Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen unterstützt Präventionsnetzwerk #sicherimDienst
Plattform setzt sich für mehr Sicherheit im öffentlichen Dienst ein / Minister Dr. Optendrenk unterstreicht Bedeutung des Netzwerks zum Schutz der Landesbediensteten
Minister Dr. Optendrenk hat die Beitrittserklärung am Dienstag 13. Oktober 2026, gemeinsam mit LBF-NRW-Chefin Stephanie Thien unterzeichnet.
In den mehr als 100 Finanzämtern des Landes, in der Vollstreckung, der Betriebsprüfung und bei der Steuerfahndung stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft im Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern. Oft geht es um Geld, um Fristen, um persönliche Lebenslagen. Gespräche können dann emotional werden und Situationen unangenehm für die Beschäftigten. Das trifft in besonderer Weise für das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) zu, wo Steuerhinterziehung auch im Kontext Organisierter Kriminalität bekämpft wird. Daher tritt das Landesamt jetzt dem Netzwerk #sicherimDienst bei. Die Landesregierung hat diese Plattform initiiert, um für mehr Sicherheit im öffentlichen Dienst zu sorgen.
Minister Dr. Optendrenk erklärt: „Der öffentliche Dienst funktioniert durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und entscheiden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind oft die direkten Ansprechpartner in sensiblen Situationen. Kritik und Widerspruch gehören zu einer offenen Gesellschaft. Gewalt und Drohungen allerdings dürfen niemals zum normalen Bestandteil ihrer Arbeit werden. Ich begrüße daher eine breite Unterstützung des Netzwerks auch durch die Finanzverwaltung. Mit dem LBF NRW ist nun eine weitere große Behörde aktiv dabei, weitere werden folgen.“
Die Finanzverwaltung setzt auf Prävention im Arbeitsalltag. Klare Abläufe, technische und organisatorische Schutzmaßnahmen sowie gezielte Schulungen sollen den Teams Handlungssicherheit geben. Führungskräfte übernehmen dabei eine besondere Rolle: Sie nehmen Gefährdungen ernst und prüfen nach jedem Vorfall gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen, was sich aus dem Einzelfall lernen und verbessern lässt. Wer betroffen ist, erhält unmittelbar Unterstützung durch feste Ansprechpartner.
Minister Dr. Optendrenk hat die Beitrittserklärung am Dienstag 13. Oktober 2026, gemeinsam mit LBF-NRW-Chefin Stephanie Thien unterzeichnet. Zu der Veranstaltung kam auch Netzwerkkoordinator Andre Niewöhner. Er sagt: „Übergriffe und Anfeindungen gegen Beschäftigte sind eine Herausforderung, die viele Bereiche des öffentlichen Dienstes verbindet – auch wenn die Situationen im Arbeitsalltag ganz unterschiedlich sind. Mit dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität gewinnen wir einen wichtigen Partner, der seine Erfahrungen aus einem besonders sensiblen Tätigkeitsfeld in unser Netzwerk einbringen kann und von dessen Perspektiven auch andere Dienstbereiche profitieren können.“
Mit dem Beitritt erhalten Behörden Zugang zu Handlungsempfehlungen, Informationsmaterialien und Praxisbeispielen aus dem gesamten öffentlichen Dienst. Ansprechpartner aus anderen Behörden stehen für den fachlichen Austausch bereit.
Hintergrund: #sicherimDienst
Das Präventionsnetzwerk #sicherimDienst ist Teil der Initiative „Mehr Schutz und Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst“, die das Landeskabinett am 8. Juni 2021 beschlossen hat.
Dem Netzwerk gehören Kommunen und Landesbehörden, Polizei und Rettungsdienste, Schulen und Hochschulen, Justiz und Jobcenter an. Es bietet Handlungsempfehlungen, Schulungs- und Informationsangebote sowie Austauschformate wie „Die sichere Stunde“. Im November 2026 vergibt das Netzwerk in Düsseldorf erstmals den Netzwerkpreis #sicherimDienst für gelungene Ansätze aus Prävention, Intervention und Nachsorge.
Das Netzwerk zählt inzwischen rund 3.000 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus etwa 1.500 Organisationen.
Weitere Informationen: www.sicherimdienst.nrw
Hinweis: Fotos von der Unterzeichnung im LBF NRW können Sie hier herunterladen: www.url.nrw/Sicher-im-Dienst