Zweiter Aufruf zum Leitmarktwettbewerb „Produktion.NRW“
11. April 2018

Land und EU fördern Innovationen im Bereich vernetzter Produktion mit rund zehn Millionen Euro

Um den Produktionsstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken, unterstützt die Landesregierung mit dem Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW effiziente und innovative Produkte und Fertigungen.

 
Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:

Um den Produktionsstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken, unterstützt die Landesregierung mit dem Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW effiziente und innovative Produkte und Fertigungen. Insgesamt zehn Projekte haben sich in der zweiten Runde des Wettbewerbs durchgesetzt. Das Land fördert die Vorhaben mit 9,7 Millionen Euro. Davon werden knapp sieben Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt.
 
Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wir wollen gerade den Mittelstand in Nordrhein-Westfalen beim digitalen Wandel unterstützen. Damit sich die Unternehmen erfolgreich am Markt behaupten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können, brauchen sie innovative Fertigungsverfahren und vernetzte Produkte. Beides steht im Fokus des Leitmarktwettbewerbs Produktion.NRW.“
 
In der ersten Einreichungsfrist des zweiten Aufrufs wurden zehn von 37 Vorhaben von einem Gutachtergremium zur Förderung vorgeschlagen. Schwerpunkt der Projekte ist die Optimierung von Industrieprozessen und Fertigungsverfahren mithilfe von digitalen Lösungen. So soll etwa die Produktivität durch geringeren Ressourceneinsatz und effizienten Energieverbrauch gesteigert werden. Neben den klassischen Produktionsbranchen werden auch Projekte im Bereich der Lebensmittelindustrie und des Recyclings von Bauschutt adressiert.
 
Derzeit läuft bereits die zweite Einreichungsrunde für den zweiten Aufruf „Produktion.NRW“ des NRW-Leitmarktwettbewerbs. Projektvorschläge müssen bis zum 4. September 2018 bei der LeitmarktAgentur.NRW eingereicht werden.
 
Für die Umsetzung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) stehen Nordrhein-Westfalen im Zeitraum 2014 bis 2020 insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung, um Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen.
 
Weitere Informationenfinden Sie unter: www.efre.nrw.de und www.leitmarktagentur.nrw.

Informationen zu den geförderten Vorhaben:

1. „SensoBack“ - Entwicklung eines Sensor-, Steuerungs- und Leitstandsystems mit Cloudanbindung für die Kleingebäcksproduktion; Projektleitung: WP Kemper GmbH, Rietberg
In der Produktion von Kleingebäck wie Brötchen oder Berlinern entstehen immer wieder Produkte, die den Qualitätsvorgaben des Bäckers nicht genügen und deshalb vernichtet werden müssen. Das Vorhaben will durch die Entwicklung von Sensorsystemen im Produktionsprozess und innovativer Prozessregelung Ressourcenverluste reduzieren.
 
2. „OptProKomp“ - Optimierte Prozesskette zur Erzeugung bedarfsgerechter Werkstoffeigenschaften für extrem beanspruchte Maschinen- und Anlagenkomponenten; Projektleitung: VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH, Düsseldorf
Das Projekt besteht in der Erforschung und Optimierung einer Prozesskette zur Herstellung von Komponenten für den Maschinen- und Anlagenbau für extreme statische und dynamische Beanspruchungen.
 
3. „VopAbA“ - Verfahren zum optimierten Abbruch baulicher Anlagen; Projektleitung: Technische Hochschule Köln
Ziel des Projektes ist die Maximierung der Recyclingquote mineralischer Abfälle aus dem Abbruch baulicher Anlagen. Dabei kommen bildgebende Sensorik zur Erfassung und Digitalisierung des Abbruchobjektes zum Einsatz.
 
4. „ETuPro“ - Effizienzsteigerung der Anarbeitung komplexer Rohrgeometrien durch Prozesskettenverkürzung mittels integriertem Anlagenkonzept; Projektleitung: RSA cutting systems GmbH, Schwerte
In dem Projekt soll eine Anlage entwickelt werden, die zusätzliche Bearbeitungsverfahren (Bohren, Fräsen) mit einer Trennanlage kombiniert, komplexere Werkstückgeometrien herstellt und so die Effizienz steigert.
 
5. „BioStrukt“ - Bionischer Leichtbau durch wirtschaftliche Fertigung strukturoptimierter Leichtbauteile mit gelenkten Fasern; Projektleitung: Fraunhofer-Gesellschaft, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT), Aachen
Das Projekt „BioStrukt“ befasst sich mit einer Prozesskette zur Herstellung von optimierten Bauteilen aus Faserverbundkunststoffen (FVK) durch Lenkung von Fasern.

6. „Hgroka“ - Oberflächennachbearbeitung dreidimensionaler Bauteile durch Hartmetallwerkzeuge mit großen Schneidkantenradien; Projektleitung: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT), Aachen
In dem Vorhaben wird ein innovatives Werkzeugkonzept zur Nachbearbeitung von Oberflächen erarbeitet, das ein hohes Maß an Flexibilität in Verbindung mit geringen Fertigungskosten ermöglichen soll.
 
7. „ENLAPRO“ - Energieeffizientes, laserbasiertes Produktionsverfahren für tribologische Beschichtungen auf hochbelasteten Komponenten; Projektleitung: Evonik Resource Efficiency GmbH, Marl
Das Ziel des Verbundprojektes besteht in der Entwicklung eines energieeffizienten, laserbasierten Produktionsverfahrens für spezielle Beschichtungen auf hochbelasteten Komponenten.
 
8. „AddToP“ - Entwicklung eines Technologieprozessors für die additive Fertigung mittels Selective-Laser-Melting zur Steigerung der Effizienz durch bauteil- und anwendungsorientierte Prozessführungsstrategien; Projektleitung: Aconity GmbH, Herzogenrath
Mit dem in diesem Projekt entwickelten Technologieprozessor für die additive Fertigung soll eine Schnittstelle zwischen der Selective-Laser-Melting-Prozessführung und der dynamischen Applikation geschaffen werden.
 
9. „HoPro-3D“ - Hohe Produktivität und Detailtreue in der additiven Fertigung durch Kombination von UV-Polymerisation und Mehrphotonenpolymerisation; Projektleitung: Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT), Aachen
Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit hochpräziser 3D-Aufbautechniken sollen die Vorzüge von zwei Prozessen in einer Anlage vereinigt werden. Dabei wird die UV-Polymerisation durch Scan-LED-Technologie (SLT) verwendet.
 
10. „MultiPROmobil“ Multifunktionale Robotertechnologie mit universellem Laserwerkzeug für trennende, fügende und additive Fertigungsprozesse im semi-bionischen E-Mobil-Leichtbau; Projektleitung: Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT), Aachen
Ziel des Vorhabens ist die Erforschung einer integrierten Fertigungs- und Systemtechnik, mit der spezielle Leichtbaustrukturen mit mehreren Fertigungsverfahren in einer einzigen Vorrichtung effizient hergestellt werden können.
 

Weitere Informationen

zum Thema

Weitere Informationen

zum Thema

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Der Eingang des Ministeriums
Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.