Gesundheitsbericht 2025: Krankenstand in der Landesverwaltung erneut gesunken
Die Landesregierung hat den Gesundheitsbericht 2025 für die Beschäftigten der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Erfasst wurden die krankheitsbedingten Fehlzeiten von rund 393.000 Beschäftigten.
Die Landesregierung hat den Gesundheitsbericht 2025 für die Beschäftigten der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Erfasst wurden die krankheitsbedingten Fehlzeiten von rund 393.000 Beschäftigten. Insgesamt fehlten sie im Jahr 2025 an rund 5,94 Millionen Arbeitstagen (Vorjahr: 5,99 Millionen). Dies entspricht einer Krankenstandsquote von 8,06 Prozent und damit einem erneuten Rückgang um 0,18 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (8,24 Prozent).
Innenminister Herbert Reul: „Der Gesundheitsbericht ist mehr als eine Tabelle mit Prozentzahlen. Er zeigt, wie es den Menschen in unserer Verwaltung tatsächlich geht. Hinter jedem Wert stehen Beschäftigte, die jeden Tag dafür sorgen, dass der Staat funktioniert. Wer diese Zahlen liest, muss die Leistung dahinter sehen. Gute Arbeitsbedingungen und echte Wertschätzung sind kein Bonus, sondern die Grundlage dafür, dass unsere Leute gesund bleiben und ihren Job gut machen können.“
Auf Grundlage der attestpflichtigen Krankentage (Erkrankungen von mehr als drei Tagen) ergibt sich ein Krankenstand von 5,92 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen krankheitsbedingten Fehlzeit von 21,6 Tagen je beschäftigter Person (Vorjahr: 22,5 Tage). Nach dem sprunghaften Anstieg im Jahr 2022 ist seit 2023 ein rückläufiger Trend zu erkennen, der den vergleichsweise niedrigen Wert von 2021 zwar noch nicht erreicht, insgesamt aber auf eine positive Entwicklung hindeutet.
Im Vergleich zu den Angaben der gesetzlichen Krankenkassen liegt der Krankenstand in der Landesverwaltung wie in den vergangenen Jahren leicht höher. Die Techniker Krankenkasse meldet für ihre sozialversicherungspflichtigen Mitglieder in Nordrhein-Westfalen eine durchschnittliche Fehlzeit von 19,7 Tagen (Vorjahr: 20,2 Tage). Die DAK-Gesundheit weist für Nordrhein-Westfalen einen unveränderten Krankenstand von 5,6 Prozent und eine durchschnittliche Fehlzeit von 20,4 Tagen aus.
Der Gesundheitsbericht wird seit 2010 jährlich erhoben und ausgewertet. Er beschreibt die Verteilung der Fehlzeiten unter anderem nach Alter, Geschlecht, Laufbahngruppe und Behördentyp, erlaubt aber keine Aussagen zu individuellen Ursachen krankheitsbedingter Abwesenheiten. Die diesjährige Auswertung bestätigt bekannte Muster: Höhere Krankenstände finden sich vor allem in den mittleren und höheren Altersgruppen. In den höheren Laufbahngruppen sind die Fehlzeiten niedriger als in den unteren Laufbahngruppen. Männer weisen im Durchschnitt etwas geringere Krankenstände auf als Frauen.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen legt großen Wert auf zufriedene und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nimmt für ihre mehr als 393.000 Beschäftigten eine aktive Rolle bei Gesundheitsförderung und Arbeitsplatzgestaltung ein. Die Behörden des Landes bieten hierzu flexible, am Bedarf orientierte Angebote zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit an.