Einsamkeit
Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden unter Einsamkeit, einem Phänomen, das alle Generationen und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen betrifft. Die Folgen von Einsamkeit sind vielfältig, von Depressionen bis hin zu Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Schäden. Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema, zu wissenschaftlichen Definitionen und zum Fünf-Säulen-Modell, mit dem sich die Landesregierung der Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen entgegenstellt.
Initiativen und Angebote gegen Einsamkeit
Hier finden Sie eine Übersicht zu verschiedenen Angeboten und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Damit haben Sie eine Anlaufstelle auch in Ihrer Nähe.
| Angebot | Institution | Ort | PLZ | Straße und Hausnummer | Telefon-Nr. | Webseite | Zielgruppe | Kategorie | Beschreibung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Boule für Seniorinnen und Senioren | Integrationsagentur DRK Baesweiler | Baesweiler | 52499 | Emil-Mayrisch-Straße 20 | 02401 6037238 | - | - |
Wöchentliches Boule Angebot für über 20 Teilnehmende (60+ Jahren) mit und ohne Migrationshintergrund + Fluchterfahrung. |
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| MigrART | Jugendkunstschule Herne e.V. | Herne | 44653 | Dorstener Straße 476 | 02325 977141 oder 0176 41787759 | Webseite | - | - |
Jeden Dienstag von 15.00 – 16.30 Uhr haben Kinder und Jugendliche im Alter von 6‐16 Jahren die Möglichkeit bei uns kostenlos kreativ zu werden. Zwei Kunstschaffende stehen den Teilnehmenden mit Rat und Tat zur Seite. Ob Töpfern, Malen, Zeichnen, Graffiti, Basteln und Bauen oder auch Musik machen, hier ist alles möglich. |
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| Klön-Café für Alleinstehende | Seniorenbüro Stadt Warendorf | Warendorf | 48231 | Münsterstraße 27 | 02581 541506 | Webseite | - | - |
An jedem letzten Sonntag im Monat lädt das Seniorenbüro der Stadt Warendorf zusammen mit dem Kneipp-Verein und der Initiative der Erzählbänke zum Klön-Café ein. Es ist eine gute Gelegenheit um Unterhaltung, Begegnung und Gemeinschaft zu erfahren - besonders für alleinstehende Warendorferinnen und Warendorfer. |
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| HOT- Juengerbistro | HOT- Juengerbistro | Herne | 44649 | Hauptstraße 245b | 02325 372796 | Webseite | - | - |
Das HOT‐Juengerbistro (Träger: Evangelisches Jugendreferat Herne / Castrop Rauxel) ist ein sozialräumlich orientiertes Jugendzentrum in der Fußgängerzone von Wanne‐Eickel. Durch die Öffnungszeit an 5 Tagen in der Woche und die zentrale Lage im Quartier nutzen viele Jugendliche die Einrichtung als Basis für Interaktionen im Quartier am Buschmannshof und kehren immer wieder zum HOT zurück. Die Besucher*innenstruktur ist Abbild des Stadtbezirks mit entsprechender Vielzahl an Kulturen, Biografien, Herkunftsgeschichten und sozialen Gruppen. |
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| Anlaufstelle für Alleinerziehende in NRW | Verband allein erziehender Mütter und Väter NRW e.V. | Essen | 45128 | Rellinghauser Str. 18 | Webseite | - | - |
Wir sind erste Anlaufstelle in NRW bei Fragen rund um Trennung und das Leben alleine mit Kind. Wir lotsen Alleinerziehende und Eltern in Trennung zu passenden Angeboten und Beratungsstellen vor Ort. Auf unserem Instagramkanal @vamvnrw und bei unseren Veranstaltungen bieten wir Informationen, Tipps und den Austausch innerhalb der Community. Wir sind ein Mitgliederverband: Alleinerziehende haben die Möglichkeit, aktiv zu werden (z. B. bei der Pressearbeit, bei Studien oder bei Aktionen). |
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| AWO Jülich Begegnungszentrum | AWO Stadt Jülich e.V. | Jülich | 52428 | Marie-Juchacz-Weg 2 | 02461 3174246 | Webseite | - | - |
Wir bieten zahlreiche Aktionen und Begegnungsmöglichkeiten für Senioren, Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen mit Migrationshintergrund an. Seniorencafe, Repair Cafe, Erzählbank, Frauenfrühstück, usw. ... |
