Einsamkeit

Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden unter Einsamkeit, einem Phänomen, das alle Generationen und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen betrifft. Die Folgen von Einsamkeit sind vielfältig, von Depressionen bis hin zu Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Schäden. Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema, zu wissenschaftlichen Definitionen und zum Fünf-Säulen-Modell, mit dem sich die Landesregierung der Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen entgegenstellt.

Du Wir Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit.

Aktuelle Top-Meldungen

01.10.2025

Ministerpräsident Wüst: Werden unsere Expertise in europäische Zusammenarbeit einbringen...

Ministerpräsident Hendrik Wüst lädt am Mittwoch, 1. Oktober 2025, zum 2. Einsamkeitsforum unter dem Titel „Loneliness in Europe. Addressing loneliness – learning from each other between North Rhine-Westphalia and Europe“ in die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in...

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Initiativen und Angebote gegen Einsamkeit

Hier finden Sie eine Übersicht zu verschiedenen Angeboten und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Damit haben Sie eine Anlaufstelle auch in Ihrer Nähe.

 

Angebot Institution Ort PLZ Straße und Hausnummer Telefon-Nr. Webseite Zielgruppe Kategorie Beschreibung
Besuchs- und Begleitungsdienst Malteser Hilfsdienst e.V. Leverkusen 51371 Overfeldweg 80 0214 868510 Webseite - -

Unser Besuchs- und Begleitungsdienst bringt Licht in den Alltag einsamer Menschen in Leverkusen. Ehrenamtliche besuchen ältere Menschen zu Hause oder in einer Einrichtung der Altenhilfe. Sie haben ein offenes Ohr und gehen mit viel Einfühlungsvermögen auf die persönliche Lebenssituation der älteren Menschen ein. Hier ist Raum für die persönlichen Bedürfnisse, für die Lebensgeschichte und das aktuelle Befinden. Ein Spaziergang ins Grüne, ein Besuch im Stadtcafé bereiten Lebensfreude und stimmen zuversichtlich.

Besuchs- und Begleitungsdienst mit Hund Malteser Hilfsdienst e.V Rheinbach 53359 Industriestr. 10 02226 920038 Webseite - -

Beim Besuchsdienst mit Hund treffen Ehrenamtliche der Malteser mit ihrem eigenen Hund auf ältere und/oder pflegebedürftige Menschen. Besuchshunde können die Lethargie und Einsamkeit zurückgezogener Menschen durchbrechen und jungen, alten, behinderten und kranken Menschen Freude bereiten.

Sie und Ihr Hund haben Lust auf eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Besuchsdienst mit Hund? Oder Sie leiten eine Einrichtung in Rheinbach, in der Sie sich einen regelmäßigen Besuch von Hunden gut vorstellen können? Dann kontaktieren Sie uns!

LebensRaum Kirche e.V. in Sankt Augustin LebensRaum Kirche e.V., c/o Pastoralbüro, Sankt Augustin 53757 Marienkirchstr. 8a 0173 5211643 u. 0178 1950466 Webseite - -

Der LebensRaum Kirche in Sankt Augustin bietet in einem großen Einkaufscenter (HUMA-Shopping&Outlet) einen Ort der Begegnung, des Innehaltens und Nachdenkens, zum Orientieren und Auftanken an. Wir hören zu, wir geben Impulse, wir stärken den sozialen Zusammenhalt in unserer Region, wir wecken die Sehnsucht nach „Mehr“. Damit engagieren wir uns auch gegen Einsamkeit in ihren vielen Facetten. Eingeladen sind alle Menschen, unabhängig von ihrer Religion, Herkunft oder Kirchenbindung.
Betreiber des LebensRaum Kirche ist der ökumenische Verein LebensRaum Kirche e.V..
Rund 20 Ehrenamtliche betreuen in den Öffnungszeiten (Do. 15 - 19 Uhr, Sa. 12 - 16 Uhr) den LebensRaum Kirche und haben für alle Besucher ein offenes Ohr.
Besondere Veranstaltungen wie "Talk in der Huma", "Kleine (Vortrags-)Reihe", "EspressoBeats", "Halb Acht auf P8" bieten Gästen vielfältige Informationen, geistige Anregungen und Möglichkeiten zum Gedankenaustausch mit anderen Besuchern. 

