Experten-Jury spricht sich für weitere Förderung der Exzellenz Start-up Center an Universitäten bis Ende 2024 aus

Minister Pinkwart: Hochschulen sind Keimzellen innovativer Start-ups und entwickeln sich zum Treiber regionaler Start-up Ökosysteme

19. Mai 2022
PHB Zeitung Laptop Online News Medien

Eine von Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart eingesetzte Experten-Jury hat den sechs Exzellenz Start-up Center.NRW eine herausragende Leistung bescheinigt und eine Fortsetzung der Förderung bis Ende 2024 empfohlen. Bei Einhaltung der zugesagten Anschlussfinanzierungen aus eigenen Mitteln soll die Förderung sogar bis 2025 verlängert werden.

Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Eine von Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart eingesetzte Experten-Jury hat den sechs Exzellenz Start-up Center.NRW eine herausragende Leistung bescheinigt und eine Fortsetzung der Förderung bis Ende 2024 empfohlen. Bei Einhaltung der zugesagten Anschlussfinanzierungen aus eigenen Mitteln soll die Förderung sogar bis 2025 verlängert werden. Die Start-up Center wurden 2019 an der RWTH Aachen, der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund, der Universität zu Köln, der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster und der Universität Paderborn geschaffen.

Minister Pinkwart: „Ich freue mich, dass die Exzellenz Start-up Center ausgezeichnete Arbeit leisten und deshalb von der Experten-Jury so positiv evaluiert wurden. Wir setzen hier mit erheblichen Landesmitteln eine langfristige Strategie für mehr und bessere Gründungen aus den ausgezeichneten Universitäten unseres Landes um. Damit wird das Start-up-Ökosystem insgesamt deutlich gestärkt, um Nordrhein-Westfalen bis 2025 zu einer TOP 10 Start-up-Region in Europa zu entwickeln.“

Mit der Förderempfehlung würdigt die Jury die Arbeitsergebnisse der Universitäten. Nach Zahlen des Monitoringberichts des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ist von 2019 bis 2021 die Gesamtanzahl der Gründungen aus den sechs Exzellenz Start-up Centern von 129 auf 191 pro Jahr gestiegen, das entspricht einem Wachstum von fast 50 Prozent. Bis 2024 wollen die sechs Universitäten insgesamt 238 Gründungen pro Jahr erreichen. Mit organisatorischen Veränderungen innerhalb der Universitäten, dem Bau von Gründerzentren auf dem Campus, einer anwendungsorientierten Geräteausstattung und der Entfristung von Stellen wurden die Grundsteine gelegt für eine Wirkung der Projekte über den Förderzeitraum hinaus.

Ziel der Projekte ist es, die Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für unternehmerisches Denken und Handeln zu sensibilisieren, Interessierte bei der Vorbereitung von Gründungen zu unterstützen und die nachhaltige Verankerung der Aktivitäten in Forschung, Lehre, Transfer und Verwaltung sicherzustellen. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die sechs ESC-Universitäten sowie Einzelprojekte an fünf weiteren Universitäten in Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Siegen und Wuppertal mit bis zu 150 Millionen Euro.

Die Projekte im Überblick:

Die RWTH Aachen ist auf gutem Weg, mit einem hochschulweit integrierten Ansatz und Aktivitäten in sechs Handlungsfeldern zu einem der größten Start-up-Inkubatoren in Europa zu werden. Die RWTH Innovation unterstützt als zentrale Transfereinheit Forschende auf dem Weg in die Ausgründung. Mit dem Collective Incubator wird auf fast 4.000 Quadratmeter ein physischer Hotspot mit Coworking-Flächen und Prototypen-Werkstätten geschaffen. Ergänzend zu Coaching-Programmen erhalten Start-ups in Expert Hubs Zugang zu Forschungsexperten und relevanter Infrastruktur. Mit dem Einsatz von Scouts und Gründungsberatern sowie neuen Veranstaltungs- und Lehrformaten wird die gesamte Hochschule einbezogen.

Das „Worldfactory Start-up Center“ der Ruhr-Universität Bochum unterstützt Gründungsvorhaben aus Spitzenforschungsbereichen innerhalb von fünf fachspezifischen Inkubatoren: Chemie, IT-Sicherheit, Medizintechnik, Produktionssysteme und Materialwissenschaft. Parallel hierzu wird das frühere Opel-Verwaltungsgebäude zur zentralen Anlaufstelle mit einem Veranstaltungszentrum und einem großen Makerspace mit Büroräumen, Geräten und Werkstätten ausgebaut.

Das Exzellenz Start-up Center der Technische Universität Dortmund „Centrum für Entrepreneurship & Transfer CET“ ist als Zentrale Universitäre Einrichtung organisiert. Die universitäre Infrastruktur für Start-ups wurde mit einem Makerspace, Dataspace, Coworkingplätzen und Veranstaltungsräumen ausgebaut. Scouts erschließen Gründungspotenziale innerhalb der Fakultäten und benachbarte Fachhochschulen sowie der lokale Mittelstand werden in die Aktivitäten einbezogen. Für die Akquise und Bereitstellung von Kapital wurde die TU capital GmbH gegründet.

Das Exzellenz Start-up Center „Gateway“ der Universität zu Köln wurde in einer Zentralen Betriebseinheit organisatorisch fest verankert. Im hochschuleigenen Innovations- und Gründungszentrum (IGZ) auf dem Campus entstehen derzeit 204 Arbeitsplätze und werden gründungsnahe Dienstleistungen erbracht. In den Berufungsvereinbarungen von neun neuen Professuren wurde die gründungsaffine Planung von Forschung und Lehre sowie die Mitarbeit im hochschulinternen Gründungsnetzwerk festgeschrieben. Unter der Dachmarke „Gateway“ wird in drei neuen Netzwerken die Zusammenarbeit mit Kölner Hochschulen, Alumni, Förderern und Akteuren des regionalen Ökosystems organisiert.

Unter der Dachmarke „REACH“ arbeitet das Exzellenz Start-up Center der Westfälische Wilhelms-Universität Münster mit der FH Münster und grenzüberschreitend mit der Universität Twente in den Niederlanden zusammen. Zentrale Anlaufstelle ist das Gründerzentrum der Universität mit Büros, Co-Working-Flächen, Pitch-Area und Design-Thinking-Lab. Mittels fünf neuer Professuren werden Qualifizierungsmodule universitätsweit angeboten und Scouts erschließen das Gründungspozential von Forschungsbereichen.

Das Exzellenz Start-up Center der Universität Paderborn „ESC.OWL“ kooperiert eng mit allen Hochschulen in der Region Ostwestfalen-Lippe. Auf dem Campus entsteht 2022 das Akzelerator.OWL-Gebäude als zentrale Anlaufstelle und Makerspace. Der Schwerpunkt der Gründungsunterstützung liegt bei B2B-Gründungen des Internets der Dinge, der additiven Fertigung und der industriellen Transformation.

Weitere Informationen zur Förderinitiative finden Sie hier: https://www.exzellenz-start-up-center.nrw

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