Landespreis OUT OF THE BOX.NRW 2026: Auszeichnung für die besten digitalen Start-ups des Landes aus Aachen, Essen und Köln

Ministerin Neubaur: Nordrhein-Westfalen ist Start-up-Land – unsere Gründerinnen und Gründer zeigen, was hier möglich ist

19. Juni 2026
PHB Neubaur, Mona - lächelnd, blauer Hintergrund (2022)

Das Wirtschaftsministerium hat die Gewinnerteams des Landeswettbewerbs OUT OF THE BOX.NRW 2026 ausgezeichnet.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Große Bühne für die besten digitalen Geschäftsideen aus Nordrhein-Westfalen: Das Wirtschaftsministerium hat die Gewinnerteams des Landeswettbewerbs OUT OF THE BOX.NRW 2026 ausgezeichnet. Platz 1 und 25.000 Euro Preisgeld ging an OSPHIM aus Aachen. Auf dem zweiten Platz landete Kaarlo aus Essen (15.000 Euro), gefolgt von foresAIght aus Köln (10.000 Euro). Die siegreichen Start-ups hatten sich zuvor in einem spannenden Pitch-Wettbewerb gegen sieben weitere Gründungsteams durchgesetzt. 

Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Nordrhein-Westfalen ist Start-up-Land – und das ist ein Grund zum Feiern! Digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz sind dabei kein Selbstzweck: Richtig umgesetzt können sie unseren Alltag nachhaltiger, einfacher und besser machen. Wie das gelingt, zeigen die Start-ups beim OUT OF THE BOX.NRW. Mit kreativen Geschäftsideen, mutigen Entscheidungen und dem Anspruch, die Zukunft unseres Landes aktiv zu gestalten. Der Wettbewerb macht das riesige kreative Potenzial in Nordrhein-Westfalen sichtbar – ein echtes Plus für eine wettbewerbsfähige und resiliente Wirtschaft. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerteams.“

Staatssekretär Paul Höller übergab die Preise beim Finale auf der international renommierten Start-up-Konferenz „Hinterland of Things“ in Bielefeld. Mehr als 100 Start-ups haben sich für die siebte Ausgabe des Landeswettbewerbs OUT OF THE BOX.NRW beworben. Zehn von ihnen überzeugten in mehreren Auswahlrunden eine Jury aus Investorinnen und Investoren, Gründungsexpertinnen und Experten und Vertreterinnen und Vertretern der NRW.BANK. Auch die NRW-Gründungsszene konnte live vor Ort in Bielefeld mitbestimmen. 

Das sind die Gewinnerteams des OUT OF THE BOX.NRW 2026:

  1. Platz: OSPHIM aus Aachen analysiert Produktionsdaten von Spritzgießprozessen in Echtzeit mittels KI, erkennt Abweichungen frühzeitig und stabilisiert Prozesse automatisch, wodurch Materialverbrauch, Ausschuss und Energieeinsatz deutlich sinken.
  2. Platz: Kaarlo aus Essen gestaltet die psychosomatische Versorgung neu, indem es niedrigschwellige, evidenzbasierte und digital skalierbare Therapieansätze für rund acht Millionen Betroffene in Deutschland entwickelt.
  3. Platz: foresAIght aus Köln entwickelt KI-basierte Bedarfsprognosen für kleine und mittlere Unternehmen, die sich in bestehende Planungsprozesse integrieren und so die Verfügbarkeit erhöhen sowie Bestandsrisiken senken.

Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro werden von der NRW.BANK gesponsert. Das erstplatzierte Start-up erhält zusätzlich ein Ticket für die Tech-Konferenz „Slush“ in Helsinki und kann sich damit auch international präsentieren – bereitgestellt von der landeseigenen Gesellschaft zur Außenwirtschaftsförderung NRW.Global Business. 

Diese Gründungsteams haben es bis in Finale geschafft: 

  • Alangu aus Köln entwickelt KI-basierte Gebärdensprach-Avatare, die geschriebene und gesprochene Inhalte automatisiert in visuelle Gebärdensprache übersetzen, um gehörlosen Menschen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Informationen zu ermöglichen.
  • ByteIT aus Köln verwandelt Dokumente wie PDFs, Word- und Excel-Dateien in strukturierte Daten und steigert so die Effizienz von KI-Agenten, indem Inhalt und Struktur der Originaldokumente bewahrt werden.
  • GenerIO aus Essen wandelt bestehende Produktbilder per KI in Sekunden automatisiert in interaktive 3D-Modelle um: Dadurch können unter anderem Retouren reduziert werden.
  • Inframind aus Aachen entwickelt ein KI-natives Betriebssystem, das fragmentierte Fachanwendungen von Netzbetreibern und Stadtwerken zu einer einheitlichen Datenbasis verbindet und so fundierte Entscheidungen sowie den beschleunigten Infrastrukturausbau ermöglicht.
  • Ole aus Bielefeld bündelt als KI-gestützter Assistent herstellerübergreifendes Fachwissen in einem zentralen Chat und vereinfacht so komplexe Aufgaben von der Planung über die Installation bis zur Wartung in Handwerksbetrieben.
  • SLAPStack aus Dortmund kombiniert Warehouse Management, Leitsteuerung und Simulation in einer KI-basierten Plattform mit digitalem Zwilling und ermöglicht durch kamerabasierte Digitalisierung bestehender Gabelstapler eine schrittweise, kosteneffiziente Lagerautomatisierung.
  • VitrofluidiX aus Köln entwickelt eine vollintegrierte Plattform, die menschliche Zellen unter organähnlichen Bedingungen kultiviert und so Forschung sowie Wirkstoffentwicklung im Einklang mit dem Wandel weg von Tierversuchen skalierbar macht.

Über den Wettbewerb: Mit dem Landespreis OUT OF THE BOX.NRW kürt das Wirtschaftsministerium seit 2020 die besten digitalen Start-ups aus Nordrhein-Westfalen, die mit besonders kreativen Geschäftsmodellen die digitale Transformation vorantreiben - für eine wettbewerbsfähige, zukunftsfähige und klimagerechte Wirtschaft. Mit insgesamt 50.000 Euro Preisgeld ist der OOTB einer der höchstdotierten Start-up-Wettbewerbe in Deutschland. Darüber hinaus verschafft er Start-ups die Möglichkeit, sich vor hochkarätigen Investorinnen und Investoren zu präsentieren und damit wertvolle neue Kontakte zu knüpfen. Alle Infos und Termine zum Wettbewerb finden Sie hier.

Über die „Hinterland of Things

Die Konferenz wird durch die Founders Foundation gGmbH in Bielefeld ausgetragen und ist ein etabliertes Event für Tech-Start-ups. Sie dient als Plattform zur Vernetzung von Start-ups mit Investorinnen und Investoren, Familienunternehmen sowie mittelständischen Unternehmen. Die Founders Foundation gGmbH ist eine Ausbildungsstätte für Start-ups und hat sich aus der Bertelsmann Stiftung gegründet.

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