Afrikanische Schweinepest: Kadaverfund bei Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein
Der Fundort des tot aufgefunden Überläufers befindet sich außerhalb der Sperrzone II und innerhalb der Sperrzone I.
Seit dem Erstfund eines an der Afrikanischen Schweinepest verendeten Wildschweins bei Kirchhundem im Kreis Olpe im Juni 2025 werden im Zuge eines landesweiten Monitorings erlegte und tot aufgefundene Wildschweine auf ASP-Viren untersucht. Mittlerweile sind hierbei landesweit über 45.000 Tiere negativ untersucht worden. Rund 600 Tiere wurden positiv getestet, diese bislang alle in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und dem Hochsauerlandkreis. Jetzt gibt es einen neuen ASP-positiven Fall im Kreis Siegen-Wittgenstein bei Netphen-Grissenbach. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hat den Verdachtsfall jetzt bestätigt.
Der Fundort des tot aufgefunden Überläufers befindet sich außerhalb der Sperrzone II und innerhalb der Sperrzone I. Der Fund ist circa 10 Kilometer von anderen positiven Funden im Kerngebiet und rund fünf Kilometer von der Landesgrenze zu Hessen entfernt. Bislang gibt es keine weiteren ASP-positiven Wildschweine in der Nähe des Totfundes (Stand 2.5.).
Die Suchteams der ASP-Kadaver-Suchhundestaffel des Landes sowie Einsatzkräfte des Kreises Siegen-Wittgenstein suchen nun verstärkt an der Fundstelle auch mit Drohnen nach weiteren verendeten Wildschweinen.
„Wir appellieren an alle, sich streng an die Schutzmaßnahmen der Allgemeinverfügungen des Hochsauerlandkreises und der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein zu halten und sich vernünftig und umsichtig in der Natur zu verhalten“, so Ministerin Silke Gorißen. „Besucherinnen und Besucher im Wald müssen das Wegegebot einhalten. Hunde sind an der Leine im betroffenen Gebiet zu führen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen.“
In dem Gebiet um Netphen ist im Zuge der ASP-Bekämpfung in den letzten Wochen intensiv gejagt worden – im Rahmen des ASP-Monitorings des Landes NRW sind jedoch bislang alle anderen erlegten oder tot aufgefundenen Wildschweine um Netphen immer ASP-negativ getestet worden.
An Jägerinnen und Jäger gerichtet sagte Ministerin Silke Gorißen: „Ich bedanke mich bei allen Jagdausübungsberechtigten für ihren Einsatz zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Je schneller der Bestand von Schwarzwild im betroffenen Gebiet reduziert ist, umso schneller ist auch die Afrikanische Schweinepest besiegt. Die zielgerichtete Bejagung von Wildschweinen in Abstimmung mit den betroffenen Kreisen ist unerlässlich.“
Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz steht zum weiteren Vorgehen in engem Austausch mit den beteiligten Kreisen und den benachbarten Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Bund. Die Zaunbaumaßnamen werden fortgesetzt.
Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Hochsauerlandkreis, der Kreis Olpe und Kreis Siegen-Wittgenstein bitten darum, bei Totfunden von Tieren direkt das zuständige Kreisveterinäramt zu informieren, das unmittelbar die Bergung gefundener Tiere übernimmt. Die aktuell in den Allgemeinverfügungen geltenden Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der ASP müssen streng befolgt werden. Dazu gehören Wegegebote, eingeschränkte Vermarktungsmöglichkeiten für Hausschweine, Wildschweine oder erforderlichenfalls eine eingeschränkte land- und forstwirtschaftliche Nutzung.
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