Landesregierung fördert innovativen Bürgerdialog zum Windenergieausbau mit 1,5 Millionen Euro

Minister Pinkwart: SIM4Dialog ermöglicht höheres Tempo im Windenergieausbau durch stärkere Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern

30. März 2022
Windkraftanlage

Nordrhein-Westfalen treibt den Ausbau erneuerbarer Energien massiv voran, um die Abhängigkeit von fossiler Energie zu verringern und seine Klimaschutzziele zu erreichen. Dabei kommt der Windenergie eine wichtige Rolle zu. Die Landesregierung hat am Mittwoch, 30. März 2022, zugesagt, das digitale Pilotprojekt SIM4Dialog der RWTH Aachen, des Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung sowie der Stadt Herzogenrath mit rund 1,5 Millionen Euro zu fördern.

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Nordrhein-Westfalen treibt den Ausbau erneuerbarer Energien massiv voran, um die Abhängigkeit von fossiler Energie zu verringern und seine Klimaschutzziele zu erreichen. Dabei kommt der Windenergie eine wichtige Rolle zu. Die Landesregierung hat am Mittwoch, 30. März 2022, zugesagt, das digitale Pilotprojekt SIM4Dialog der RWTH Aachen, des Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung sowie der Stadt Herzogenrath mit rund 1,5 Millionen Euro zu fördern. Ziel ist es, mit dem Tool dazu beizutragen, die Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern zu erhöhen und damit den Planungsprozess von Windparks zu beschleunigen. Inwieweit dies gelingen kann, wird von der EWV Bürgerenergie eG untersucht.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Der russische Angriff auf die Ukraine zeigt auf dramatische Weise, dass wir beim Ausbau der Erneuerbaren Energien keine Zeit mehr verlieren dürfen. Mithilfe der Digitalisierung können wir es schaffen, das Tempo beim Windenergieausbau zu erhöhen, indem wir frühzeitig den Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit den Planern von Windpark-Standorten beginnen. Dadurch können Hindernisse rechtzeitig erkannt und kompromissfähige Lösungen entwickelt werden.“

Obwohl weitgehender gesellschaftlicher Konsens über die Notwendigkeit des Windenergie-Ausbaus besteht, stoßen Windparkprojekte bei Bürgerinnen und Bürgern vor Ort mitunter nicht auf die erhoffte Akzeptanz. Bedenken der Bürgerinnen und Bürger bestehen häufig insbesondere hinsichtlich des Schattenwurfs, der Schallentwicklung und einer etwaigen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Das von der Landesregierung geförderte digitale Bewertungs- und Dialogtool für Windenergieprojekte ermöglicht es, das Aussehen und die Geräusche geplanter Windenergieanlagen mittels Augmented Reality an denkbaren Standorten zu simulieren.

Die Landesregierung wird das Projekt SIM4Dialog im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW fördern. Nach einer erfolgreichen Pilotphase kann das Konzept auch auf andere Standorte in Nordrhein-Westfalen übertragen werden. Die Förderbescheide werden dem beteiligten Projektkonsortium in Kürze zugestellt.

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