Französische Sprache

Parlez-vous français?

Kommunikation ist das A und O: Das Verständnis für das Nachbarland hängt wesentlich vom Beherrschen der jeweiligen Partnersprache ab. Daher engagiert sich der Bevollmächtigte für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit gemeinsam mit der französischen Bildungsministerin sehr für das Erlernen der deutschen Sprache in Frankreich sowie für das Erlernen der französischen Sprache in Deutschland.

20. Oktober 2021
phb Französisch Wörterbuch

Sprache ist eine wichtige Voraussetzung für die Verständigung mit den Nachbarn und oft auch Voraussetzung für einen Arbeitsplatz. Der Erwerb der französischen Sprache - gerade im Wettbewerb mit anderen Sprachen und Inhalten - ist deshalb schon wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtungen unserer Staaten sehr vernünftig.Und auch über die Vernunft hinaus sollen die Menschen in unseren beiden Ländern neugieriger auf einander, ihre Kultur, Lebensarten und Landschaften werden. Sie sollen Lust haben, einander zu begegnen und sich kennenzulernen.

Werbung an Schulen

Vor diesem Hintergrund wirbt auch das FranceMobil für Französisch an den Schulen. Lehrerinnen und Lehrer können das Informationspaket Französisch anfordern, um ideal für Wahl der Partnersprache Französisch werben. Das Erlernen der Partnersprache ist allerdings nicht auf Schüler beschränkt - es bietet in jeder Lebensphase eine berufliche oder private Perspektive.

Die Werbung dafür, Französisch zu lernen, richtet sich aber nicht gegen das Erlernen anderer Fremdsprachen. Der Bevollmächtige verfolgt vielmehr das Ziel einer Mehrsprachigkeit. Denn die sogenannte „Weltsprache“ Englisch löst keineswegs alle internationalen Kommunikationsprobleme. Eine globalisierte Welt erfordert vielmehr das möglichst frühzeitige Erlernen möglichst vieler Sprachen. Die Entscheidung für das Fremdsprachelernen ist deshalb immer eine gute Investition von Lern- und Lebenszeit. Sie gehört zum Kapital für eine erfolgreiche Zukunft.

Zeit im Partnerland verbringen

Zum Erwerb einer Fremdsprache gehört auch der Austausch von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Studentinnen und Studenten, Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern.

Der Bevollmächtigte setzt sich dafür ein, dass möglichst viele junge Menschen einen Teil ihrer Ausbildung in Frankreich und in Deutschland absolvieren und dass viele Begegnungen zwischen Deutschen und Franzosen ermöglicht werden.

Zwischen Deutschland und Frankreich besteht das weltweit dichteste Netz an Austauschbeziehungen:

  • 22 Regional- und 2.200 Städtepartnerschaften,
  • ca. 4.300 Schulpartnerschaften,
  • mehr als 70 Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Schulen mit bilingualen Zweigen,
  • jährlich hohe Teilnahme an den Austauschprogramme für Schüler des Deutsch-Französischen Jugendwerks  und den Austauschprogrammen in der Beruflichen Bildung des Deutsch-Französischen Sekretariats,
  • 180 Partneruniversitäten unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule  stehen für viele öffentliche und private Initiativen.

Der Bevollmächtigte will Mobilitätsinitiativen fördern und entgegenstehende bürokratische und rechtliche Barrieren abbauen.

Bildungsangebote Französisch

In Deutschland gibt es ein breites Netz von Instituts Français und französischen Kulturinstituten, die Sprachkurse und französische Kulturveranstaltungen (Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen) anbieten - auch in Ihrer Nähe.

Viele weitere Angebote für Weiterbildungsinteressenten in Französisch sind über den Deutschen Bildungsserver  abrufbar.

