Spitzengespräch des Ausbildungskonsenses

13. November 2015

Minister Schmeltzer und Ministerin Löhrmann fordern mehr Augenmerk auf regionale Besonderheiten des Ausbildungsmarktes in Nordrhein-Westfalen

Spitzengespräch des Ausbildungskonsenses

Die Spitzenvertreterinnen und -vertreter des Ausbildungskonsenses NRW haben sich darauf verständigt, die Strategien und Maßnahmen in den Regionen zu intensivieren, mit dem Ziel, für Jugendliche aber auch für Betriebe die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt erfolgreicher zu gestalten.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilen mit:

Die Spitzenvertreterinnen und -vertreter des Ausbildungskonsenses NRW haben sich darauf verständigt, die Strategien und Maßnahmen in den Regionen zu intensivieren, mit dem Ziel, für Jugendliche aber auch für Betriebe die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt erfolgreicher zu gestalten. Das Augenmerk der Partner im Konsens, also von Gewerkschaften, Wirtschaft, Kammern, Kommunen, Bundesagentur für Arbeit und Landesregierung, soll in Zukunft noch stärker auf lokale und branchenspezifische Besonderheiten gerichtet werden, um mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen und Betriebe bei der Besetzung ihrer offenen Stellen zu unterstützen. „Wir rechnen in diesem Jahr bei der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit einer Stabilisierung auf Vorjahresniveau bei rund 115.000. Das ist besser als in den Jahren zuvor, in denen deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Es bleibt aber viel zu tun“, sagte Arbeitsminister Rainer Schmeltzer im Anschluss an das Spitzengespräch in Düsseldorf. Deutlichen Zuwachs gab es erfreulicherweise bei den Freien Berufen mit knapp fünf Prozent mehr Verträgen.
 
Der Arbeitsminister betonte, dass der eingeschlagene Weg richtig sei, mit regionalem oder gar lokalem Blick bis in die letzten Winkel der sehr unterschiedlich strukturierten Ausbildungsmärkte im Land zu schauen, um ausbildungswillige Jugendliche und Betriebe zueinander zu bringen. Hier seien noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. „Ich erwarte zudem, dass die aktuelle Nachvermittlungsphase uns zum Jahresende positivere Ergebnisse beschert als in der Vergangenheit, und so kurzfristig noch möglichst vielen Jugendlichen der Start in eine Ausbildung eröffnet wird“, so Schmeltzer. Nach wie vor gelte es, mehr Betriebe zum Ausbilden zu bewegen. „Die Kammern sollten hier positive Anreize schaffen und gerade kleinere Betriebe beim Thema Ausbildung intensiver begleiten. Wir als Arbeitsministerium werden hier in Zukunft noch einmal deutlich mehr für die Verbundausbildung tun, damit auch kleinste Betriebe die Chance haben, Eigenverantwortung für die Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses zu übernehmen, wenn nötig mit Hilfe von Weiterbildungsträgern“, so Schmeltzer.
 
Zurzeit gehen die Partner im Ausbildungskonsens davon aus, dass zum Jahresende rund 115.000 junge Menschen in NRW einen Ausbildungsvertrag mit Betrieben abgeschlossen haben werden. Nach wie vor stellt sich die Situation im Land sehr unterschiedlich dar. Um auf die jeweiligen Bedarfe in den Regionen in Zukunft besser reagieren zu können und eine Annäherung zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zu erzielen, werde die Umsetzung von Maßnahmen in den 16 IHK-Bezirken, beispielsweise mit regionalen Ausbildungsbörsen, weiter intensiviert. Die Partner im Ausbildungskonsens haben dementsprechend beschlossen, auf der Basis der endgültigen Zahlen zum Ausbildungsjahr 2015/16 beim nächsten Treffen im Frühjahr 2016 eine angemessene Steigerung bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zu vereinbaren.
 
Die Landesregierung ist überzeugt davon, dass mittelfristig die systematische Berufsorientierung im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Abschluss“ sehr positive Effekte haben wird, wenn es darum geht, offene Lehrstellen und suchende Bewerberinnen und Bewerber zueinander zu bringen. „Wir sehen hier bereits erste Erfolge. Vor allem die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler bei der Berufsfelderkundung und in Praktika werden sich auszahlen. Für alle Schülerinnen und Schüler und die Betriebe sehe ich hier eine große Chance, gegenseitig die Begeisterung für eine Ausbildung zu stärken“, sagte Schul-ministerin Sylvia Löhrmann. Dies funktioniere natürlich nur, wenn die Wirtschaft auch ausreichend Plätze für Berufsfelderkundung und Praktika zur Verfügung stelle. Aktuell profitieren bereits rund 340.000 Schülerinnen und Schüler in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten NRWs von der Berufsorientierung. Der schrittweise Ausbau aller Standardelemente von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in den Jahrgangsstufen 8 – 10 aller Schulformen ist bis 2018 vorgesehen. Dann wird das System über 500.000 Jugendlichen von der 8. bis zur 10. Klasse eine bessere Berufs- und Studienorientierung anbieten.
 
Der Ausbildungskonsens verständigte sich darauf, auch für die Integration junger Flüchtlinge alles Notwendige und Mögliche zu tun. Zusammen mit Bund und Kommunen unterstützt die Landesregierung die Aktivitäten für einen frühestmöglichen Spracherwerb. Minister Schmeltzer setzt sich dafür ein, dass in der Zeit der Ausbildung und auch zwei Jahre danach, die Flüchtlinge nicht von Abschiebung bedroht sind. Arbeitsminister Rainer Schmeltzer und Wirtschaftsminister Garrelt Duin werden am 14. Dezember dieses Jahres zum Thema Integration von Flüchtlingen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt eine Konferenz mit Vertretern der Wirtschaft, Gewerkschaften, der Verbände und der Arbeitsagentur durchführen.
 

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