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| INTEGRA | Jugendkunstschule Herne e.V. in Kooperation mit Gesellschaft freie Sozialarbeit e.V. | Herne | 44625 | Overwegstr. 32 | 02325 977141 oder 0176 41787759 | Webseite | - | - |
Das Integra Projekt ist eine Kooperation zwischen der GFS Herne e.V., der Jugendkunstschule Herne e.V. und Fachbereich Kinder‐ Jugend und Familie der Stadt Herne. In diesem Projekt können Menschen mit Fluchtgeschichte im Alter von 18 – 25 Jahre, mit Ausnahme 16‐27 Jahre teilnehmen. Die Teilnahme ist immer freiwillig und kostenlos. In der Jugendkunstschule Herne e.V. können die Teilnehmenden an drei Tagen in der Woche an unterschiedlichen künstlerischen Workshops unter professioneller künstlerischer Leitung teilnehmen. |
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| INTEGRA | Jugendkunstschule Herne e.V. in Kooperation mit Gesellschaft freie Sozialarbeit e.V. | Herne | 44653 | Dorstener Str. 476 | 02325 977141 oder 0176 41787759 | Webseite | - | - |
Das Integra Projekt ist eine Kooperation zwischen der GFS Herne e.V., der Jugendkunstschule Herne e.V. und Fachbereich Kinder‐ Jugend und Familie der Stadt Herne. In diesem Projekt können Menschen mit Fluchtgeschichte im Alter von 18 – 25 Jahre, mit Ausnahme 16‐27 Jahre teilnehmen. Die Teilnahme ist immer freiwillig und kostenlos. In der Jugendkunstschule Herne e.V. können die Teilnehmenden an drei Tagen in der Woche an unterschiedlichen künstlerischen Workshops unter professioneller künstlerischer Leitung teilnehmen. |
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| KlönCafé für Senioren | Stadt Herne, Senioren- und Pflegeberatungsstelle Wanne | Herne | 44649 | Hauptstraße 241 | 02323/16-2704 | Webseite | - | - |
Beim KlönCafé haben Senioren an jedem 3. Dienstag im Monat in der Zeit von 13:30 bis 15:30 Uhr die Möglichkeit, einen entspannten Nachmittag mit netten Gesprächen und kleinen Leckereien zu verbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstaltungsort ist die Senioren- und Pflegeberatungsstelle in Herne- Wanne, Hauptstr. 241, 44649 Herne |
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| Harmonie der Generationen – Junge Klänge für ältere Herzen | VEST ohne Grenzen e.V. | Marl | 45770 | Flösswiese 13 | 0172 8012064 | Webseite | - | - |
Die Musikpädagogin Dr. Jana Emmrich initiiert ein musikpädagogisch-künstlerisches Projekt, bei dem junge Musikerinnen und Musiker in Seniorenheime und Hospize eingeladen werden, um dort mit kleinen Konzerten und musikalischen Begegnungen den Alltag älterer Menschen zu bereichern. Ziel des Projekts ist es, durch Musik Brücken zwischen den Generationen zu schlagen, Einsamkeit zu lindern und emotionale Momente des Miteinanders zu schaffen. Vest ohne Grenzen auf Facebook und Instagram (falls die Website nicht funktioniert). |
Gesamtanzahl der Einträge: 896
Seitennummerierung
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10.12.2024
Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit
Am Dienstag, 10. Dezember 2024, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung den ersten Aktionsplan gegen Einsamkeit verabschiedet. Unter dem Titel „Du+Wir=Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“ bündelt der Aktionsplan Maßnahmen gegen Einsamkeit aller Ministerien der Landesregierung. Ministerpräsident Wüst hat den Aktionsplan gemeinsam mit Prof. Dr. Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin an der Ruhr-Universität Bochum, vorgestellt. Mehr erfahren
03.04.2024
Rikscha fahren, wertvolle Gespräche führen, neue Beziehungen entstehen lassen: Das alles bietet das Projekt „Flaniermobil – Radeln ohne Alter“ der Caritas Aachen. Ehrenamtliche Piloten fahren Seniorinnen und Senioren sowie andere Menschen, die nicht mehr selbst in die Pedale treten können, an ihr Ziel. Gemeinsam sammeln Passagiere und Piloten im Flaniermobil schöne Stunden – da bleibt keine Zeit für Einsamkeit.
