Ministerpräsident Wüst empfängt den Premierminister der Republik Kosovo Albin Kurti
Ministerpräsident Wüst: Gemeinsame Projekte zeigen, wie die Republik Kosovo und Nordrhein-Westfalen Perspektiven schaffen und den europäischen Zusammenhalt stärken können
Themen waren unter anderem die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Republik Kosovo sowie aktuelle geopolitische Herausforderungen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Montag, 11. Mai 2026, den Premierminister der Republik Kosovo Albin Kurti in Düsseldorf zu einem Gespräch empfangen. Themen waren unter anderem die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Republik Kosovo sowie aktuelle geopolitische Herausforderungen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „In Zeiten geopolitischer Umbrüche sind verlässliche Partner im Westbalkan von besonderer Bedeutung. Die Republik Kosovo hat mit ihrer klaren Haltung und ihrer uneingeschränkten Unterstützung der Sanktionen gegen Russland stets ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt.
Für Nordrhein-Westfalen hat ein starkes und handlungsfähiges Europa Priorität. Deshalb ist der Austausch mit den EU-Beitrittskandidaten auch im Vorfeld eines künftigen Beitritts enorm wichtig. Stabilität und gute nachbarschaftliche Beziehungen in der Region Westbalkan liegen im gemeinsamen europäischen Interesse. Die Aussöhnung zwischen Serbien und Kosovo ist auch für die Stabilität in Europa von Bedeutung. Umso wichtiger ist es, den Dialog und das friedliche Miteinander in der Region weiter zu stärken. Ich bin fest davon überzeugt: Diese Länder im Herzen Europas sind Teil der europäischen Familie und eine Zukunftsregion mit Potential. Dialog und gemeinsame Projekte zeigen, wie wir Perspektiven schaffen und Brücken bauen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Republik Kosovo.“
Hintergrund
In Nordrhein-Westfalen leben rund 115.000 Menschen mit kosovarischem Migrationshintergrund und mehr als 70.000 Menschen mit kosovarischem Pass. Aktuell finanziert die Landesregierung gemeinsam mit dem Bund ein GIZ-Projekt, das die Beschäftigungsperspektiven von mazedonischen und kosovarischen Nachwuchs-Fach- und Führungskräften verbessert. Durch Praktika in deutschen Betrieben werden praktisches Know-how und internationale Erfahrung vermittelt. Firmen aus verschiedenen Bereichen wie etwa IT, nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft stellen Praktikumsplätze bereit. Am Dienstag, 28. April 2026, trafen 25 junge Menschen aus Kosovo und Nordmazedonien in Nordrhein-Westfalen ein. Sie werden für drei bis sechs Monate in verschiedenen Städten wie Köln, Düsseldorf oder Nettetal ihre Praktika absolvieren und begleitende Netzwerkveranstaltungen besuchen.
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