Ministerpräsident Laschet trifft lettischen Regierungschef Kučinskis

6. Juli 2017

Ministerpräsident Armin Laschet spricht mit lettischem Regierungschef Māris Kučinskis über Chancen der Digitalisierung

Lettland will Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen verstärken

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat bei einem Treffen mit seinem lettischen Amtskollegen Māris Kučinskis über die Chancen und die Herausforderungen der Digitalisierung gesprochen.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat bei einem Treffen mit seinem lettischen Amtskollegen Māris Kučinskis über die Chancen und die Herausforderungen der Digitalisierung gesprochen. „Der Besuch von Ministerpräsident Māris Kučinskis spiegelt die Bedeutung und das Potenzial des Digitallandes Nordrhein-Westfalen wider. Deshalb freue ich mich, dass Lettland auf diesem Feld eine stärkere Zusammenarbeit mit uns anstrebt. Für Nordrhein-Westfalen liegen besondere Chancen in der Digitalisierung. Und das heutige Gespräch bietet ein hervorragendes Beispiel für die Stärken der EU: Unabhängig von ihrer jeweiligen Größe und Wirtschaftskraft können die Mitgliedsländer voneinander lernen.“
 
Der lettische Premier Kučinskis besucht mit einer 12-köpfigen Delegation vom 6. bis 8. Juli 2017 Nordrhein-Westfalen. Ziel des Besuches sind die Vertiefung der Beziehungen mit Nordrhein-Westfalen, vor allem in den Bereichen Digitale Technologien und Start-Up-Unternehmen.
 
Lettland mit seinen fast zwei Millionen Einwohnern ist bei der aktuellen Wirtschaftsentwicklung der Spitzenreiter im Baltikum. Für 2017 wird ein Wirtschaftswachstum von etwa drei Prozent erwartet.

Über 70 Prozent des lettischen Außenhandels werden mit Ländern der Europäischen Union abgewickelt. Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen fast 30 lettische Unternehmen angesiedelt.
 
Der Finanzsektor in Lettland ist stark. Die FinTech-Szene ist eine der am schnellsten wachsenden Branchen. Damit einher geht die zunehmende Digitalisierung im Land. Lettland liegt, was die Internetgeschwindigkeit angeht, unter den Top Ten der Welt und verfügt über das viertschnellste Netz in Europa.
 
Premier Māris Kučinskis wird am Freitag, 7. Juli 2017, an einem Mittagessen auf Einladung des Präsidenten der Deutsch-Baltischen Handelskammer, Herr Thomas Schöllkopf, teilnehmen. Dabei wird er auch mit Staatssekretär Christoph Dammermann aus dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie zusammentreffen.
 
Außerdem stehen ein Gespräch mit dem Präsidenten des Landtags, André Kuper, und die Besichtigung des Duisburger Hafens auf dem Programm.
 
Der lettische Ministerpräsident wird am Freitag zudem an den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem Kreis Gütersloh und dem lettischen Valmiera teilnehmen. Nach der Unabhängigkeit Lettlands konnte dank dieser Partnerschaft in den 90er Jahren ein Berufsbildungszentrum in Valmiera durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert werden. Weitere aktive Städtepartnerschaften existieren zwischen dem Kreis Herford und der Stadt Jelgava in Lettland sowie zwischen der lettischen Stadt Smiltene und der Stadt Willich. Der hohe lettische Besuch wird auch der Unterzeichnung eines neuen Städtepartnerschaftsvertrages zwischen Harsewinkel in Ostwestfalen-Lippe und Mazsalaca im Norden Lettlands beiwohnen.
 
Von den ca. 30.000 Letten in Deutschland lebt jeder vierte in Nordrhein-Westfalen. Nordrhein-Westfalen ist mit Lettland seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Ein Grund dürfte unter anderem das lettische Gymnasium in Münster sein, das als weltweit einzige anerkannte frühere lettische Schule in Westeuropa während des Kalten Krieges vor der Unabhängigkeit Lettlands zum Zentrum für Exil-Letten wurde.

 
Hintergrundinformationen NRW-Lettland
  • Lettland belegt Rang 62 (2016) der Außenhandelspartner NRW (zwischen Tunesien (61) und Estland (63))
  • Außenhandelsvolumen - 0,38 Milliarden Euro, Steigerung gegenüber Vorjahr: 1,8 Prozent
  • Exporte nach Lettland: 246,5 Millionen Euro (14,8 Prozent des Bundesanteils)
  • Importe Nordrhein-Westfalens aus Lettland: 152,1 Millionen Euro (21 Prozent des Bundesanteils)
  • Bedeutendste Exportgüter Nordrhein-Westfalens nach Lettland: Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, Chemische Erzeugnisse
  • Bedeutendste Importgüter Nordrhein-Westfalens aus Lettland: Holz und Holz- Kork- Korb- Flechtwaren ohne Möbel, Kraftwagen und Kraftwagenteile, Chemische Erzeugnisse, Nahrungsmittel und Futtermittel
  • Aktuell sind in NRW fast 30 lettische Unternehmen angesiedelt. Bundesweit 150.
  • In Lettland sind rund 1.200 Firmen mit deutschem Kapitalanteil, hauptsächlich in der Metallverarbeitung, in Dienstleistungen sowie im Handel aktiv.
  • Zu den bedeutenden NRW-Investoren in Lettland gehören E.ON Ruhrgas AG, Ergo International AG (Versicherungen), Gebr. Knauf Verwaltungsgesellschaft und Glasseiden Oschatz GmbH.

 

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