27.02.2024
Um ältere Menschen in Kontakt und in einen Austausch zu bringen und gleichzeitig bereits die Jüngsten in unserer Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, engagiert sich das Malteser-Projekt „Alter Falter“ in Münster gegen Einsamkeit. Ein gelungenes Beispiel für Unterstützung, Aufklärung und Kontaktaufnahme und nur eine von vielen Initiativen gegen Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen.
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„Einsam kann sich jeder fühlen, unabhängig von Alter und Einkommen, vom Geschlecht oder sogar davon, wie viele Menschen man um sich herum hat.
Die wenigsten reden darüber, einsam zu sein und darunter zu leiden. Es scheint, als haftet dem Thema ein Stigma an. Mit gravierenden Folgen.“
– Ministerpräsident Hendrik Wüst
Definition von Einsamkeit
Eine der renommiertesten Einsamkeitsforscherinnen, Frau Prof. Dr. Luhmann definiert Einsamkeit wie folgt: „Einsamkeit wird definiert als eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen.“
Man kann zum Beispiel allein sein, aber nicht einsam, aber auch unter Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen. Es kommt immer auf die Qualität der Verbindungen an.
Risikofaktoren
Erst in jüngster Zeit werden in der Einsamkeitsforschung neben individuellen Faktoren, die Einsamkeit auslösen können, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut, Migrationshintergrund, Partnerlosigkeit, einfache Bildung und gesundheitliche Einschränkungen, auch räumliche Faktoren (zum Beispiel Mangel an Grünflächen, Freizeitangeboten) in den Blick genommen. Einsamkeit ist ein Phänomen, das alle Menschen betreffen kann. Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.
Als Beschleuniger der Entwicklung kann die Covid-19 Pandemie gesehen werden. Während des ersten Lockdowns kam es beispielsweise zu einem sprunghaften Anstieg der einsamen Menschen in Deutschland. Während dieses Zeitraums waren 40, 1 Prozent der Menschen in Deutschland manchmal einsam.
Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.
Von Einsamkeit besonders betroffene Gruppen
Die Landesregierung wird alle von Einsamkeit Betroffenen ansprechen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Schicht. Denn Einsamkeit ist keine reine Frage des Alters. Sie tritt in allen Altersgruppen auf. Vulnerable bzw. gefährdetste Gruppen sind unter anderem Jugendliche bzw. junge Erwachsene, ältere Menschen (älter als 75 Jahre), Alleinerziehende, Menschen in Umbruchsituationen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Folgen von chronischer Einsamkeit
Im Abschlussbericht der Enquetekommission (PDF, 5 MB) heißt es, Einsamkeit könne genauso schädlich sein wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag, wie Alkoholmissbrauch oder Übergewicht. Das bedeutet, dass chronische Einsamkeit eine messbare Auswirkung auf die seelische und körperliche Gesundheit haben kann. Und Einsamkeit hat auch eine politische Dimension: Wer einsam ist, steht der Gesellschaft und auch unserer Demokratie distanzierter gegenüber. Deshalb ist es unserer aller Aufgabe, Einsamkeit zu begegnen.
Die Stabstelle I P 3 „Einsamkeit“ wurde im Oktober 2022 im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten geschaffen, um dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe – der Eindämmung von Einsamkeit – Rechnung zu tragen. Dem Kampf gegen Einsamkeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung damit erstmals Priorität auf der politischen Agenda eingeräumt. Damit ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter.
Fünf-Säulen-Modell
Mit einem Fünf-Säulen-Modell und unter Einbindung von Wissenschaft und anderen Akteuren begegnen wir Einsamkeit in unserem Land.
