Leitbild „Lernen im Digitalen Wandel“

28. September 2016

Leitbild „Lernen im Digitalen Wandel“

Landesregierung setzt Leitplanken für die Zukunft von Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Zum Abschluss des breit angelegten Dialogprozesses zum Thema „Lernen im Digitalen Wandel“ hat die Landesregierung ihr Leitbild für Bildung in Zeiten der Digitalisierung vorgelegt. Es ist bundesweit das erste Leitbild einer Landesregierung dieser Art und umfasst alle Bereiche des Bildungsweges, wie Kitas, Schulen und Hochschulen, aber auch die berufliche Aus- und Weiterbildung. Folgende übergreifende Ziele werden darin benannt: Teilhabe am digitalen Leben, Bildungsqualität, Bildungsgerechtigkeit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, mehr Fachkräfte für den digitalen Wandel.

 
Die Landesregierung teilt mit:

Zum Abschluss des breit angelegten Dialogprozesses zum Thema „Lernen im Digitalen Wandel“ hat die Landesregierung ihr Leitbild für Bildung in Zeiten der Digitalisierung vorgelegt. Es ist bundesweit das erste Leitbild einer Landesregierung dieser Art und umfasst alle Bereiche des Bildungsweges, wie Kitas, Schulen und Hochschulen, aber auch die berufliche Aus- und Weiterbildung. Folgende übergreifende Ziele werden darin benannt: Teilhabe am digitalen Leben, Bildungsqualität, Bildungsgerechtigkeit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, mehr Fachkräfte für den digitalen Wandel.
 
Der digitale Wandel führt dazu, dass mehr „digitale Schlüsselkompetenzen“ und Querschnittsqualifikationen entlang der Bildungskette und in allen Fächern erworben werden. Diese „digitalen Schlüsselkompetenzen“ werden neben Schreiben, Lesen, Rechnen zu einer neuen vierten Kulturtechnik. Dazu zählen insbesondere Medienkompetenz, Anwendungs-Know-how und informatische Grundkenntnisse.
 
„Bildung ist die Grundlage für sozialen Zusammenhalt, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftlichen Erfolg. In Zeiten der Digitalisierung heißt das: Wir müssen die Anforderungen einer digitalen Lebens- und Arbeitswelt so früh wie möglich und so früh wie nötig vermitteln. Dafür haben wir jetzt die Leitplanken gesetzt“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zur Verabschiedung des Leitbilds.
 
Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte: „Die Landesregierung sieht die Chancen der digitalen Welt für die Bildung und stellt sich diesen Herausforderungen. Digitale Medien eröffnen Chancen für ein individualisiertes Lernen. Deshalb haben wir sie zum festen Bestandteil der Lehrerausbildung und der Lehrerfortbildung gemacht.“
 
Um die Voraussetzungen hierfür zu schaffen, nennt das Leitbild konkrete Maßnahmen und Verabredungen:

  • Das Land wird mit den Trägern von Kitas, außerschulischer Jugendarbeit, Familienbildung und Erziehungsberatungsstellen sowie den Akteuren und Anbietern im Bereich Medienkompetenz Weiterentwicklungen zur Stärkung der Medienbildung in Aus-, Fort- und Weiterbildung erörtern.
  • Nordrhein-Westfalen bietet das Fortbildungsprogramm „Lernmittel- und Medienberatung“ flächendeckend an. Das novellierte Lehrerausbildungsgesetz legt einen verbindlichen Schwerpunkt für Medienpädagogik und Vermittlung von Medienkompetenz fest.
  • Mit dem Programm „Digitale Hochschule NRW“ werden das Land und die Hochschulen die Digitalisierung an den Hochschulen gemeinsam vorantreiben. Dazu zählen etwa das gemeinsam mit dem Stifterverband durchgeführte Fellowship-Programm für Innovationen in der digitalen Lehre, die Initiierung von E-Learning-Angeboten für ein neues Studieneingangsportal NRW und ein hochschulübergreifendes Vorgehen beim Forschungsdatenmanagement.
  • Im Unterricht aller Bildungsgänge, Schulstufen und Fächer sollen digitale Aspekte fachlicher Kompetenzen aufgegriffen und dazu in allen künftigen Bildungs- und Lehrplänen verankert werden.
  • Informatische Grundkenntnisse werden in den nächsten Jahren schrittweise im Fachunterricht integriert werden, damit alle Schülerinnen und Schüler Zugang zu digitalen Kompetenzen im jeweils fachlichen Zusammenhang erhalten. Der Kompetenzrahmen des bereits erfolgreich entwickelten Medienpasses NRW dient hierbei als Orientierungsrahmen.

 
Aufgrund der übergreifenden Bedeutung des Themas waren neben der Staatskanzlei auch das Ministerium für Schule und Weiterbildung, das Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Forschung, das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk an der Entwicklung des Leitbildes beteiligt. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Expertinnen und Experten aus allen Bildungsbereichen in den Dialogprozess eingebracht. Die in diesem Prozess gemeinsam erarbeiteten Thesen für das „Lernen im Digitalen Wandel“ in den Bereichen Medienkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben, frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule sowie Fachkräfte Aus- und Weiterbildung bildeten die Grundlage für das Leitbild.
Das Leitbild soll sowohl für die beteiligten Ministerien als auch für die handelnden Akteure im Bildungswesen als Orientierung zur Ausgestaltung und Entwicklung konkreter Initiativen dienen. Es geht einher mit dem weiteren Ausbau einer digitalen Infrastruktur in allen Bildungseinrichtungen. Dazu können auch Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ verwendet werden. Mit dem Programm werden Städten und Gemeinden insgesamt 2 Milliarden Euro in den kommenden 4 Jahren für die Renovierung der Gebäude, Klassenzimmer, Schulsportanlagen und auch für den Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verfügung gestellt.
 
Leitbild und Thesen des Dialogprozesses werden online veröffentlicht unter www.bildungviernull.nrw.
 
Das waren die Schritte des Dialogprozesses:

  • Schritt 1: Start des Dialogprozesses „NRW 4.0: Lernen im Digitalen Wandel“ im November 2015 mit einer Online-Diskussion; bis Mitte Januar 2016 mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
  • Schritt 2: Anfang Februar 2016 erste Thesen zur Entwicklung eines Leitbildes zum „Lernen im Digitalen Wandel“ im 1. Fachgespräch auf Grundlage der Online-Diskussionsbeiträge.
  • Schritt 3: Präsentation und Weiterentwicklung der Thesen beim Kongress „Lernen im Digitalen Wandel“ am 11. März 2016 mit über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
  • Schritt 4: Am 22. April 2016, 2. Fachgespräch zur Fortsetzung des Prozesses.
  • Schritt 5: Im September 2016 hat das Kabinett das Leitbild verabschiedet.

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