Digitales 3D-Gebäudemodell von NRW ab sofort mit Dachformen verfügbar

31. Mai 2014
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Nordrhein-Westfalen verfügt ab sofort über ein landesweites und digitales 3D-Gebäudemodell. Hochwasser- und Katastrophenschutz, Simulationen von Neubauten, Funknetzplanungen oder Lärmausbreitungsberechnungen sind nur einige der zahlreichen Anwendungen von 3D-Gebäudemodellen. „Städte und Gemeinden in NRW bekommen dadurch eine präzise Datengrundlage“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. Die neuen Modelle stehen den Kommunen ab sofort für ihre Aufgaben zur Verfügung. Außerdem können Firmen und Privatpersonen die Daten gegen Gebühr erwerben.

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Innenminister Jäger: Datengrundlage für präzise Planungen und Solarpotentialanalysen

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Nordrhein-Westfalen verfügt ab sofort über ein landesweites und digitales 3D-Gebäudemodell. Hochwasser- und Katastrophenschutz, Simulationen von Neubauten, Funknetzplanungen oder Lärmausbreitungsberechnungen sind nur einige der zahlreichen Anwendungen von 3D-Gebäudemodellen. „Städte und Gemeinden in NRW bekommen dadurch eine präzise Datengrundlage“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. Die neuen Modelle stehen den Kommunen ab sofort für ihre Aufgaben zur Verfügung. Außerdem können Firmen und Privatpersonen die Daten gegen Gebühr erwerben.

Die Anforderungen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft nehmen stetig zu. Das bisher eingesetzte, einfach strukturierte „Klötzchen-modell“ reicht daher nicht mehr aus. Die neuen 3D-Gebäudemodelle beschreiben die Höhenstruktur der Erdoberfläche einschließlich aller Gebäude und Bauwerke. Städte und Ortschaften werden damit digital dargestellt. Die Abteilung Geobasis NRW der Bezirksregierung Köln hat in zwei Jahren knapp zehn Millionen Gebäude mit standardisierten Dachformen im sogenannten Level of Detail 2 (LoD2) modelliert. „Für genaue Solarpotentialanalysen sind differenzierte Dachformen unverzichtbar geworden. Mit dem Gebäudemodell LoD2 werden die Häuser nun mit ihren tatsächlichen Dachformen, zum Beispiel Satteldächer, Walmdächer oder Pultdächer, ihrer Dachausrichtung und ihren Dachneigungen wirklichkeitsnah wiedergegeben“, erklärte Innenminister Jäger.

Das Gebäudemodell wird mithilfe von Gebäudegrundrissen aus dem Liegenschaftskataster erstellt. Außerdem wird auf die flächendeckend und kontinuierlich erfassten Höheninformationen über die Oberfläche zurückgegriffen. Für NRW sind das über 50 Milliarden Höhenpunkte. „Mit knapp zehn Millionen Gebäuden und Bauwerken ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit dem größten Gebäudebestand in Deutschland. Für die Modellierung des 3D-Modells nutzen wir deshalb vollautomatisierte Verfahren und vorhandenes Datenmaterial. Nordrhein-Westfalen nimmt beim Aufbau seines Gebäudemodells LoD2 in Deutschland eine Vorreiterrolle ein“, so Innenminister Jäger.

3D-Gebäudemodelle haben in NRW eine mehrjährige Geschichte: Bereits 2007 wurde erstmals in einem Flächenland der Bundesrepublik Deutschland ein landesweites 3D-Gebäudemodell im Level of Detail 1 (LoD1) erstellt. Dieses einfach strukturierte Gebäudemodell wird heute als Klötzchenmodell bezeichnet. Darin wird jedes Gebäude als ein einfaches Klötzchen mit Flachdach dargestellt. Die tatsächliche Dachform wird nicht berücksichtigt. Das 3D-Gebäudemodell LoD1 wird jährlich aktualisiert.

Ansprechpartner für weitere Informationen und den Bezug der Daten ist das Geodatenzentrum des Landes NRW: Bezirksregierung Köln, Abteilung Geobasis NRW, Dienstgebäude Muffendorfer Str. 19-21,
53177 Bonn-Bad Godesberg, Telefon: 0221/147-4994, E-Mail: geo-shop@bezreg-koeln.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon: 0211 871-2300. 

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