1. Säule: Phänomen Einsamkeit weiter erschließen
Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen, die unter Einsamkeit leiden, hat während der Pandemie zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass von diesem Anstieg Jugendliche und junge Erwachsene besonders betroffen sind. Neben der Gruppe der älteren Menschen sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders häufig von erhöhtem Einsamkeitsempfinden betroffen. Über das Einsamkeitsempfinden, Risikofaktoren und Schutzmechanismen bei Jugendlichen und jungen Erwachsene ist hingegen noch wenig bekannt. In vielen Ländern, in denen Strategien gegen Einsamkeit entwickelt werden, stehen vor allem ältere Menschen als Zielgruppe im Fokus. Maßnahmen zur Einsamkeitsprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es bisher sehr wenig.
Deshalb braucht es insbesondere mehr wissenschaftliche Daten zum Anstieg von Einsamkeit bei der jungen Generation und ihren Ursachen. Die Landesregierung wird unter anderem eine Studie in Auftrag geben, die den Anstieg von Einsamkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht, um gezielt früh wirksame Strategien zur Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu entwickeln. Neben der neuen Fokussierung auf die junge Generation wird die Landesregierung die Zielgruppe der älteren Menschen und weiterer vulnerabler Gruppen parallel im Blick behalten. Im Fokus steht dabei die Einsamkeitsprävention. Die Landesregierung wird sich kontinuierlich weiter mit Expertinnen und Experten austauschen und auf dessen Grundlage zielgenaue Maßnahmen (weiter- )entwickeln.
2. Säule: Enttabuisieren und Sensibilisieren
Als zweite Säule soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiter sensibilisiert und enttabuisiert werden. Die Botschaft ist: Jede und Jeder kann etwas gegen Einsamkeit tun – schon mit kleinen Gesten. Die Landesregierung hat Ende 2022 die Stabstelle Einsamkeit in der Staatskanzlei eingesetzt. Die Stabstelle arbeitet ressortübergreifend und übernimmt zentrale Koordinationsaufgaben. Sie sorgt für weitere Vernetzung innerhalb der Landesregierung und außerhalb mit Initiativen, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen, die sich der Eindämmung von Einsamkeit verschrieben haben. Im Dezember 2022 hatte sich der Ministerpräsident zum Auftakt der Arbeit der Stabstelle mit Expertinnen und Experten und Landtagsabgeordneten, die Teil der Enquete-Kommission waren, über das Thema und seine Herausforderungen ausgetauscht. Diesen Dialog mit Expertinnen und Experten wird der Ministerpräsident kontinuierlich fortsetzen.
Zum Sensibilisieren gehört auch der Besuch von Initiativen, um die öffentliche Wahrnehmung zum Thema Einsamkeit zu stärken und bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote bekannter zu machen (Beispiel: Hospitanz des Ministerpräsidenten bei der Einsamkeitshotline für Ältere Menschen „Silbernetz“ am 2. Juni 2023 in dem zentrum-plus der AWO Düsseldorf).
3. Säule: Bündelung und Vernetzung
Die Landesregierung wird bestehende Projekte und Initiativen zur Einsamkeitsbekämpfung und Einsamkeitsprävention in Nordrhein-Westfalen auf einer Online-Plattform zusammenführen – für eine bessere Vernetzung und für bessere Zugänge für Betroffene, Beteiligte und Interessierte. Dabei sucht die Landesregierung den engen Dialog mit dem Bund, den anderen Ländern, Kommunen und der europäischen Ebene. Auch der Erfahrungsaustausch mit Japan, den Niederlanden, und Großbritannien steht im Vordergrund, die mit eigenen Ministerien bzw. Kampagnen Vorreiter bei der Eindämmung von Einsamkeit sind. So hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Juni 2023 während seiner Reise nach Japan gezielt Gespräche zum Thema Einsamkeit geführt und Initiativen, die Einsamkeit bekämpfen, besucht.