Kirche & Film Cinema Düsseldorf 40213 Schneider-Wibbel-Gasse 5-7 0172 3716103 Webseite - -

In Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte und der katholischen Kirchengemeinde Derendorf Pempelfort wurde am 12. Februar 2025, mit einer neuen Filmreihe "Kirche & Film" begonnen.

Etwa viermal im Jahr wird es zukünftig das Angebot geben, einen vorab ausgewählten Film gemeinsam zu besuchen und im Anschluss im Kinocafé miteinander über den Film, aber auch über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen.

Das Cinema gewährt allen Teilnehmern, die sich unter kirche-und-film.duesseldorf@ekir.de angemeldet haben, einen ermäßigten Eintritt zum „Gilde“-Tarif.

"Marktgeplauder“ - Cafè Brinker, Robert-Brauner-Platz AWO-Kreisverband-Herne Herne 44623 Robert-Brauner-Platz 1 02323 952410 Webseite - -

Immer freitags bieten wir zwei Orte der Begegnung an! Ein AWO-Plaudertisch steht ab 11 Uhr im Café Brinker. Unterbrechen Sie doch einfach Ihren Einkaufsbummel in der Herner Innenstadt und schauen Sie bei uns vorbei. Der andere Plaudertisch steht zur warmen Jahreszeit ab 10 Uhr auf dem Herner Wochenmarkt (am Kaffeestand des Espressionisten). Besuchen Sie uns auch gerne dort, ganz unverbindlich auf ein nettes Gespräch. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen oder alte Bekannte zu treffen.

 

Abenteuerspielplatz Hasenkamp Stadt Herne Jugendförderung - Abenteuerspielplatz Hasenkamp Herne 44625 Im Hasenkamp 24 02325 44082 Webseite - -

Der Abenteuerspielplatz Hasenkamp ist eine offene, pädagogisch betreute Kinder- und Jugendeinrichtung in Herne-Holsterhausen mit großer erlebnispädagogischer Spielfläche. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Angebote sind kostenfrei. Ob beim Feuer machen, Tiere im Bach beobachten im Sand-Wasser-Bereich spielen oder mit Holz und anderen Materialien arbeiten - hier gibt es viel zu entdecken und zu erleben. Kinder und Teenies können eigene Ideen umsetzen und Neues ausprobieren. Bei schlechtem stehen im Spielhaus verschiedene Räume bereit, in denen gebastelt, getanzt, gekocht, gebacken sowie Brett- und Kartenspiele gespielt werden. Die Angebote orientieren sich an den Interessen der Besucher*innen.
Öffnungszeiten:
➤ Montags für Erwachsene mit Kindern unter 6 Jahren: 14:00-18:00 Uhr
➤ Dienstag bis Freitag für Kinder von 6 bis 12 Jahre: 14:00-18:00 Uhr
➤ In den Ferien gelten gesonderte Öffnungszeiten.

 

Interkultureller Frühstückstreff Caritasverband Herne e.V. Herne 44623 Viktor‐Reuter‐Str. 1 02323 / 92960 934 Webseite - -

Das Projekt“ Gemeinsam älter werden“ des Herner Caritasverbandes lädt jeden Mittwoch von 10:00 - 12:00 Uhr zum Frühstückstreff ein. Auch Bürger:innen mit Migrationshintergrund sind herzlich willkommen.
Das Projekt wird von der GlücksSpirale gefördert.

