Landesdemokratiekonferenz diskutiert über Alltagsrassismus und rechtsextreme Anschläge

Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert eröffnet die Konferenz. Über 30 Initiativen stellen sich im Rahmen einer Messe vor

16. November 2023
PHB Türkeli-Dehnert, Gonca - leicht lächelnd, vor Flaggen (2022)

Probleme bei der Wohnungssuche, Ablehnung im Vorstellungsgespräch, Ausgrenzung in der Schule. Solche Formen der Diskriminierung sind laut Nationalem Diskriminierungs- und Rassismusmonitor „für einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung permanente Realität“. Daneben schrecken immer wieder offen rassistische Anschläge auf.

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Probleme bei der Wohnungssuche, Ablehnung im Vorstellungsgespräch, Ausgrenzung in der Schule. Solche Formen der Diskriminierung sind laut Nationalem Diskriminierungs- und Rassismusmonitor „für einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung permanente Realität“ – etwa weil ihr Nachname ungewöhnlich klingt oder ihre Muttersprache nicht deutsch ist. Daneben schrecken immer wieder offen rassistische Anschläge auf.

Zum vierten Mal beschäftigt sich die Landesdemokratiekonferenz mit aktuellen Fragestellungen zu Ausgrenzung, Rassismus und rechter Gewalt. Unter der Überschrift „Rechtsextreme Dynamiken, Rassistische Kontinuitäten – Forschungsperspektiven und Gegenstrategien im Diskurs“ lädt die Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus für den 16. November nach Düsseldorf ein. Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert wird die Konferenz eröffnen, bei der die wichtigsten zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure der Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in Nordrhein-Westfalen zusammenkommen.

Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie macht Arbeit. Dazu gehört der Kampf gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung. Alle Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit erfordern unsere Aufmerksamkeit und unser entschiedenes Eintreten für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung. Mit der Landesdemokratiekonferenz rücken wir dieses wichtige Thema in den Fokus.“

Während der Konferenz in den Räumen des Düsseldorfer Hilton-Hotels stellen sich über 30 Initiativen im Rahmen einer Messe vor. Dazu zählen Beratungsstellen für Betroffene wie die „Opferberatung Rheinland“ und Beratungsstellen für Aussteiger wie „NinA NRW“. Zudem sind wissenschaftliche Netzwerke wie „CORE-NRW“, Antidiskriminierungsbüros wie „SABRA“ oder Projekte für Schulen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vertreten.

Ins Thema führen Vorträge von Heike Kleffner vom Dachverband der unabhängigen Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) sowie von Dr. Cihan Sinanoglu, Leiter des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors. Gesprächsrunden beschäftigen sich mit Aspekten extrem rechter Bedrohungen, etwa gegen Politikerinnen und Politiker, und Aspekten des strukturellen Rassismus, etwa in Behörden.

Zum Hintergrund: Die Landesdemokratiekonferenz tagte 2020 zum ersten Mal. In den vergangenen Jahren beschäftigten sich die Teilnehmenden der Konferenz unter anderem mit den Themen „Antifeminismus – ein Angriff auf die Demokratie!“ und „Rechter Hass und rassistische Hetze auf digitalen Plattformen – Wie Hate Speech, Fake News und Verschwörungsmythen die Gesellschaft verändern“.

 

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