Rote Karte für Homo- und Transphobie

16. Mai 2016

Ministerin Steffens: Homo- und Transphobie die Rote Karte zeigen – für eine Kultur des Respekts gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT*)

Die Rote Karte zeigen gegen jede Form der Ausgrenzung und Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen – dafür wirbt Emanzipationsministerin Barbara Steffens. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT*) am 17. Mai 2016 beteiligt sich die Ministerin an der Aktion „#RoteKarte“ für eine Kultur des Respekts gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Die Rote Karte zeigen gegen jede Form der Ausgrenzung und Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen – dafür wirbt Emanzipationsministerin Barbara Steffens. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT*) am 17. Mai 2016 beteiligt sich die Ministerin an der Aktion „#RoteKarte“ für eine Kultur des Respekts gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Mitorganisiert wird die Aktion von der NRW-Akzeptanzkampagne „Anders und gleich – Nur Respekt wirkt“.

„Alle Menschen haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, unabhängig von ihrer sexuellen Identität. Leider ist das immer noch nicht überall in unserer Gesellschaft angekommen. Deshalb zeige ich Homo- und Transphobie die Rote Karte – nicht nur am 17. Mai“, erklärte Ministerin Steffens in Düsseldorf. „Die Landesregierung wird nicht nachlassen, sich für ein gesellschaftliches Klima einzusetzen, das von Respekt und Wertschätzung für Menschen geprägt ist, die gleichgeschlechtlich lieben und leben, oder die sich dem jeweils anderen Geschlecht zugehörig empfinden“, so die Ministerin weiter.

Gleichgeschlechtlich Liebende und Lebende werden auch heute noch diskriminiert und ausgegrenzt. Zwar sind die Vorbehalte gegen Homosexuelle seit 2012 insgesamt leicht zurückgegangen, aber bei Jüngeren unter 30 Jahren und bei Älteren über 60 Jahren zeigen sich uneinheitliche Tendenzen, so das Ergebnis der Studie „Homophobie in NRW“ aus dem Jahr 2015: Beispielsweise fanden es 13 Prozent der 16- bis 29 -Jährigen im Jahr 2011 "ekelhaft", wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen. Im Jahr 2014 stimmten sogar 21 Prozent dieser Aussage zu. Bei den Befragten ab 60 Jahre stieg der Anteil der Zustimmung zu dieser Aussage von 24 Prozent (2011) auf 35 Prozent (2014). Bei der Aussage „Homosexualität ist unmoralisch“ verdreifachte sich bei den Älteren die Zustimmung von 6 Prozent (2011) auf 18,5 Prozent (2014), während sie bei den Jüngeren von 20 Prozent (2011) auf 18 Prozent leicht zurückging.

Auch eine erste bundesweite Studie des deutschen Jugendinstituts zeigt: Über 80 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die an der Studie teilgenommen haben, und 96 Prozent der Trans*Teilnehmenden haben Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beziehungsweise Geschlechtsidentität erfahren. 74 Prozent der Befragten befürchten, dass Freundinnen und Freunde sie ablehnen, knapp 70 Prozent haben Sorge, dass die Familie sie nicht unterstützt.

Mit dem „NRW-Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie“ setzt sich Nordrhein-Westfalen seit vier Jahren für Vielfalt, Offenheit und Respekt ein. Mit über 100 Maßnahmen in allen gesellschaftlichen Bereichen wird der Aktionsplan umgesetzt. Fast alle Ministerien bringen sich dabei ein. Weitere wichtige Partner sind die Eigenvertretungen der LSBTI*-Selbsthilfe.

Zum ersten Mal in NRW organisiert die vom Emanzipationsministerium geförderte Akzeptanzkampagne „Anders und gleich – Nur Respekt Wirkt“ gemeinsam mit der vom Familien- und Jugendministerium geförderten Fachberatungsstelle „gerne anders!“ auf „Zeche Zollverein“ am 17. Mai 2016 eine landesweite Zentralveranstaltung zum IDAHOT*. An der Veranstaltung werden Ministerin Barbara Steffens und Familien- und Jugendministerin Christina Kampmann teilnehmen. Ziel der Organisatoren ist unter anderem, dass möglichst viele Menschen ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie setzen und unter www.rotekarte.nrw sowie in den sozialen Netzwerken die Aktion #RoteKarte unterstützen.

Hintergrund

Am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie werden weltweit Respekt und Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* Menschen eingefordert. Am 17. Mai vor 26 Jahren hat die Welt-gesundheitsorganisation (WHO) beschlossen, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Zufällig erinnert das Datum auch an den § 175, der bis 1969 einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte und erst 1994 gänzlich aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wurde.

Die Studie “Abwertung gleichgeschlechtlich liebender Menschen in Nordrhein-Westfalen – Aktualisierung der Sonderauswertung zur Homophobie“ (Homophobie in NRW) steht auf der Internetseite des Ministeriums zum Download bereit: https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/broschuerenservice/mgepa/abwertung-gleichgeschlechtlich-liebender-menschen-in-nrw/1988

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