Internetcafé für Senior:innen Caritasverband Herne e.V. Herne 44623 Schulstraße 16 02323 / 92960 ‐27 Webseite - -

Senior:innen lernen den Umgang mit digitalen Medien (Smartphone, Laptop, Tablets) . Die Fragen der Senior:innen stehen dabei im Mittelpunkt. Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen des Internetcafés erklären, geben Hilfestellungen und Informationen über die digitale Welt. Das Lerntempo legen die Teilnehmer:innen fest, jede Frage ist willkommen und findet eine Antwort. In einer entspannten Atmosphäre macht das Lernen doppelt so viel Spaß und fördert das Miteinander. Eigene Geräte werden mitgebracht, Laptop und Tablets nach Absprache.

➤ Die Kurse finden Dienstag, 10 – 11 Uhr, 11 ‐ 12 Uhr und Mittwoch, 14 – 15 Uhr und 15 – 16 Uhr
und Donnerstag, 14 – 15 Uhr, 15 – 16 Uhr statt.
➤ Die Kosten für ein Kurs liegen bei 10,00 €.
➤ Ein Kurs umfasst vier Unterrichtsstunden mit wöchentlich einer Stunde.

Tanzen ohne Partner:in Caritasverband Herne e.V. Herne 44627 Widumer Str. 23a 02323 / 92960 934 Webseite - -

Der Herner Caritasverband lädt SeniorInnen zum Tanzen ohne Partner:in ein.
Jeden Freitag von 15:00 ‐ 16:00 Uhr im Thomas-Morus-Haus St. Peter und Paul.
Um Voranmeldung wird gebeten.

Das bewegte Gedächtnistraining Caritasverband Herne e.V. Herne 44623 Glockenstr. 7 02323 / 92960 934 Webseite - -

Der Herner Caritasverband lädt SeniorInnen im Rahmen des Projektes: „Gemeinsam älter werden“ zum Tanzen im Sitzen ein. Jeden Freitag von 11:00 – 12:00 Uhr im Gemeindezentrum St. Bonifatius.
Um Voranmeldung wird gebeten.
Das Projekt wird von der GlücksSpirale gefördert.

 

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Aktionsplan Du+Wir=Eins

10.12.2024

Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit

Am Dienstag, 10. Dezember 2024, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung den ersten Aktionsplan gegen Einsamkeit verabschiedet. Unter dem Titel „Du+Wir=Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“ bündelt der Aktionsplan Maßnahmen gegen Einsamkeit aller Ministerien der Landesregierung. Ministerpräsident Wüst hat den Aktionsplan gemeinsam mit Prof. Dr. Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin an der Ruhr-Universität Bochum, vorgestellt. Mehr erfahren

  • 1:35
  • Video: Land NRW

03.04.2024

Rikscha fahren, wertvolle Gespräche führen, neue Beziehungen entstehen lassen: Das alles bietet das Projekt „Flaniermobil – Radeln ohne Alter“ der Caritas Aachen. Ehrenamtliche Piloten fahren Seniorinnen und Senioren sowie andere Menschen, die nicht mehr selbst in die Pedale treten können, an ihr Ziel. Gemeinsam sammeln Passagiere und Piloten im Flaniermobil schöne Stunden – da bleibt keine Zeit für Einsamkeit.

  • 1:15
  • Video: Land NRW

27.02.2024

Um ältere Menschen in Kontakt und in einen Austausch zu bringen und gleichzeitig bereits die Jüngsten in unserer Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, engagiert sich das Malteser-Projekt „Alter Falter“ in Münster gegen Einsamkeit. Ein gelungenes Beispiel für Unterstützung, Aufklärung und Kontaktaufnahme und nur eine von vielen Initiativen gegen Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst

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„Einsam kann sich jeder fühlen, unabhängig von Alter und Einkommen, vom Geschlecht oder sogar davon, wie viele Menschen man um sich herum hat.

Die wenigsten reden darüber, einsam zu sein und darunter zu leiden. Es scheint, als haftet dem Thema ein Stigma an. Mit gravierenden Folgen.

