Bunte Vielfalt aus der Biobranche: Nordrhein-Westfalen präsentiert sich auf der BIOFACH 2026 in Nürnberg
In diesem Jahr präsentieren zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller die verschiedenen Facetten der nordrhein-westfälischen Biobranche.
Die Geschichte der weltgrößten Messe für Biolebensmittel steht exemplarisch für die Entwicklung der gesamten Branche: Vor 35 Jahren startete sie mit 2.500 Besucherinnen und Besuchern, im vergangenen Jahr nutzten bereits 35.000 Akteurinnen und Akteure der Biobranche aus 140 Ländern die BIOFACH als wichtiges Branchenevent. Auch die Erfolgsgeschichte des NRW-Standes setzt sich 2026 fort: In diesem Jahr präsentieren zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller die verschiedenen Facetten der nordrhein-westfälischen Biobranche. Mit ihrem Engagement für Regionalität und Nachhaltigkeit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur vielfältigen Land- und Ernährungswirtschaft Nordrhein-Westfalens.
In Nordrhein-Westfalen erzeugen, verarbeiten und handeln gut 5.400 Unternehmen Bio-Produkte. „Wir können in Nordrhein-Westfalen stolz auf eine ausgesprochen innovative, wettbewerbsfähige Land- und Ernährungswirtschaft sein – dazu gehören auch die nordrhein-westfälischen Unternehmen und Initiativen, die bei dieser Messe die NRW-Biobranche repräsentieren“, sagte Ministerin Silke Gorißen anlässlich der BIOFACH 2026. „Unsere innovativen Ausstellerinnen und Aussteller werben bei der BIOFACH für die schmackhaften und wertvollen Produkte aus den vielfältigen Regionen Nordrhein-Westfalens.“
Eigener NRW-Auftritt auf der BIOFACH
Auf knapp 800 Quadratmetern Fläche stellen 27 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen auf dem Gemeinschaftsstand des Landes eine breite Palette an Bioprodukten vor. Das Sortiment reicht von Molkerei- und Mühlenprodukten, Nährmitteln, Fleisch- und Wurstwaren, Obst, Gemüse und Getränken bis hin zu Süßwaren. Mit dem gemeinsamen Messestand unterstützt Nordrhein-Westfalen den Austausch und die Vernetzung der Aussteller untereinander und schafft somit einen NRW-Ökomarktplatz.
Um in den Dialog mit den Austellerinnen und Ausstellern zu treten, besucht der Staatssekretär für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Martin Berges, am Mittwoch, 11. Februar 2026, den NRW-Messestand der BIOFACH 2026. Dort wird er sich auch mit der Landesvereinigung Ökologischer Landbau (LVÖ NRW) und deren Vorsitzenden Julia Schmidt austauschen. Schmidt würdigte bereits im Vorfeld der BIOFACH die verlässliche Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen. „Für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ist eine starke Verankerung in einer finanziell gut ausgestatteten Gemeinsamen Agrarpolitik zwingender denn je“, so Schmidt. „Ebenso wichtig sind planbare Rahmenbedingungen, faire Preise und Bürokratieabbau. Nur so erreichen wir wieder ein größeres Umstellungsinteresse in der Landwirtschaft.“
„Bio“ bei Verbrauchern im Aufwind
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wächst derzeit stark. Der Umsatz mit Biolebensmitteln im Jahr 2025 ist deutschlandweit um 6,7 Prozent gestiegen. Bundesweit liegt der Umsatz mit Biolebensmitteln bei rund 18 Milliarden Euro jährlich, schätzungsweise rund 20 Prozent werden davon allein in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Wichtige Absatzmärkte für Bio-Produkte sind Discounter und Drogeriemärkte – diese Entwicklung stellt die Branche auch vor Herausforderungen, weil Erzeuger Bio-Produkte auch über Hofläden oder Wochenmärkte direkt und regional verkaufen wollen.
Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz setzt sich dafür ein, das Angebot und die Nachfrage nach ökologisch und regional erzeugten Lebensmitteln in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren noch weiter zu erhöhen, die Direkt- und Regionalvermarktung voranzubringen und die Branche insgesamt zu unterstützen. Hierzu gehört auch die Präsentation von nordrhein-westfälischen Betrieben der Land- und Ernährungswirtschaft bei der weltgrößten Messe für Biolebensmittel.
„Wir unterstützen den Aufbau von bioregionalen Wertschöpfungsketten durch die Förderung der fünf Öko-Modellregionen, die über das ganze Land verteilt sind – vom Bergischen Land über den Niederrhein, Minden-Lübbecke, das Münsterland bis in den Kreis Höxter“, so Ministerin Gorißen weiter. „Damit stärken und vernetzen wir Akteure regional, etwa im Lebensmittelhandwerk, im Handel, in der Gastronomie und in öffentlichen Kantinen. Ich freue mich sehr, dass diese Erfolgsgeschichte durch die Verlängerung der Förderung der Öko-Modellregionen auch weitergeht. Darüber hinaus unterstützen wir seit vielen Jahren die regionale Vermarktung mit unseren Förderprogrammen für Gemeinschaftsmarketing und Verbesserung der Marktstrukturen, weil uns die heimische Land- und Ernährungswirtschaft am Herzen liegt – konventionell und ökologisch.“
Stärkung des Ökolandbaus in Nordrhein-Westfalen
Mit den sogenannten Öko-Flächenprämien unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen den Ökolandbau schon seit den frühen 1990er Jahren direkt auf der Erzeugerstufe. Allein im Jahr 2025 sind rund 22 Millionen Euro ausgezahlt worden.
Die Landesregierung fördert außerdem Verbraucherinformation und gemeinschaftliche Werbeaktionen für regionale Bioprodukte. Ein besonderer Fokus liegt auf den Öko-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen: Das Land fördert seit 2021 die Einführung von Öko-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von zwei Förderwettbewerben konnten fünf Öko-Modellregionen ausgezeichnet werden: Niederrhein, Bergisches RheinLand, Kulturland Kreis Höxter, Mühlenkreis Minden-Lübbecke und Münsterland. In den ausgewählten Regionen wird ein Öko-Regionalmanagement mit 80 Prozent über eine Laufzeit von drei Jahren vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Alle fünf Öko-Modellregionen wurden mittlerweile für weitere drei Jahre verlängert. Von ihnen profitieren sowohl die Bio-Betriebe und der Handel als auch die Verbraucherinnen und Verbraucher.
Hintergrund BIOFACH
Die BIOFACH findet vom 10. bis 13. Februar 2026 im Messezentrum Nürnberg statt und ist mit rund 2.400 Ausstellern aus knapp 100 Ländern nach eigenen Angaben die weltgrößte Messe rund um das Thema Biolebensmittel.
Weitere Informationen zum Ökolandbau NRW.
Weitere Informationen zu den Öko-Modellregionen NRW.
Weitere Informationen zu den BioWochen NRW.
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