Sechster Landesintegrationskongress in Solingen eröffnet / „Wir brauchen die interkulturelle Öffnung von Verwaltungen jetzt und wir brauchen sie überall!“

18. November 2013

Sechster Landesintegrationskongress in Solingen eröffnet / „Wir brauchen die interkulturelle Öffnung von Verwaltungen jetzt und wir brauchen sie überall!“

Landesintegrationsminister Guntram Schneider hat in Solingen den sechsten Landesintegrationskongress unter dem Motto „Wir haben geöffnet! Vielfalt als Erfolgsfaktor“ eröffnet. Dabei betonte Schneider die große gesellschaftliche Bedeutung des Öffnungsprozesses der Behörden für die Demokratie und das Zusammenleben aller Bevölkerungsteile in einer Einwanderungsgesellschaft. „Die interkulturelle Öffnung der Verwaltungen ist keine staubtrockene bürokratische Angelegenheit. Es handelt sich dabei um einen lebendigen Prozess in einer lebendigen Demokratie“, sagte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider. „Wir brauchen mehr Behördenmitarbeiter, mehr Lehrer, mehr Polizisten mit Migrationshintergrund und eine interkulturelle Sensibilität bei allen staatlichen Beschäftigten“, so Schneider. „Wir brauchen die interkulturelle Öffnung von Verwaltungen jetzt und wir brauchen sie überall“, sagte der NRW-Integrationsminister.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Landesintegrationsminister Guntram Schneider hat in Solingen den sechsten Landesintegrationskongress unter dem Motto „Wir haben geöffnet! Vielfalt als Erfolgsfaktor“ eröffnet. Dabei betonte Schneider die große gesellschaftliche Bedeutung des Öffnungsprozesses der Behörden für die Demokratie und das Zusammenleben aller Bevölkerungsteile in einer Einwanderungsgesellschaft.

„Die interkulturelle Öffnung der Verwaltungen ist keine staubtrockene bürokratische Angelegenheit. Es handelt sich dabei um einen lebendigen Prozess in einer lebendigen Demokratie“, sagte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider. „Wir brauchen mehr Behördenmitarbeiter, mehr Lehrer, mehr Polizisten mit Migrationshintergrund und eine interkulturelle Sensibilität bei allen staatlichen Beschäftigten“, so Schneider. „Wir brauchen die interkulturelle Öffnung von Verwaltungen jetzt und wir brauchen sie überall“, sagte der NRW-Integrationsminister.

In der Einwanderungsgesellschaft gehe es nicht nur darum, dass sich Zugewanderte integrierten. Staatliche Einrichtungen müssten aktiv werden, um sich an die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse anzupassen. „Wenn wir eine leistungsstarke und gerechte Gesellschaft bleiben wollen, müssen alle gesellschaftlichen Gruppierungen die Chance zur Mitgestaltung und zur Nutzung ihrer Potentiale erhalten“, so Schneider. „Es geht darum, dass alle Bevölkerungsteile sich von den staatlichen Institutionen angesprochen und vertreten fühlen.“

Menschen mit Migrationshintergrund machten in NRW fast ein Viertel der Bevölkerung aus; in manchen Stadtteilen NRWs sogar über 50, 60 oder gar 70 Prozent, wie z.B. in Köln-Mülheim, in Duisburg-Hochfeld oder in der Dortmunder Nordstadt. „Auch diese Menschen müssen sich in unseren Institutionen wieder finden. Eine Anerkennungskultur und gegenseitige Akzeptanz sind sehr wichtig für unsere Demokratie.“ Das Land gehe mit seinen zwölf Prozent Beschäftigten mit Migrationshintergrund mit gutem Beispiel voran. „Es müssen aber mehr werden“, betonte Guntram Schneider.

Um den Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund zu steigern und die interkulturelle Kompetenz der Beschäftigten zu verbessern, führt das Land seit Dezember 2010 verschiedene Maßnahmen durch. In einem Pilotprojekt wurden über eineinhalb Jahre Erfahrungen mit anonymisierten Bewerbungen gesammelt, externe Stellenausschreibungen der Landesregierung enthalten einen Zusatz, mit dem Menschen mit Migrationshintergrund ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert werden und Pflichtfortbildungen für den höheren Dienst umfassen einen Baustein zur interkulturellen Kompetenz. Minister Schneider: „Wir würden uns freuen, wenn diese Maßnahmen Nachahmer in den Kommunen finden würden.““

Wichtig seien auch Vorbilder in Medien, Politik und Wirtschaft. Schneider hierzu: „Wenn Personen, die selbst Wurzeln in anderen Ländern haben, erfolgreich in ihrem Beruf sind, dann verändern sie damit mehr als alle politischen Absichtserklärungen.“

Anlässlich der Eröffnung des Integrationskongresses unterzeichnete Minister Schneider für die Landesregierung die Partnervereinbarung „Vielfalt verbindet! Interkulturelle Öffnung als Erfolgsfaktor“ mit der Stadt Solingen. „Interkulturelle Öffnung braucht Netzwerke und Partnerschaften. Deshalb freuen wir uns, dass wir zum diesjährigen Landesintegrationskongress die Stadt Solingen als Partner gewinnen konnten,“ so Schneider.

Zum Landesintegrationskongress werden über 700 Gäste aus Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen und Migrantenorganisationen er-wartet. Mit dem Schwerpunktthema Interkulturelle Öffnung befassen sich zwei Talkrunden, sechs Fachforen und über 30 Stände verschiedener Institutionen. Der Kongress findet im Rahmen der Landesinitiative „Mehr Migrantinnen und Migranten in den Öffentlichen Dienst – Interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung“ statt. Mit der Initiative will die Landesregierung den Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst des Landes steigern, die interkulturelle Kompetenz der Landesbeschäftigten verbessern und einen landesweiten Anstoß zur interkulturellen Öffnung geben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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