Förderung der deutschen Sprache in Frankreich

Der Bevollmächtigte setzt sich nicht nur für das Erlernen des Französischen in Deutschland ein, sondern auch für die Förderung der deutschen Sprache in Frankreich. Die wichtigsten Partner sind hier die acht Goethe-Institute  (Bordeaux, Lille, Lyon, Marseille, Nancy, Paris, Straßburg und Toulouse). Neben Deutschkursen, Fortbildungen für französische Lehrkräfte, Broschüren und interessanten Downloads gibt es hier viele Aktivitäten und Initiativen, die die deutsche Kultur unmittelbar erlebbar machen.

Daneben verbreiten viele weitere Einrichtungen deutsche Sprache und Kultur in Frankreich, unter anderen die deutsch-französischen Kulturzentren, zu denen das Deutsche Haus in Brest, das Rheinland-Pfalz Haus in Dijon, das Heidelberg Haus in Montpellier, das Deutsch-Französische Kulturzentrum in Nantes, das Heinrich-Heine Haus in Paris und das Deutsch-Französische Zentrum in der Provence gehören.

Französisch lernen

phb Titelbild Französisch ist mehr!

Französisch ist Mehr!

Alle wichtigen Informationen für interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte in einer neuen Broschüre. Wer Französisch spricht, dem öffnen sich Türen zu Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, die sonst vielleicht verschlossen blieben. Das Büro II des deutsch-französischen Kulturbevollmächtigten hat mit Kooperationspartnern zwei neue Broschüren entwickelt, die Französisch als Fremdsprache in Deutschland bewerben. Die Broschüren sind jetzt zum Selbstkostenpreis bestellbar.

„Französisch ist Mehr“

Hier finden Sie Fakten, die die Bedeutung von Französisch als Weltsprache belegen, Daten zur deutsch-französischen Freundschaft und Zusammenarbeit und überzeugende Gründe, die für die Wahl von Französisch als Fremdsprache sprechen. Außerdem liefert die Broschüre praktische Hinweise zu Austausch- und Begegnungsmöglichkeiten, zu Studium und Ausbildung im Partnerland und zu wichtigen Ansprechpartnern.

„Abibac - einfach mehr“

Hier finden Sie Informationen zum deutsch-französischen Doppelabschluss „Abibac“, der optimal auf deutsch-französische Bildungsgänge vorbereitet, interkulturelles Wissen vermittelt und mit sehr guten Französischkenntnissen fit für internationale Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung macht.

Übrigens wurden die deutsche und die französische Ausgabe (L’allemand, un plus) der Broschüre erstmals nicht nur herausgegeben mit demselben Ziel, für die jeweilige Partnersprache zu werben, sondern inhaltlich und optisch auf einander abgestimmt. Sie entstanden unter anderem in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz, dem Institut Français und dem Goethe-Institut.

Beide Broschüren können Sie über folgenden Link zum Selbstkostenpreis bestellen: www.ovd.eu

Gute Gründe für Französisch

Es gibt viele gute Gründe, warum Französischlernen zeitgemäß und eine ausgezeichnete Wahl ist.

1. Geografische Reichweite

Weltsprache Französisch. http://www.ambafrance-de.org/Frankophonie.
In der EU steht Französisch mit einem Sprecheranteil von 16 Prozent auf dem zweiten Platz hinter Deutsch (23,3 Prozent). Weltweit wird Französisch in beinahe 50 Staaten von rund 370 Millionen Menschen gesprochen. Damit liegt die französische Sprachgemeinschaft international auf dem 9. Platz. Französisch ist mit Englisch zusammen die einzige Sprache, die auf allen fünf Kontinenten gesprochen wird. In 32 Staaten ist Französisch Amtssprache – als einzige oder mit anderen Sprachen zusammen. Außer in Frankreich beispielsweise in Belgien, Luxemburg, Schweiz, Monaco, Kanada, Nord-Westafrika, um nur einige zu nennen.