– Ministerpräsident Hendrik Wüst

Definition von Einsamkeit

Eine der renommiertesten Einsamkeitsforscherinnen, Frau Prof. Dr. Luhmann definiert Einsamkeit wie folgt: „Einsamkeit wird definiert als eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen.“

Man kann zum Beispiel allein sein, aber nicht einsam, aber auch unter Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen. Es kommt immer auf die Qualität der Verbindungen an.

Risikofaktoren

Erst in jüngster Zeit werden in der Einsamkeitsforschung neben individuellen Faktoren, die Einsamkeit auslösen können, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut, Migrationshintergrund, Partnerlosigkeit, einfache Bildung und gesundheitliche Einschränkungen, auch räumliche Faktoren (zum Beispiel Mangel an Grünflächen, Freizeitangeboten) in den Blick genommen. Einsamkeit ist ein Phänomen, das alle Menschen betreffen kann. Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.

Als Beschleuniger der Entwicklung kann die Covid-19 Pandemie gesehen werden. Während des ersten Lockdowns kam es beispielsweise zu einem sprunghaften Anstieg der einsamen Menschen in Deutschland. Während dieses Zeitraums waren 40, 1 Prozent der Menschen in Deutschland manchmal einsam.

Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.

Von Einsamkeit besonders betroffene Gruppen

Die Landesregierung wird alle von Einsamkeit Betroffenen ansprechen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Schicht. Denn Einsamkeit ist keine reine Frage des Alters. Sie tritt in allen Altersgruppen auf. Vulnerable bzw. gefährdetste Gruppen sind unter anderem Jugendliche bzw. junge Erwachsene, ältere Menschen (älter als 75 Jahre), Alleinerziehende, Menschen in Umbruchsituationen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Folgen von chronischer Einsamkeit

Im Abschlussbericht der Enquetekommission (PDF, 5 MB) heißt es, Einsamkeit könne genauso schädlich sein wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag, wie Alkoholmissbrauch oder Übergewicht. Das bedeutet, dass chronische Einsamkeit eine messbare Auswirkung auf die seelische und körperliche Gesundheit haben kann. Und Einsamkeit hat auch eine politische Dimension: Wer einsam ist, steht der Gesellschaft und auch unserer Demokratie distanzierter gegenüber. Deshalb ist es unserer aller Aufgabe, Einsamkeit zu begegnen.

Die Stabstelle I P 3 „Einsamkeit“ wurde im Oktober 2022 im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten geschaffen, um dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe – der Eindämmung von Einsamkeit – Rechnung zu tragen. Dem Kampf gegen Einsamkeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung damit erstmals Priorität auf der politischen Agenda eingeräumt. Damit ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter.

Fünf-Säulen-Modell

Mit einem Fünf-Säulen-Modell und unter Einbindung von Wissenschaft und anderen Akteuren begegnen wir Einsamkeit in unserem Land.

Fünf-Säulen-Modell gegen Einsamkeit

1. Säule: Phänomen Einsamkeit weiter erschließen

Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen, die unter Einsamkeit leiden, hat während der Pandemie zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass von diesem Anstieg Jugendliche und junge Erwachsene besonders betroffen sind. Neben der Gruppe der älteren Menschen sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders häufig von erhöhtem Einsamkeitsempfinden betroffen. Über das Einsamkeitsempfinden, Risikofaktoren und Schutzmechanismen bei Jugendlichen und jungen Erwachsene ist hingegen noch wenig bekannt. In vielen Ländern, in denen Strategien gegen Einsamkeit entwickelt werden, stehen vor allem ältere Menschen als Zielgruppe im Fokus. Maßnahmen zur Einsamkeitsprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es bisher sehr wenig.

