Ministerin Steffens: Datenschutz im Gesundheitswesen stärken

25. September 2013

Ministerin Steffens: Datenschutz im Gesundheitswesen stärken

Gesundheitsministerin Barbara Steffens will den Datenschutz beim Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen stärken. „Wir werden bis Anfang kommenden Jahres eigene Datenschutzvorgaben für den Einsatz elektronischer Fall- und Patientenakten im Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen erstellen“, kündigte Ministerin Steffens anlässlich der Fachtagung IT-Trends Medizin/Health Telematics in Essen an. „Daten von Patientinnen und Patienten müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt sein. Für die Landesregierung steht fest: Gerade den Schutz medizinischer Daten nehmen wir sehr ernst“, so Steffens weiter. Die Erstellung der Vorgaben für höchstmöglichen Schutz beim Einsatz elektronischer Fall- und Patientenakten soll in Abstimmung mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit erfolgen.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Gesundheitsministerin Barbara Steffens will den Datenschutz beim Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen stärken. „Wir werden bis Anfang kommenden Jahres eigene Datenschutzvorgaben für den Einsatz elektronischer Fall- und Patientenakten im Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen erstellen“, kündigte Ministerin Steffens anlässlich der Fachtagung IT-Trends Medizin/Health Telematics in Essen an. „Daten von Patientinnen und Patienten müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt sein. Für die Landesregierung steht fest: Gerade den Schutz medizinischer Daten nehmen wir sehr ernst“, so Steffens weiter.

Die Erstellung der Vorgaben für höchstmöglichen Schutz beim Einsatz elektronischer Fall- und Patientenakten soll in Abstimmung mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit erfolgen.
Erarbeitet werden die Leitlinien von Expertinnen und Experten des Fraunhofer-Institutes für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund, der Fachhochschule Dortmund, der Forschungsgruppe Systemsicherheit an der Universität Bochum und des Zentrums für Telematik und Telemedizin in Bochum.

Weiter wies die Ministerin auf drei von der Landesregierung geförderte Modellvorhaben für die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit durch Telematik-Anwendungen hin. Die Arzneimitteltherapiesicherheit war auch das Thema der Landesgesundheitskonferenz im vergangenen Jahr:

  • Eine apothekenübergreifende elektronische Dokumentation als Grundlage für eine Sicherheitsüberprüfung für die Arzneimitteltherapie, die von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, dem Apothekerverband Nordrhein, der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden soll.
  • Ein Arzneimittelkonto, in das zunächst Ärztinnen und Ärzte praxisübergreifend verordnete Arzneimittel und Befunde eintragen und auf ihre Unverträglichkeit hin überprüfen können. Durchgeführt wird das Projekt durch die CompuGroup Medical AG in Kooperation mit der Universität Bielefeld.
  • Die Einführung eines einheitlichen patientenbezogenen Medikations¬plans. Dabei handelt es sich um ein im Rahmen des Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland entwickeltes strukturiertes Dokument mit einem Barcode. Das Dokument enthält die jeweils aktuelle Medikation des Patienten oder der Patientin nach jedem Besuch in einer Arztpraxis, im Krankenhaus, in einer Apotheke aber auch in einem Pflegeheim. Neu ist vor allem, dass der einheitliche Medikationsplan der Patientin bzw. des Patienten ausgedruckt zur Einsichtnahme vorliegt. Projektträger sind die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe.

„Unser Ziel ist es, die verschiedenen Ansätze zu erproben. Auf Basis der Ergebnisse sollen dann sektorübergreifend und flächendeckend Lösungen gefunden werden. Sie müssen sich an den Bedürfnissen und Bedarfen der Patientinnen und Patienten orientieren und von allen Berufsgruppen des Gesundheitswesens mit getragen werden. Wir haben in Deutschland auch auf diesem Gebiet zu viele Konzepte und zu wenig Praxis“, sagte Ministerin Steffens.

Hintergrund:

Zur Messe IT-Trends Medizin/Health Telematics in Essen findet der 9. IT-Fachkongress für die Gesundheitswirtschaft statt. Der Fachkongress gilt als anerkannte Informations- und Networking-Plattform für Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Präsentiert werden zukunftsweisende IT-Produkte und –Dienstleistungen für das Gesundheitswesen. Allein in Nordrhein-Westfalen befassen sich rund 2.800 Betriebe mit der Herstellung medizinischer, elektronischer und zahnmedizinischer Apparate und Materialen. Gesamtumsatz: rund 3,7 Millionen Euro pro Jahr.

In der Gesundheitswirtschaft insgesamt sind in Nordrhein-Westfalen rund 1,1 Millionen Menschen beschäftigt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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