Minister Remmel: Umnutzung alter Gebäude erhält Identität der Dörfer und eröffnet neue Chancen

Porträtfoto Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
11. Dezember 2014

Landwirtschaftsminister zeichnet Gewinner des Wettbewerbs „Land.Werk.NRW – Umnutzungspreis 2014“ aus

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat in Welver-Recklingsen die Sieger des NRW-Wettbewerbs „Land.Werk.NRW - Umnutzungspreis 2014“ ausgezeichnet. Für den Wettbewerb wurden Umnutzungskonzepte für nicht mehr benötigte Gebäude im ländlichen Raum gesucht.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat in Welver-Recklingsen die Sieger des NRW-Wettbewerbs „Land.Werk.NRW - Umnutzungspreis 2014“ ausgezeichnet. Für den Wettbewerb wurden Umnutzungskonzepte für nicht mehr benötigte Gebäude im ländlichen Raum gesucht. Angesprochen waren dazu die Bereiche Handwerk und Gewerbe, um neue Konzepte für Bauerncafes, Hofläden oder Dorfgemeinschaftseinrichtungen einzureichen. Minister Remmel lobte die kreativen Ideen und das Engagement der Menschen auf dem Land in Nordrhein-Westfalen: „Die Vielfalt der Projekte zeigt das Potential, das unser ländlicher Raum bietet. Die oftmals historischen Gebäude prägen die Identität vieler Dörfer, mit ihnen verbinden sich unzählige Lebens- und Dorfgeschichten. Durch ihren Erhalt und ihre Umnutzung werden diese alten Orte zu neuem Leben erweckt. Das stärkt die Infrastruktur im ländlichen Raum und trägt dazu bei, die Identität der Dörfer und des ländlichen Raums zu erhalten und eröffnet neue Chancen durch eine neue Nutzung der Gebäude“, so Landwirtschaftsminister Johannes Remmel.
 
Insgesamt haben sich 33 Dörfer mit verschiedenen Projekten beworben. Der erste Platz ging an den Verein „Frohngauer Dorftreff – Alte Schule“. Der Verein wandelte das Baudenkmal im Eifeldorf in einen Dorftreff um. Das Gebäude wurde saniert und energetisch optimiert. Ein Laden im ehemaligen Schulsaal bietet heute viele Artikel des täglichen Bedarfs und Getränke an. Im Dorfcafé treffen sich Einheimische und Erft-Wanderer zum gemütlichen Plausch.
 
Der zweite Platz wurde an das Bürgerhaus Pilgerhof in Bad Sassendorf-Weslarn vergeben. Der Pilgerhof bietet allen Generationen Räume zur Begegnung. Der Verein „Pilgerhof – Das Bürgerhaus in Weslarn“ bewahrte das prägende Fachwerkhaus im Herzen des Dorfes vor dem Abriss. Mit vielen gemeinsamen Arbeitsstunden und der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung schuf die Bevölkerung einen Jugendtreff und einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche und modernen Sanitäranlagen. Hier finden Kulturveranstaltungen und Vereinsaktivitäten einen guten Rahmen.
 
Platz drei ging an die Alte Schule in Rheinberg-Wallach. Das alte Schulgebäude in Rheinberg-Wallach ist heute als öffentliche Begegnungsstätte Teil einer attraktiv gestalteten Dorfmitte. Nachdem die letzte Gaststätte im Ort geschlossen hatte, übernahm der Bürgerschützenverein die Verantwortung für das Gebäude mit einem langfristigen Pachtvertrag und setzte es mit Unterstützung der Integrierten Ländlichen Entwicklung instand. Der gastliche Veranstaltungssaal mit neuem Sanitärtrakt steht der Bürgerschaft und besonders der Jugend zur Verfügung.
 
Neben den Hauptgewinnern wurden noch drei weitere Projekte ausgezeichnet: Den vierten Platz erhielt die Dorfgemeinschaft in Büren-Weiberg für die Umnutzung einer Hofstelle zum „Dorfgemeinschaftshaus Jägerhof“. In umfangreicher Eigenleistung entstand aus dem alten Gasthof nach einem Brand im Jahre 2008 das heutige Objekt, das neben dem Dorfgemeinschaftshaus auch die Filiale einer Bank beherbergt. Mit dem fünften Platz prämiert wurde der Verein „Rumilingene 1200 Jahre Raumland“ aus Bad Berleburg-Raumland für das Engagement um das Dorfgemeinschaftshaus. Als vorbildliche Umnutzung eines ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude erhielt das „Hofcafe zur Linde“ in Heinsberg-Horst einen Sonderpreis.
 
Bewerben konnten sich Personen, Unternehmen und Institutionen aus dem ländlichen Raum mit einem aktuellen Umnutzungsprojekt ländlicher Bausubstanz. Bei der Beurteilung spielten unter anderem der Beitrag zur Innenentwicklung und zur Daseinsvorsorge, die Bedeutung für Dorf und Region sowie Innovation und Kreativität eine Rolle, aber auch die Energieeffizienz und der Beitrag zum Klimaschutz. Diese Umnutzungen werden teilweise vom Land im Rahmen des NRW-Programms Ländlicher Raum gefördert.
 
Um weitere Eigentümerinnen und Eigentümer leerstehender Gebäude im ländlichen Raum für die Idee der Umnutzung zu begeistern, hat das Ministerium eine neue Broschüre mit dem Titel „Land.Werk.NRW – Gute Ideen für lebendige Dörfer“ herausgegeben. „Von der Umnutzung leerstehender Gebäude profitiert  der gesamte ländliche Raum: Die Dorfgemeinschaften werden durch den Erhalt der Infrastruktur gestärkt, die Bausubstanz bleibt erhalten und der fortlaufende Flächenverbrauch wird eingegrenzt. Auf diesem Wege werden neue Arbeits-, Freizeit-, Kultur- und Sozialangebote geschaffen und die Lebensqualität dauerhaft verbessert“, so der Minister.

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