisch gewachsene Partnerschaften zu bauen. Tragfähige Beziehungen sind eine zentrale Voraussetzung für Investitionen und nachhaltiges Wachstum. Österreich ist für Nordrhein-Westfalen ein solcher Partner, wir sind freundschaftlich verbunden und pflegen enge politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Beziehungen. Gemeinsam setzen wir uns derzeit bei der Europäischen Union dafür ein, dass die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrien im Mittelpunkt steht. Als Land verbinden wir dabei einen klaren industriepolitischen Kurs mit echten Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.

Als Landesregierung haben wir mit den Maßnahmen unseres Entlastungskabinetts gezeigt: Wir bauen unnötige Bürokratie konsequent ab, um Bürger wie Unternehmen zu entlasten und die Handlungsfähigkeit des Staates zu sichern. Dazu nutzen wir neue Instrumente, denen ein beispielloser Mentalitätswechsel zu Grunde liegt. Nicht derjenige, der Bürokratie abbauen will, muss sich rechtfertigen, sondern der, der nichts verändern will. Mit Mut zu Ganzheitlichkeit statt punktueller Änderungen und Freiräumen statt Kontrollen werden wir zum Taktgeber wirksamer Staatsmodernisierung. Ich freue mich, dass unser Ansatz der Beweislastumkehr auch in Österreich Beachtung und Interesse findet. Nur wenn wir uns in der EU gemeinsam für Bürokratieabbau und Entlastung einsetzen, können wir die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft wieder nachhaltig stärken.”

Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Wir müssen die Beweislast bei Bürokratie umdrehen: Nicht die Wirtschaft soll ständig erklären müssen, warum sie weniger Belastung braucht – der Staat muss begründen, warum eine Vorschrift überhaupt notwendig ist. Nordrhein-Westfalen geht hier voran. Genau deshalb bin ich hier, um mir anzusehen, was davon auch für Österreich funktionieren kann. Denn neben hohen Arbeitskosten und hohen Energiekosten sind Bürokratiekosten eine der größten Herausforderungen für unseren Wohlstand. Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer mehr Zeit mit Formularen als mit Aufträgen, Innovation und Beschäftigung verbringen, verliert der Standort an Kraft. Was in Nordrhein-Westfalen funktioniert, wollen wir auch in Österreich umsetzen!"

Bilaterale Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Österreich

Über 21.000 Österreicherinnen und Österreicher leben in Nordrhein-Westfalen. Es gibt 17 Städtepartnerschaften und 16 Schulpartnerschaften. Österreich und Nordrhein-Westfalen pflegen zudem enge wirtschaftliche Beziehungen. Österreich liegt auf Rang 7 der nordrhein-westfälischen Handelspartner. In 870 österreichischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind rund 45.000 Mitarbeitende beschäftigt. Österreichischer Honorarkonsul in Nordrhein-Westfalen ist seit 2019 Georg Schmidt. 

Kontakt

Pressekontakt

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0211 / 837-1134
E-Mail: presse [at] stk.nrw.de

Bürgeranfragen

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0211837-01
E-Mail: nrwdirekt [at] nrw.de