Internationale Kurzfilmtage Oberhausen: Preis der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft geht an Filmemacher Teboho Edkins und Sohrab Hura

Auszeichnungen für die Produktionen „Shepherds“ und „Bittersweet“ – Land würdigt Filme von hoher künstlerischer Qualität mit Preisen in Höhe von insgesamt 8.000 Euro

19. Mai 2020
PHB Kino Sitze

Bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie vollständig online stattfinden, sind zwei Filme von der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft ausgezeichnet worden.

Kultur und Wissenschaft

Bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie vollständig online stattfinden, sind zwei Filme von der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft ausgezeichnet worden: Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis geht an den US-amerikanischen Regisseur Teboho Edkins für den Film „Shepherds“. Der mit 3.000 Euro dotierte zweite Preis geht an den indischen Filmemacher Sohrab Hura für den Film „Bittersweet“. Die Preisträger wurden am Montagabend (18. Mai 2020) in einer virtuellen und frei zugänglichen Preisverleihung bekanntgegeben.
 
Im Zentrum des Gewinnerfilms „Shepherds“ von Teboho Edkins aus dem Jahr 2020 steht ein Gefängnis für Hirten in der Steppe Lesothos, das, so die Begründung der Jury, „zur Bühne für universelle Dramen der Menschheit wird“. Mit absurder Durchlässigkeit entgrenzen die Zäune das Gefängnis in die Weite des Landes. Der Film lässt dank feiner Inszenierung und surrealen Kompositionen an diesem Ort einen Zwischenraum entstehen, an dem die Hirten zu Sprechern der Menschheit werden und die äußere Welt ins Innere des Gefängnisses tragen.
 
Der zweite Preisträger ist der Film „Bittersweet“ des indischen Fotografen und Filmemachers Sohrab Hura aus dem Jahr 2019. Die Jury betont, dass Hura mit seinem essayistischen Fotofilm einen Blick auf seine Mutter gewährt, der über die konkrete Erzählung hinausweist, indem er Nähe, Geborgenheit, aber auch Schrecken und Hilflosigkeit familiärer Bindungen offenlegt. Aus Filmaufnahmen und Fotos, die zehn Jahre im Leben seiner Mutter dokumentieren, entsteht eine fesselnde filmische Montage. Die beeindruckende Präzision der Aufnahmen und gezielte Auslassungen bestimmen den Rhythmus der sehr persönlich erzählten Familiengeschichte.
 
Mit der 66. Ausgabe sind die Kurzfilmtage in diesem Jahr vollständig online gegangen und haben vom 13. bis 18. Mai über 350 Filme aus knapp 70 Ländern in rund 64 Programmen gezeigt. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft fördert die Kurzfilmtage jährlich mit 340.000 Euro. Im Rahmen des Internationalen Wettbewerbs der Kurzfilmtage wird jedes Jahr der Preis der Jury des Ministeriums verliehen. Gewürdigt werden Filme, die sich auszeichnen durch hohe künstlerische Qualität und das Bestreben, mit filmischen und inhaltlichen Mitteln die künstlerische Praxis zu bereichern.
 
Mehr Informationen: www.kurzfilmtage.de.
 
 

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