Landtag sichert frühzeitig Nachwuchs für Staat und Verwaltung
Der Haushalts- und Finanzausschuss hat den Weg für rund 12.750 frühzeitige Einstellungszusagen freigemacht
Nordrhein-Westfalen setzt seine Ausbildungsoffensive konsequent fort und schafft frühzeitig Planungssicherheit für tausende junge Menschen. Noch bevor der Haushalt 2027 verabschiedet ist, kann das Land bereits bis zu 80 Prozent der geplanten Ausbildungs- und Studienplätze vergeben.
Nordrhein-Westfalen setzt seine Ausbildungsoffensive konsequent fort und schafft frühzeitig Planungssicherheit für tausende junge Menschen. Noch bevor der Haushalt 2027 verabschiedet ist, kann das Land bereits bis zu 80 Prozent der geplanten Ausbildungs- und Studienplätze vergeben. Grundlage dafür ist die Entscheidung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen in seiner Sitzung am 9. Juni 2026. Insgesamt sollen im kommenden Jahr mehr als 16.000 Ausbildungs- und Studienplätze im Landesdienst zur Verfügung stehen. Bereits jetzt werden rund 12.750 Einstellungszusagen ermöglicht. Damit reagiert das Land auf die hohe Konkurrenz um qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber.
Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk erklärt: „Der Staat muss handlungsfähig bleiben – in den Schulen, bei der Polizei, in der Justiz und in der Steuerverwaltung. Dafür brauchen wir motivierte junge Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Nordrhein-Westfalen handelt frühzeitig, damit Bewerberinnen und Bewerber sich bewusst für den öffentlichen Dienst entscheiden können. Das ist eine Investition in einen starken und verlässlichen Staat.“
Besonders stark bleibt der Ausbildungsbereich im Schulwesen: Für den Vorbereitungsdienst der Lehrerinnen und Lehrer sind erneut insgesamt 9.000 Plätze vorgesehen. Allein 7.200 davon können nun bereits frühzeitig zugesagt werden. Damit sorgt das Land schon vor der Verabschiedung des Landeshaushalts für Planungssicherheit im Vorbereitungsdienst und sichert einen Großteil der Einstellungen für das Jahr 2027 frühzeitig ab. Auch die Polizei hält ihr hohes Ausbildungsniveau stabil. Für angehende Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter stehen wieder 3.000 Plätze zur Verfügung, 2.400 können schon jetzt besetzt werden.
Kontinuität zeigt Nordrhein-Westfalen auch in der Justiz. Für Gerichte und Justizvollzug bleiben mehr als 1.200 Ausbildungs- und Studienplätze vorgesehen. Gleichzeitig stärkt das Land die Steuerverwaltung weiter. Nach dem einmaligen Rückgang im Jahr 2026 infolge des weggefallenen Abiturjahrgangs kehrt die Finanzverwaltung 2027 wieder zum regulären Ausbildungsniveau zurück. Für die Laufbahngruppe 2.1 sind daher erneut 800 Studienplätze sowie mehr als 600 Ausbildungsplätze der Laufbahngruppe 1.2 vorgesehen. Damit setzt Nordrhein-Westfalen seine erfolgreiche Ausbildungsinitiative konsequent fort.
„Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels entscheidet Tempo“, sagt Minister Dr. Optendrenk. „Wer junge Talente gewinnen will, muss frühzeitig verlässliche Perspektiven bieten. Genau das tun wir. Wir stärken damit nicht nur unsere Verwaltung, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in einen funktionierenden Staat.“
Die frühzeitigen Einstellungszusagen betreffen zahlreiche Bereiche des Landesdienstes – von Polizei, Schule und Justiz über die Steuerverwaltung bis hin zu IT, Umwelt- und Verbraucherschutzverwaltung. Nordrhein-Westfalen sichert damit die Leistungsfähigkeit seiner öffentlichen Verwaltung nachhaltig ab.
Alle Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten beim Land Nordrhein-Westfalen sind unter https://karriere.nrw/berufe-kennenlernen zu finden.