4. Säule: Ministeriumsübergreifende Aktivitäten
Die Landesregierung wird zudem die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Initiativen stärken, eigene niedrigschwellige Maßnahmen weiterentwickeln und Neue anstoßen. Durch die Bündelung von bereits bestehenden Maßnahmen unter Einbindung aller Resorts will die Landesregierung erreichen, dass das Thema Einsamkeitsprävention stärker in den in Frage kommenden Förderprogrammen des Landes verankert und damit eine Weiterentwicklung der Hilfsinfrastruktur möglich wird. Der erste Aktionsplan ist da ein wichtiger Meilenstein und das Herzstück. Der Aktionsplan wird kontinuierlich weiterentwickelt.
5. Säule: Stärkung von Sport und Ehrenamt
Ehrenamtlich engagierte Menschen leisten in Nordrhein-Westfalen bereits einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Einsamkeit. Sie will die Landesregierung weiter stärken und fördern. Sport und Ehrenamt sind dabei wichtige Pfeiler, um ein starkes Bündnis gegen Einsamkeit zu schmieden.
Studie „Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie“
24.11.2023
Prof. Dr. Maike Luhmann et al. (2023)
Einsamkeit wurde lange Zeit vor allem als ein Problem des hohen Alters betrachtet. Doch mit der CO- VID-19-Pandemie wurde vielen bewusst, dass Einsamkeit Menschen jeden Alters treffen kann. Besonders stark scheinen die Auswirkungen der Pandemie für Jugendliche und junge Erwachsene zu sein. Mit dieser von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens (NRW) beauftragten Studie sollen einige Lücken im empirischen Forschungsstand zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschlossen werden, mit einem besonderen Fokus auf NRW.
Impulspapier: „Jung und einsam – Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) / Leonie Schwichtenberg, Karenina Schröder, Michael Seberich
Aktuelle Studien zeigen, dass junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren eine der am stärksten von Einsamkeit betroffenen Gruppen weltweit sind. In dem Kooperationsprojekt von Liz Mohn Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Landesregierung wurde untersucht, wie andere Länder Jugendeinsamkeit bekämpfen. Die Publikation liefert zehn Handlungsempfehlungen für die Politik in Deutschland, die auf dem von Ministerpräsident Hendrik Wüst initiierten Einsamkeitskongress am 6. Juni 2024 in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurden. Weitere Informationen
„Menschen fehlt Gesellschaft
und der Gesellschaft fehlen Menschen.“
– Ministerpräsident Hendrik Wüst
Direkte Hilfs-Angebote
Hier finden Sie eine erste Übersicht über Hilfs-Angebote für Menschen, die sich einsam fühlen (wird fortgeführt):
Kommunale Aktivitäten gegen Einsamkeit
Aktuelle Förderprogramme
Aktuell noch laufende Förderprogramme:
- Miteinander und nicht allein (abgeschlossen)
- Miteinander – Digital
- Einsamkeit erkennen und handeln – Tipps für Unterstützerinnen und Unterstützer im Alltag
- Engagiert in NRW: Engagement-Portal der Landesregierung
Weitere vom Land geförderte Strukturen
- Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen e.V.
- Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros NRW
- Forum Seniorenarbeit NRW
- Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz
- Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe NRW
- Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW
NRW-Standorte von bundesgeförderten Programmen
- Die NRW-Standorte des bundesgeförderten Programms „Miteinander – Füreinander
- NRW-Standorte der Mehrgenerationenhäuser (Bundesprogramm)
- Ehrenamt
- Abschlussbericht der Enquetekommission des Landtags (PDF, 5 MB)
Schaffung von mehr Verbindungen
Kirchen
Kontaktdaten „Stabsstelle Einsamkeit“
Um dem wachsenden Phänomen der Einsamkeit besser begegnen zu können, hat die Landesregierung als erstes und einziges Bundesland die „Einsamkeit“ im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten eingerichtet. Damit setzen wir eine der zentralen Handlungsempfehlungen der Enquetekommission um.
Sina Breitenbruch-Tiedtke
Referatsleiterin
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 837-1302
E-Mail: sina.breitenbruch-tiedtke@stk.nrw.de
Marc Zabel
Referent
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 837-1675
E-Mail: Marc.Zabel@stk.nrw.de