Grüne Woche in Berlin: Ministerin Gorißen im engen Dialog mit der Branche

Bürokratieabbau in der Landwirtschaft und Wert regional hergestellter Lebensmittel im Fokus

16. Januar 2026
PHB Gorißen, Silke - lächelnd, vor Flaggen (2022)

Die Grüne Woche ist die wichtigste nationale und internationale Leistungsschau für die Landwirtschaft und genießt mit vielen hunderttausend Besucherinnen und Besuchern eine hohe Aufmerksamkeit. Nordrhein-Westfalen ist seit vielen Jahren mit einem eigenen Messeauftritt bei der Grünen Woche vertreten.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Die Grüne Woche ist die wichtigste nationale und internationale Leistungsschau für die Landwirtschaft und genießt mit vielen hunderttausend Besucherinnen und Besuchern eine hohe Aufmerksamkeit. Nordrhein-Westfalen ist seit vielen Jahren mit einem eigenen Messeauftritt bei der Grünen Woche vertreten. Auch in diesem Jahr haben mehr als 100 nordrhein-westfälische Unternehmen und Initiativen ihr vielfältiges Angebot an regional erzeugten Lebensmitteln sowie Angebote des ländlichen Tourismus vorgestellt – auf rund 1.200 Quadratmetern in der eigenen nordrhein-westfälischen Halle. Zudem hat das Münsterland sich als diesjährige Partnerregion des Messeauftritts unter dem Motto „Münsterland. Das gute Leben“ präsentiert. 

Wie schon in den Vorjahren hat Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen die Grüne Woche zum Messeauftakt besucht und den nordrhein-westfälischen Messeauftritt eröffnet. Im Rahmen ihres Besuchsprogramms kam die Ministerin zudem mit zahlreichen Gesprächspartnern zum Austausch über aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft zusammen, so etwa Bundesminister Alois Rainer. Auch internationale Vertreterinnen und Vertreter wie die niederländische Agrarministerin Femke Wiersma und der estnische Landwirtschaftsminister Hendrik Johannes Terras gehörten dazu. 

Appell von Ministerin Gorißen zum Bürokratieabbau

Anlässlich des Gesprächs mit dem Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sagte Ministerin Gorißen: „Das Jahr 2026 ist ein Jahr wichtiger Weichenstellungen. Zugleich erleben wir große Unsicherheiten in der Landwirtschaft durch geopolitische Herausforderungen, volatile Rohstoffmärkte und schwankende Energiepreise.“ Und weiter sagte sie: „Damit unsere landwirtschaftlichen Betriebe eine gute Zukunftsperspektive haben und weiterhin ihren wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten können, benötigen sie verlässliche Rahmenbedingungen, so etwa beim Umbau der Tierställe und der Ausweitung der Kennzeichnungspflicht für Haltungsformen auf weitere Tierarten oder bei Regelungen des Bundes zur Düngung: Hier setzt sich NRW seit Langem dafür ein, dass eine stärker verursachergerechte Lösung der richtige Weg ist. Wir bitten darum, dass auf Bundesebene endlich rechtliche Voraussetzungen für eine verhältnismäßige Lösung bei der Düngung geschaffen werden.“ 

Des Weiteren sicherte Ministerin Silke Gorißen bei der Grünen Woche zu, dass sich das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz weiterhin in Berlin und Brüssel für den Bürokratieabbau einsetzen wird: „Die aktuellen Herausforderungen des Umbaus der landwirtschaftlichen Tierhaltung müssen weiter aktiv begleitet werden. Daher ist nun der Bund gefragt, weitere bürokratische Hürden abzubauen und zukünftig eine auskömmliche finanzielle Ausstattung sicherzustellen.“

Nordrhein-Westfalen hat eine traditionell verankerte Landwirtschaft, die stark von der Nutztierhaltung lebt: Mit über fünf Milliarden Euro trägt die Nutztierhaltung über die Hälfte zum Produktionswert der heimischen Landwirtschaft bei. Vor dem Hintergrund rückläufiger Zahlen bei Nutztierbeständen in Deutschland, insbesondere bei Schweinen, ist es daher wichtig, Planungssicherheit für die landwirtschaftlichen Betriebe zu schaffen. Dies soll unter anderem durch die Anpassung genehmigungsrechtlicher Hürden beim Stallbau, eine praxisgerechte Umgestaltung des Immissionsschutzrechts bei Tierhaltungsanlagen sowie einen langfristigen Bestandsschutz für Tierwohlställe erreicht werden.

„Gerade die junge Generation braucht verlässliche und klare Rahmenbedingungen, um sich für die Landwirtschaft zu entscheiden“, so Ministerin Gorißen. „Auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene müssen wir Innovationen fördern, Investitionen ermöglichen und vor allem Bürokratie abbauen. Darum fordern wir weiterhin den Bund auf, einheitliche, eindeutige, nachvollziehbare und aufeinander abgestimmte Regelungen für die Landwirte im Bereich von Stallneu- und -umbauten zu schaffen.“ 

Forstpolitischer Austausch mit baden-württembergischem Minister

Zudem betonte Ministerin Silke Gorißen bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem baden-württembergischen Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, die Notwendigkeit des aktiven Waldumbaus und der Holznutzung, um Wälder klimafit und den Bausektor nachhaltiger zu machen.

Ministerin Silke Gorißen: „Wir müssen die Widerstandsfähigkeit der Wälder weiter stärken und den Umbau zu starken Mischwäldern fortsetzen. Holznutzung und Holzverwendung sind dabei integrale Teile des Gesamtprozesses zum Erhalt der Wälder und ihrer vielfältigen Funktionen.“ In einer Diskussion vor Besucherinnen und Besuchern der Grünen Woche bei der „Waldarena“ der Deutschen Forstwirtschaft stellte Ministerin Gorißen zudem klar, welche hohe Bedeutung der Nutzung von Holz in möglichst langlebigen Produkten wie im Gebäudebau zukommt: „Holz nimmt eine Schlüsselrolle bei der Ressourcenwende ein – und der Holzbau zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz, Baukultur und wirtschaftliche Wertschöpfung ineinandergreifen können.“ 

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