Kinder stärken mit Kunst und Kultur: Sieben Städte und ein Kreis erhalten Landespreis für Kulturelle Bildung
Ministerin Brandes würdigt überzeugende Konzepte. Förderungen in Höhe von insgesamt 205.000 Euro
Ein früher Zugang zu Kunst und Kultur fördert nachhaltiges kulturelles Interesse. Werden Kinder frühzeitig an kulturelle Angebote herangeführt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Kunst und Kultur dauerhaft als Teil ihres Alltags wahrnehmen – sei es als Publikum in Museen, Theatern, Opern-, Ballett- und Konzerthäusern oder als aktiv gestaltende Künstlerinnen und Künstler.
Ein früher Zugang zu Kunst und Kultur fördert nachhaltiges kulturelles Interesse. Werden Kinder frühzeitig an kulturelle Angebote herangeführt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Kunst und Kultur dauerhaft als Teil ihres Alltags wahrnehmen – sei es als Publikum in Museen, Theatern, Opern-, Ballett- und Konzerthäusern oder als aktiv gestaltende Künstlerinnen und Künstler. Mit dem Landespreis „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ zeichnet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft deshalb Städte und Kreise aus, die hervorragende strukturelle Bedingungen schaffen, um Kindern und Jugendlichen einen frühen Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern. In der aktuellen Förderrunde wurden sieben Städte und ein Kreis mit Förderungen in Höhe von insgesamt 205.000 Euro ausgezeichnet.
Abschließend überreichte am Freitag, 6. Februar 2026, Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Förderbescheide im Kreis Wesel an Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen Hamminkeln und Kamp-Lintfort.
Kulturministerin Ina Brandes: „Eine gute Bildung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Leben. Dazu gehört auch eine fundierte Kulturelle Bildung. Mit unserem Landespreis unterstützen wir Städte und Landkreise dabei, Kinder und Jugendliche schon früh zu ermutigen, ihre eigenen Talente, Begabungen und Interessen zu entdecken und auszuprobieren. Das sind die besten Chancen, dass unsere Kinder zum Publikum von morgen werden. Damit stärken wir die gesamte Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen.“
Die Stadt Hamminkeln wurde 2023 das erste Mal für ihr Kommunales Gesamtkonzept und mit der Sonderzulage Ganztag ausgezeichnet. Nun konnte Bürgermeister Robert Graaf die zweite Auszeichnung Kommunales Gesamtkonzept in Höhe von 15.000 Euro entgegennehmen. Hamminkeln hat eine Lenkungsgruppe Kulturelle Bildung gegründet und zahlreiche Projekte ins Leben gerufen – von Musikworkshops in Kitas über JeKits-Programme in Grundschulen bis hin zur Aktion „Kultur geht baden“ mit kreativen Angeboten im örtlichen Freibad. Ein wichtiger zentraler Ort der Kulturellen Bildung ist das Schloss Ringenberg, das im Rahmen des Landesprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ gefördert wird.
Die Stadt Kamp-Lintfort wurde bereits 2017, 2021 und 2023 mit einem Kommunalen Gesamtkonzept ausgezeichnet und erhält 2025 die Konzeptförderung über einen Zeitraum von drei Jahren. Dr. Christoph Müllmann, erster Beigeordneter und Kulturdezernent der Stadt Kamp-Lintfort, konnte nun die mit insgesamt 60.000 Euro verbundene Auszeichnung entgegennehmen. Kamp-Lintfort hat eine Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung eingerichtet. Die Stadt nimmt teil an zahlreichen Programmen des Landes – etwa Kultur und Schule und Kulturrucksack – sowie weiterer Träger. Über den Verein Kulturprojekte Niederrhein besuchte etwa eine Gruppe mit jüdischen und muslimischen Studentinnen und Studenten aus Israel die örtlichen Gymnasien und sprach über Holocaust und Erinnerungskultur. Bis 2028 sollen die Angebote für Jugendliche gerade im Bereich Demokratiebildung und Projekte für Kinder im Ganztag weiter ausgebaut werden.
Seit 2007 würdigt das Land mit dem Wettbewerb besonderes kommunales Engagement in der Kulturellen Bildung. Seither wurden 95 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde ausgezeichnet.
In diesem Jahr wurden acht Preisträger mit insgesamt 205.000 Euro ausgezeichnet:
- Ahlen
- Bad Oeynhausen
- Bonn
- Hamminkeln
- Kamp-Lintfort
- Kreis Euskirchen
- Münster
- Wuppertal
Gefördert werden etwa Konzepte, die durch Vernetzung von Ämtern, freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultur-, Jugend- und Bildungseinrichtungen an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaften arbeiten. Kindern und Jugendlichen soll so dauerhaft der Zugang zur Kulturellen Bildung ermöglicht werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.