Feldtest von DIGIZ NRW startet

Feldtest von DIGIZ NRW startet: Zeugnisdaten werden elektronisch erfasst und sicher verschlüsselt

25. Juni 2021

Minister Pinkwart: Mit Blockchain-Technologie machen wir digitale Zeugnisse fälschungssicher und erleichtern den Bewerbungsprozess nachhaltig

Wer sich nach der Schule für ein Studium oder einen Ausbildungsplatz bewirbt, reicht seine Bewerbungsunterlagen meist digital ein. Abschlusszeugnisse müssen dazu beglaubigt und manuell digitalisiert werden, das Ergebnis ist oft von schlechter Qualität und nicht fälschungssicher. Das soll sich mit dem digitalen Zeugnis ändern.

 
Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:

Wer sich nach der Schule für ein Studium oder einen Ausbildungsplatz bewirbt, reicht seine Bewerbungsunterlagen meist digital ein. Abschlusszeugnisse müssen dazu beglaubigt und manuell digitalisiert werden, das Ergebnis ist oft von schlechter Qualität und nicht fälschungssicher. Das soll sich mit dem digitalen Zeugnis ändern: Die Landesregierung hat den Feldtest DIGIZ NRW gestartet und ermöglicht es teilnehmenden Schulen, Zeugnisse in digitaler Form zur Verfügung zu stellen. Dazu werden die Daten elektronisch erfasst und durch die Bundesdruckerei mit einer digitalen Signatur fälschungssicher verschlüsselt. Das Verfahren macht die Zeugnisse maschinenlesbar und wird jetzt erprobt: Im Zeitraum von Mai bis Dezember können rund 130 Schulen mit Abiturklassen teilnehmen. Das Bewerbungsverfahren mit dem digitalen Zeugnis wird an drei Hochschulen sowie der Stiftung für Hochschulzulassung getestet. 
 
Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Mit Blockchain-Technologie machen wir digitale Zeugnisse fälschungssicher, erleichtern den Bewerbungsprozess und bringen Innovationen in den Alltag der Menschen. Dieser Service kommt den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schülern ebenso entgegen wie den künftigen Arbeitgebern. Deshalb freue ich mich sehr über den Start des Feldtests, mit dem wir auch die Digitalstrategie umsetzen, und hoffe auf rege Beteiligung, damit wir das System gründlich testen, verbessern und fit für die Massenanwendung machen.“
 
Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Nordrhein-Westfalen geht mit der Erprobung von digitalen Zeugnissen bei der Digitalisierung der Schulen ein weiteres Mal voran. Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen gehören zu den ersten, die ein digitales Zeugnis erhalten und von den Vorteilen profitieren können: Mit dem fälschungssicheren digitalen Zeugnis entfällt die manuelle Beglaubigung – Das spart den Schülerinnen und Schülern nicht nur Zeit und Geld, sie können ihr Zeugnis auch mit einem Mausklick versenden – schnell, sicher und einfach. Der Feldtest ist ein wichtiges Projekt, um den Bewerbungsprozess durch digitale Möglichkeiten für alle Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern.“
 
„Die Ergebnisse des Feldtests zu digitalen Abiturzeugnissen sind für alle Hochschulen in Nordrhein-Westfalen relevant, da sie die digitalen Zeugnisse künftig elektronisch empfangen, prüfen und auswerten müssen. Als Landesregierung unterstützen wir die drei beteiligten Hochschulen – die RWTH Aachen, die TH Köln und die Fernuniversität Hagen – in ihrem Vorhaben, die elektronische und medienbruchfreie Einschreibung mit digitalen Zeugnissen zum Wintersemester 2021/2022 zu testen. Die Erprobung kann auch wichtige Erkenntnisse für digitale Hochschulzeugnisse liefern“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.
 
Das digitale Zeugnis verwendet für die Prüfung auf Echtheit eine Blockchain-Technologie. Die benötigten Rechnerkapazitäten sind allerdings weitaus geringer als bei dem energieraubenden Prozess für das Schürfen einer Kryptowährung. Weil der Stromverbrauch für DIGIZ NRW sehr niedrig ist, schadet das Verfahren nicht der Umwelt oder dem Klima. Alle wichtigen Informationen und Hintergründe zum digitalen Zeugnis und dem Feldtest stehen auf der Plattform https://www.digiz.nrw/ zur Verfügung.
 
Das Vorhaben wird begleitet vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie sowie dem Ministerium für Schule und Bildung und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Projektpartner sind die Bundesdruckerei GmbH sowie die Stiftung für Hochschulzulassung und drei weitere Hochschulen (TH Köln, RWTH Aachen, Fernuni Hagen). Die Lösung wurde durch das Netzwerk Digitale Nachweise konzipiert, das dafür den ersten Platz im EGovernment-Wettbewerb 2020 erhalten hat.

Grundlage für die Ausstellung digitaler Zeugnisse bietet das 2017 in Kraft getretene Onlinezugangsgesetz (OZG). Es verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch elektronisch zur Verfügung zu stellen. Im Schul- und Hochschulbereich fallen u.a. Zeugnisse unter das OZG, die künftig digital bereitgestellt werden müssen.
 

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