2. Vielfältige Berufsperspektiven

Französisch ist nach Englisch häufig die zweite offizielle Amts- und Arbeitssprache vieler großer internationaler Organisationen (UNO, FIFA, UEFA, Ärzte ohne Grenzen, WHO, IOK etc.), aber auch der Europäischen Union. Viele EU-Institutionen befinden sich in hauptsächlich französischsprachigen Städten wie Brüssel, Straßburg und Luxemburg. Französisch ist eine der Sprachen des Internationalen Roten Kreuzes, die offizielle Sprache der Weltpost und gehört zu den drei offiziellen Sprachen (neben Englisch und Deutsch) für FIATA-Speditionsdokumente. Darüber hinaus ist Französisch nach wie vor nach Englisch die zweite Sprache der Diplomatie.

Aber auch auf dem Arbeitsmarkt ist Französisch von großer Bedeutung: Frankreich und Deutschland sind füreinander die wichtigsten Handelspartner, auch aufgrund der regionalen Nähe. Aber auch auf dem Weltmarkt ist die Kenntnis der französischen Sprache ein großes Plus und erhöht die beruflichen Einsatzmöglichkeiten. An zweiter Stelle der deutschen Export- und Importländer rangieren nach anglophonen die frankophonen Länder. 

Frankreich und Deutschland stellen den größten europäischen Wirtschafts- und Arbeitsraum dar und die vielen in Frankreich und in Deutschland agierenden Unternehmen (Siemens, Bosch, Allianz, Danone, Michelin, L’Oréal, Total, Veolia etc.) bieten tausende von Arbeitsplätzen und benötigen zweisprachig qualifizierte Mitarbeiter. Laut französischer Auslandshandelskammer CCFA sind mehr als 4.000 französische Tochterunternehmen mit 400.000 Arbeitsplätzen in Deutschland aktiv. Neben großen Konzernen sind dies auch viele mittlere und kleinere Unternehmen, überwiegend aus der Automobil-, der Luftfahrt- und der Elektronikindustrie. In Frankreich wiederum betreiben mehr als 2.000 deutsche Unternehmen Tochtergesellschaften an mehr als 4.000 Standorten. Im Jahre 2015 wurden Waren im Wert von 170,0 Milliarden Euro zwischen Deutschland und Frankreich gehandelt. Damit ist Frankreich nach den USA der zweitwichtigste Handelspartner für Deutschland. Weitere Informationen finden Sie hier www.francoallemand.com.

3. Französisch kann jeder lernen

Wie in jeder anderen Fremdsprache müssen in Französisch auch Vokabeln und Grammatik gelernt werden. Auch wenn die französische Aussprache anfangs etwas Geduld verlangt, so ist es die Mühe durchaus wert: Nirgendwo sonst gibt es so viele Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten wie zwischen Deutschland und Frankreich, das heißt, ob kulturell, schulisch oder auf Sportebene, Französisch ist sehr schnell konkret anwendbar und erprobbar. Außerdem: Französisch ist eine perfekte und lebende Grundlage - im Gegensatz zu Latein - für den Erwerb weiterer romanischer Sprachen wie Spanisch, Italienisch oder Portugiesisch. 

4. Kult[ur]-Sprache Französisch

Französisch ist nicht nur eine Sprache berühmter Philosophen und Autoren (z.B. Patrick Modiano, Literatur-Nobelpreis 2015), sondern auch der Jugend. Französischsprachige Musik wird auf der ganzen Welt gehört, wie zum Beispiel  der Hip Hop-Künstler Stromae, die Pop-Sängerin Louane, die Rap-Gruppe Sexion d’assaut oder die, 2011 für einen Echo nominierte Chanson-Pop-Sängerin ZAZ. Filme wie „Ziemlich beste Freunde“, „Willkommen bei den Sch’tis“ oder „Monsieur Claude und seine Töchter“ lockten Millionen von Zuschauern in die Kinos. Auch die berühmten Comics „Asterix und Obelix“, „Spirou und Fantasio“, „Gaston“ oder „Lucky Luke“ kommen aus Frankreich und sind Teil der lebendigen, frankophonen Comic-Szene.

