NRW-Umweltminister Johannes Remmel fordert Bundesregierung auf, sich für einen besseren Lärmschutz an Straße und Schiene einzusetzen

24. Oktober 2014

NRW-Umweltminister Johannes Remmel fordert Bundesregierung auf, sich für einen besseren Lärmschutz an Straße und Schiene einzusetzen

In Nordrhein-Westfalen sind etwa 1,4 Millionen Menschen gesundheitsschädlichen Lärmpegeln durch den Verkehr ausgesetzt. Häufig gibt es sogar Mehrfachbelastungen durch mehrere Lärmquellen. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahren führt. „Die bestehenden Regelungen des Verkehrslärmschutzes weisen erhebliche Mängel auf. Viele Menschen, die an lauten Straßen und Schienen wohnen, werden um Schlaf und Gesundheit gebracht“, betonte Umweltminister Johannes Remmel zum Abschluss der Umweltministerkonferenz in Heidelberg.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen sind etwa 1,4 Millionen Menschen gesundheitsschädlichen Lärmpegeln durch den Verkehr ausgesetzt. Häufig gibt es sogar Mehrfachbelastungen durch mehrere Lärmquellen. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahren führt.

„Die bestehenden Regelungen des Verkehrslärmschutzes weisen erhebliche Mängel auf. Viele Menschen, die an lauten Straßen und Schienen wohnen, werden um Schlaf und Gesundheit gebracht“, betonte Umweltminister Johannes Remmel zum Abschluss der Umweltministerkonferenz in Heidelberg. „Diese Situation dürfen wir nicht länger hinnehmen. Es müssen ambitionierte Regelungen geschaffen werden, um einen ausreichenden Gesundheitsschutz sicherzustellen. Wir wollen, dass die Erkenntnisse aus der Lärmwirkungsforschung und die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation Berücksichtigung finden.“

„Beim Verkehrslärm ist ein deutlich verbesserter Lärmschutz dringend notwendig. Weniger Lärm bedeutet Gesundheitsschutz, mehr Lebensqualität, geringere Kosten und zeigt zahlreiche positive ökonomische, ökologische und soziale Effekte. Die Minderung von Verkehrslärm nutzt somit sowohl dem Einzelnen als auch der Gesellschaft“, ergänzte Remmel.

In einem Beschluss der Umweltministerkonferenz wird die Bundesregierung auf Initiative Nordrhein-Westfalens aufgefordert, den Verkehrslärm entschieden anzugehen. Gefordert wird ein Anspruch auf Lärmschutz nicht nur für neue Straßen und Schienenwege sondern auch für bestehende Strecken. „Die lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner brauchen einen rechtsgültigen Anspruch auf Lärmschutz“, erklärte Remmel. „Es macht zudem keinen Sinn, immer nur einzelne Verkehrsträger, also eine Straße oder einen Schienenweg einzeln zu betrachten. Wir brauchen hier eine Gesamtbetrachtung, die für einen umfassenden Schutz vor Lärm sorgt.“ Die Umweltministerkonferenz kritisiert, dass die derzeitigen Grenzwerte den Empfehlungen der WHO nicht ausreichend Rechnung tragen. Sie fordert deshalb eine deutliche Absenkung der Grenzwerte.

Weitere Informationen zum Thema „Verkehrslärm“ sind zu finden unter www.umgebungslaerm.nrw.de und unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Raphaela Hensch, Telefon 0211 4566-748.

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