Deshalb braucht es insbesondere mehr wissenschaftliche Daten zum Anstieg von Einsamkeit bei der jungen Generation und ihren Ursachen. Die Landesregierung wird unter anderem eine Studie in Auftrag geben, die den Anstieg von Einsamkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht, um gezielt früh wirksame Strategien zur Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu entwickeln. Neben der neuen Fokussierung auf die junge Generation wird die Landesregierung die Zielgruppe der älteren Menschen und weiterer vulnerabler Gruppen parallel im Blick behalten. Im Fokus steht dabei die Einsamkeitsprävention. Die Landesregierung wird sich kontinuierlich weiter mit Expertinnen und Experten austauschen und auf dessen Grundlage zielgenaue Maßnahmen (weiter- )entwickeln.

2. Säule: Enttabuisieren und Sensibilisieren

Als zweite Säule soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiter sensibilisiert und enttabuisiert werden. Die Botschaft ist: Jede und Jeder kann etwas gegen Einsamkeit tun – schon mit kleinen Gesten. Die Landesregierung hat Ende 2022 die Stabstelle Einsamkeit in der Staatskanzlei eingesetzt. Die Stabstelle arbeitet ressortübergreifend und übernimmt zentrale Koordinationsaufgaben. Sie sorgt für weitere Vernetzung innerhalb der Landesregierung und außerhalb mit Initiativen, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen, die sich der Eindämmung von Einsamkeit verschrieben haben. Im Dezember 2022 hatte sich der Ministerpräsident zum Auftakt der Arbeit der Stabstelle mit Expertinnen und Experten und Landtagsabgeordneten, die Teil der Enquete-Kommission waren, über das Thema und seine Herausforderungen ausgetauscht. Diesen Dialog mit Expertinnen und Experten wird der Ministerpräsident kontinuierlich fortsetzen.

Zum Sensibilisieren gehört auch der Besuch von Initiativen, um die öffentliche Wahrnehmung zum Thema Einsamkeit zu stärken und bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote bekannter zu machen (Beispiel: Hospitanz des Ministerpräsidenten bei der Einsamkeitshotline für Ältere Menschen „Silbernetz“ am 2. Juni 2023 in dem zentrum-plus der AWO Düsseldorf).

3. Säule: Bündelung und Vernetzung

Die Landesregierung wird bestehende Projekte und Initiativen zur Einsamkeitsbekämpfung und Einsamkeitsprävention in Nordrhein-Westfalen auf einer Online-Plattform zusammenführen – für eine bessere Vernetzung und für bessere Zugänge für Betroffene, Beteiligte und Interessierte. Dabei sucht die Landesregierung den engen Dialog mit dem Bund, den anderen Ländern, Kommunen und der europäischen Ebene. Auch der Erfahrungsaustausch mit Japan, den Niederlanden, und Großbritannien steht im Vordergrund, die mit eigenen Ministerien bzw. Kampagnen Vorreiter bei der Eindämmung von Einsamkeit sind. So hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Juni 2023 während seiner Reise nach Japan gezielt Gespräche zum Thema Einsamkeit geführt und Initiativen, die Einsamkeit bekämpfen, besucht.

4. Säule: Ministeriumsübergreifende Aktivitäten

Die Landesregierung wird zudem die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Initiativen stärken, eigene niedrigschwellige Maßnahmen weiterentwickeln und Neue anstoßen. Durch die Bündelung von bereits bestehenden Maßnahmen unter Einbindung aller Resorts will die Landesregierung erreichen, dass das Thema Einsamkeitsprävention stärker in den in Frage kommenden Förderprogrammen des Landes verankert und damit eine Weiterentwicklung der Hilfsinfrastruktur möglich wird. Der erste Aktionsplan ist da ein wichtiger Meilenstein und das Herzstück. Der Aktionsplan wird kontinuierlich weiterentwickelt.