5. Französisch – eine persönliche Bereicherung

Jede Fremdsprache, die man beherrscht, ist ein Vorteil. Sie eröffnet neue Horizonte und einen neuen Blick, auch wenn man sie nicht perfekt und nur mit einfachen sprachlichen Mitteln beherrscht. Sprache dient der Verständigung zwischen den Menschen und bietet die Möglichkeit neuer Begegnungen und Freundschaften. In Frankreich gibt es unendlich viele Dinge zu entdecken, die auch weit über die Grenzen hinaus bekannt sind. Die Bedeutung von Fremdsprachen, vor allem Französisch, auf dem Arbeitsmarkt in einem geeinten Europa liegt auf der Hand. Die Entscheidung, Französisch zu lernen, kann einem niemand abnehmen. Worauf warten Sie also noch? Allez-y !

Französischprogramme

Die Programme „FranceMobil“ und „mobiklasse.de“ wollen Lehrer, Schüler und Eltern für die Kultur und die Sprache des Partnerlandes sensibilisieren.

"FranceMobil" bedeutet, zwölf französische Lektoren fahren mit ihren Fahrzeugen durch Deutschland, um Schülerinnen und Schüler die Attraktivität und den Charme der Partnersprache und Kultur erleben zu lassen. Mit Hilfe von modernen Materialien besuchen die France-Mobile Kindergärten, Grund-, Real-, Gesamt- und Berufsschulen sowie Gymnasien in allen Bundesländern. An Bord sind Spiele, Videos, CDs, CD-Roms, Kinder- und Jugendbücher, Zeitschriften, Plakate, Broschüren, etc.

Die jungen Lektoren vermitteln den Schülern, aber auch Lehrern und Eltern, ein zeitgemäßes Frankreichbild und liefern Informationen zur Fremdsprachenwahl. In den vergangenen dreizehn Jahren hat das Programm mit seinen Aktionen und Angeboten bundesweit mehr als 1.030.000 Schüler an etwa 12.300 Schulen erreicht. Die zahlreichen Anfragen der Französisch-Lernenden in Deutschland zeugen vom Erfolg der fahrenden Kulturinstitute. 

Beteiligte

„FranceMobil“ steht unter der Schirmherrschaft des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und der französischen Ministerin für Bildung, Hochschulen und Forschung. Es wurde 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen.
Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und das Institut français Deutschland führen mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung das Projekt FranceMobil.

Mobiklasse.de: Programm in Frankreich

Analog gibt es diese Initiative als „mobiklasse.de“  in Frankreich. Das Konzept ist genau dasselbe: Fahrzeuge mit deutschen Lektoren und Lektorinnen an Bord fahren zu Schulen in ganz Frankreich, um französischen Schülern aus der Grundschule, Collèges, lycée und Beruflichen Schulen die deutsche Kultur und die Schönheit der deutschen Sprache näher zu bringen.

Die Programme „FranceMobil“ und „mobiklasse.de“ (bis August 2015 „DeutschMobil“) wurden 2004 für ihr vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet.
Die France-Mobile und mobiklasse.de-Mobile können von Schulen gebührenfrei angefordert werden. Die Bestellung und Terminvereinbarung erfolgt online direkt über die France-Mobil- bzw. die mobiklasse.de Website.

Sprachen-APP mobidico

Mobidico ist die Sprachen-App des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW).

Die Sprachenapp Mobidico des Deutsch-Französischen Jugendwerks ermöglicht es Nutzern, bei Aufenthalten in Frankreich in verschiedenen Situationen auf den passenden Wortschatz zugreifen zu können.

Die App verfügt über eine Suchfunktion für Vokabeln, aber auch über nach Themen strukturierte Vokabelfelder wie Sport oder Kultur, in denen nach Ausdrücken zu einem Bereich gesucht werden kann. Eine Merkzettel-Funktion und ein Vokabelspiel erleichtern außerdem das Lernen der Vokabeln.