Bundesbau-Tagung: Nordrhein-Westfalen als Motor für moderne Verteidigungsinfrastruktur

Nordrhein-Westfalen geht voran, um Bundeswehrliegenschaften fit für die Zukunft zu machen / Bei der ersten Gesamtfachtagung der neuen Bundesbau-Einheit kamen mehr als 400 Fachleute im Landschaftspark Duisburg zusammen

4. November 2026
Auf einer Bühne mit Laufbahn-Optik spricht ein Redner am Rednerpult vor Publikum. Im Hintergrund zeigt eine große Leinwand das Motto der Gesamtfachtagung Bundesbau NRW 2026: „Ein Bundesbau geht an den Start“.

Am Dienstag, 3. November 2026, kamen Expertinnen und Experten der neuen Einheit mit Fachleuten aus Bundeswehr und Bundesregierung zur ersten Gesamtfachtagung im Landschaftspark Duisburg zusammen.

Finanzen

Der Bund erhöht drastisch den Umsatz im militärischen Bundesbau – und Nordrhein-Westfalen steigert das Bautempo. Mit einer Strukturreform hat das Land den Bundesbau grundlegend neu aufgestellt: Seit dem 1. Juli 2026 arbeiten alle Bereiche unter dem Dach des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes (BLB NRW) in einer einheitlichen Organisation. Am Dienstag, 3. November 2026, kamen Expertinnen und Experten der neuen Einheit mit Fachleuten aus Bundeswehr und Bundesregierung zur ersten Gesamtfachtagung im Landschaftspark Duisburg zusammen.

Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk, dessen Haus für den Bundesbau in Nordrhein-Westfalen zuständig ist, eröffnete die Veranstaltung: „Die sicherheitspolitische Lage ist so angespannt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Deutschland muss verteidigungsbereit werden, und dabei zählt jeder Monat. Nordrhein-Westfalen will Motor für die Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur sein und hat sich dafür aufgestellt. Wir haben den Bundesbau komplett neu geordnet und die Verfahren für Verteidigungsbauten konsequent vereinfacht. Jetzt drücken wir aufs Tempo. Ob Kaserne oder NATO-Gefechtsstand: Was wir hier schneller bauen, stärkt die Sicherheit Deutschlands und Europas.“

Bauvolumen wächst auf mehr als das Dreifache

Das Bauvolumen des Bundesbaus in Nordrhein-Westfalen steigt erheblich an. Im Jahr 2023 lag es bei knapp 230 Millionen Euro, in diesem Jahr erreicht es voraussichtlich circa 330 Millionen Euro. Für das Jahr 2029 sieht die Prognose zur Bauprogrammplanung bereits ein Volumen von rund 750 Millionen Euro vor. Das Land hat auf diesen Anstieg reagiert: Der Landtag hat im Juli Änderungen der Landesbauordnung und des Denkmalschutzgesetzes beschlossen, die seit dem 1. September 2026 gelten. Anlagen der Landes- oder Bündnisverteidigung benötigen keine Baugenehmigung mehr. Für die Nutzung von Baudenkmälern zu Verteidigungszwecken greift ein neues beschleunigtes Kenntnisgabeverfahren. Zudem wird das Personal in der neuen Bundesbau-Niederlassung des BLB NRW unter Hochdruck aufgestockt.

Maßnahmen zur Beschleunigung

Die von Minister Dr. Optendrenk gegründete Taskforce Bundesbau im Ministerium der Finanzen prüft in sogenannten Fokusprojekten systematisch Möglichkeiten, Bauvorhaben schneller umzusetzen. 

In den sehr konstruktiven Abstimmungen haben der Bund, die Bauverwaltung und das Ministerium der Finanzen bereits viele Beschleunigungspotenziale gemeinsam identifiziert und die sich daraus ergebenden Maßnahmen eingeleitet. Hierzu gehören unter anderem ein Qualitätssicherungskonzept, das den Prüfaufwand durch den Bund verringert, die Vereinbarung eines Prozesses zur unterbrechungsfreien Planung, die Bündelung gleichartiger Bauvorhaben in Clustern sowie innovative Vergabeformate mit Generalplanern und Generalunternehmern.

Hintergrund

Die Gesamtfachtagung Bundesbau fand am Dienstag, 3. November 2026, im Landschaftspark Duisburg statt. Unter den rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren neben Expertinnen und Experten der Bundesbau-Einheit Nordrhein-Westfalens Vertreter des Bundesamts für Infrastruktur und Dienstleistungen der Bundeswehr, des Bundesamts für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Der Bundesbau in Nordrhein-Westfalen umfasst den Bau und die Bewirtschaftung von Liegenschaften des Bundes, darunter Kasernen, NATO-Einrichtungen und Gebäude der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks.

Hinweis: Bilder von der Fachtagung Bundesbau in Duisburg können Sie hier herunterladen: www.url.nrw/Fachtagung-Bundesbau

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