5. Säule: Stärkung von Sport und Ehrenamt

Ehrenamtlich engagierte Menschen leisten in Nordrhein-Westfalen bereits einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Einsamkeit. Sie will die Landesregierung weiter stärken und fördern. Sport und Ehrenamt sind dabei wichtige Pfeiler, um ein starkes Bündnis gegen Einsamkeit zu schmieden.

Studie „Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie“

Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie

24.11.2023

Prof. Dr. Maike Luhmann et al. (2023)

Einsamkeit wurde lange Zeit vor allem als ein Problem des hohen Alters betrachtet. Doch mit der CO- VID-19-Pandemie wurde vielen bewusst, dass Einsamkeit Menschen jeden Alters treffen kann. Besonders stark scheinen die Auswirkungen der Pandemie für Jugendliche und junge Erwachsene zu sein. Mit dieser von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens (NRW) beauftragten Studie sollen einige Lücken im empirischen Forschungsstand zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschlossen werden, mit einem besonderen Fokus auf NRW.

  • 0:44
  • Video: Land NRW

24.11.2023

Ruhr-Universität Bochum

  • 2:00
  • Video: Land NRW

24.11.2023

Psychologin und Podcasterin


Impulspapier: „Jung und einsam – Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) / Leonie Schwichtenberg, Karenina Schröder, Michael Seberich

Aktuelle Studien zeigen, dass junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren eine der am stärksten von Einsamkeit betroffenen Gruppen weltweit sind. In dem Kooperationsprojekt von Liz Mohn Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Landesregierung wurde untersucht, wie andere Länder Jugendeinsamkeit bekämpfen. Die Publikation liefert zehn Handlungsempfehlungen für die Politik in Deutschland, die auf dem von Ministerpräsident Hendrik Wüst initiierten Einsamkeitskongress am 6. Juni 2024 in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurden. Weitere Informationen

Download (PDF, Deutsch, 3 MB)

Download (PDF, Englisch, 3 MB)

„Menschen fehlt Gesellschaft
und der Gesellschaft fehlen Menschen.“

– Ministerpräsident Hendrik Wüst

Direkte Hilfs-Angebote

Hier finden Sie eine erste Übersicht über Hilfs-Angebote für Menschen, die sich einsam fühlen (wird fortgeführt):

Kommunale Aktivitäten gegen Einsamkeit

Stadt BielefeldStädtische Internetseite „Koordinierungsstelle Begegnung und Zusammenhalt“
Stadt BocholtStädtische Internetseite „Gemeinsam gegen Einsamkeit“
Stadt DortmundStädtische Internetseite „Koordinierungsstelle Einsamkeit“
Stadt DüsseldorfStädtische Internetseite „Einsamkeit“
Stadt IserlohnStädtische Internetseite "Netzwerk gegen Einsamkeit in Iserlohn"
Rhein-Kreis-NeussKommunale Internetseite „Einsamkeit“
Stadt SchwerteFachtag „Einsamkeit im Alter“: Schwerte setzt Zeichen für Gemeinschaft
Stadt WillichStädtische Internetseite „Willich gemeinsam - Aktionsjahr gegen Einsamkeit“

Aktuelle Förderprogramme

Aktuell noch laufende Förderprogramme:

Weitere vom Land geförderte Strukturen

NRW-Standorte von bundesgeförderten Programmen

Schaffung von mehr Verbindungen

Kirchen

Kontaktdaten „Stabsstelle Einsamkeit“

Um dem wachsenden Phänomen der Einsamkeit besser begegnen zu können, hat die Landesregierung als erstes und einziges Bundesland die „Einsamkeit“ im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten eingerichtet. Damit setzen wir eine der zentralen Handlungsempfehlungen der Enquetekommission um.

Sina Breitenbruch-Tiedtke
Referatsleiterin
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 837-1302
E-Mail: sina.breitenbruch-tiedtke@stk.nrw.de 

Marc Zabel
Referent
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 837-1675
E-Mail: Marc.Zabel@stk.nrw.de