Wirtschaftsforum in Paris
7. November 2018

Ministerpräsident Laschet: „Deutsch-französische Freundschaft muss wieder Motor für Europa werden“

Teilnahme an Wirtschaftsforum in Paris und Gespräche mit Außen- und Europaminister Le Drian sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Le Maire

Ministerpräsident Armin Laschet wird am Donnerstag (8. November) als Redner beim renommierten „French German Business Forum“ in Paris zur Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die Zukunft der Europäischen Union sprechen.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Armin Laschet wird am Donnerstag (8. November) als Redner beim renommierten „French German Business Forum“ in Paris zur Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die Zukunft der Europäischen Union sprechen.
 
„Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich muss wieder zum Motor der Europäischen Union werden“, sagte Laschet im Vorfeld der Reise nach Frankreich. In seiner Funktion als Kulturbevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland, die er ab Januar 2019 für vier Jahre ausüben wird, will er hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten.
 
In Paris wird der Ministerpräsident auch mit dem französischen Europa- und Außenminister Jean-Yves Le Drian sowie mit Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft und Finanzen, zusammentreffen. Mit ihnen wird er über die Vorschläge von Staatspräsident Macron zur engeren europäischen Integration und über den Brexit sprechen.
„Wir müssen endlich eine Antwort auf Macrons Vorschläge geben, die sich auf die gemeinsamen Chancen und nicht auf die Probleme konzentriert“, erläuterte Laschet das Ziel seiner Gespräche.
 
Beim „French German Business Forum“, das die Zeitungen „Handelsblatt“ und „Les Echos“ ausrichten, wird Ministerpräsident Laschet seine Vorstellung von der Rolle der deutsch-französischen Freundschaft in Europa vertiefen und in einen historischen Kontext setzen. Der Ministerpräsident: „Vor genau 100 Jahren endete mit dem ersten Weltkrieg eine der grausamsten Auseinandersetzungen der Geschichte. Dass die damaligen Feinde heute Freunde sind, ist auch ein Verdienst Europas. Doch das ‘Nie Wieder’ fällt uns nicht in den Schoß. Wir müssen gemeinsam für Europa arbeiten. Deshalb müssen Deutschland und Frankreich eine führende Rolle bei der Weiterentwicklung der Europäischen Union spielen. Wir dürfen die Chance gemeinsamer Gestaltung, die sich jetzt für Frankreich und Deutschland bietet, nicht verpassen. Die EU ist die beste Garantie für Frieden in Europa.”
 
In der darauffolgenden Woche wird Ministerpräsident Armin Laschet diesen Faden bei einer weiteren Reise nach Frankreich aufgreifen: Am Montag, 12. November, wird er in Paris auf Einladung von Staatspräsident Emmanuel Macron an einem Mittagessen im Elysée-Palast teilnehmen. Das Arbeitsessen findet anlässlich einer Konferenz zur Herausforderung der Demokratie durch die Digitalisierung statt. Dieses Thema wird der Ministerpräsident unter anderem mit dem früheren NATO-Generalsekretär und dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen diskutieren. Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft von Präsident Macron, der Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, und dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Andrus Ansip.

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Hintergrundinformationen

Frankreich ist Deutschlands engster und wichtigster Partner in Europa. Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Frankreich haben dabei eine besondere Qualität: In Nordrhein-Westfalen leben rund 20.000 Französinnen und Franzosen. Zahlreiche Einrichtungen, Institute und Programme tragen zu einem intensiven Dialog und kulturellen Austausch bei.
 
Mit 266 Partnerschaften nordrhein-westfälischer Städte und Gemeinden mit Frankreich, davon ca. ein Drittel mit der französischen Partnerregion Hauts de France, ist das Netz kommunaler und zivilgesellschaftlicher Verbindungen außerordentlich eng.
 
In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Französischen Botschaft – den Instituts Français – und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) werden in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Initiativen umgesetzt. Sie dienen zur Intensivierung der Sprachkenntnisse, der Förderung des Wissens über die Kultur des Partnerlandes, zur Verstärkung der Mobilität und der Vernetzung von Kompetenzen. In Nordrhein-Westfalen lernen mehr als 400.000 Schülerinnen und Schüler Französisch. Es gibt 12 AbiBac-Schulen, das sind Schulen, in denen gleichzeitig die deutsche und französische Hochschulreife erlangt werden kann. Rund 480 Schulen pflegen eine Schulpartnerschaft mit Schulen in Frankreich. Viele junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen studieren an französischen Hochschulen. Insgesamt 19 binationale Studiengänge in Nordrhein-Westfalen mit deutsch-französischem Doppeldiplom-Abschluss sind Teil der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH). Insgesamt gibt es zurzeit 481 Hochschulkooperationen von Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.
 
Frankreich war 2017 mit einem Handelsvolumen von 30 Milliarden Euro (Export: 15,7 Milliarden Euro / Import: 14,4 Milliarden Euro) hinter den Niederlanden und China der drittwichtigste Handelspartner Nordrhein-Westfalens.
Rund 1000 französische Unternehmen haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Die französische Agentur für Außenhandel in Deutschland FRANCE BUSINESS mit Zuständigkeit für ganz Mitteleuropa hat ihren Sitz in Düsseldorf.
 

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