Die Rahmenbedingungen für Mobilität ändern sich

Minister Michael Groschek
9. November 2015

Chefsache Mobilität: 200 Bürgermeister, Landräte und kommunale Verkehrsexperten diskutieren im Düsseldorfer Ständehaus mit Verkehrsminister Groschek. „Bewegung fängt oben an“

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW der Landesregierung unterstützt Entscheidungsträger für kommunale Mobilitätsentwicklung

In vielen Metropolen der Welt hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die autoorientierte Verkehrs- und Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte heute Mobilität eher behindert.

 
Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

In vielen Metropolen der Welt hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die autoorientierte Verkehrs- und Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte heute Mobilität eher behindert. In den Metropolen setzt moderne städtische Verkehrspolitik immer mehr auf die Stärkung der Nahmobilität mit Fußverkehr, Fahrrad und Pedelec, und die Vernetzung mit ÖPNV, Fernverkehr und Car-Sharing-Angeboten.

„Weil viele Kommunen die Verkehrsverhältnisse vor Ort neu justieren wollen, haben wir mit den Verkehrsverbünden das Zukunftsnetz Mobilität NRW ins Leben gerufen. Damit unterstützt das Land die Kommunen, um neue Wege zu lebenswerten Städten und für eine gesicherte Mobilität auch im ländlichen Raum zu eröffnen,“ sagte Verkehrsminister Michael Groschek zur Eröffnung der Konferenz unter dem Titel "Chefsache Mobilität".

Mehr als 220 Bürgermeister, Landräte und kommunale Verkehrsexperten waren der Einladung ins Düsseldorfer Ständehaus gefolgt, um neue Erkenntnisse und Erfahrungen für kommunales Mobilitätsmanagement zu sammeln.

Der Politikwissenschaftler und Geschäftsführer des Innovationszentrum für Mobilität in Berlin (www.innoz.de), Prof. Dr. Andreas Knie, stellte den rasanten gesellschaftlichen Wandel auch auf dem Feld der Mobilität vor. Beim Podium waren sich Verkehrsminister Michael Groschek, Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH), Jürgen Schröder (McKinsey & Company, Büro Düsseldorf) und Prof. Dr.-Ing. Ulrike Reutter (Bergische Universität Wuppertal) einig, dass noch mehr Straßen keine Lösung und dass Kreativität und innovative Ansätze nötig sind.

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW der Landesregierung unterstützt Entscheidungsträger für kommunale Mobilitätsentwicklung und zeigt ihnen Gestaltungsmöglichkeiten für eine zukunftsfähige, verkehrsmittelübergreifende Mobilität auf. Das Netzwerk hat vier Koordinierungsstellen, die bei den Verkehrsverbünden Rhein-Sieg GmbH und Rhein-Ruhr AöR, bei der Westfälischen Verkehrsgesellschaft mbH und der Westfälischen Provinzial Versicherung sowie beim Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter angesiedelt sind.

Die Rahmenbedingungen für Mobilität ändern sich: Der demografische Wandel wirkt sich sehr unterschiedlich aus, stark wachsenden Metropolen stehen schrumpfende ländliche Räume gegenüber. Der Rückgang der Schülerzahlen ist ein enormes Problem für Organisation und Finanzierung des ÖPNV in den weniger dicht besiedelten Räumen. Die Bevölkerung in NRW wird älter, Mobilitätseinschränkungen nehmen zu; eine barrierefreie Zugänglichkeit des ÖPNV aber auch der Gestaltung des Straßenraumes wird immer wichtiger. Im Gegenzug hat das Smartphone bei jungen Leuten einen deutlich höheren Stellenwert als der PKW-Besitz. Und nicht zuletzt bekommt der Klimaschutz in innerstädtischen Räumen einen immer wichtigeren Stellenwert.

Die Aufgabe lautet, die Mobilität von Personen und Gütern zu gewährleisten, aber die damit verbundenen Belastungen für Mensch, Umwelt und Finanzhaushalte möglichst gering zu halten. Es gilt, mehr Mobilität zu ermöglichen, ohne mehr Verkehr zu erzeugen. Dazu muss der Blick weg von der sektoralen Betrachtung der Verkehrsträger hin zur intermodalen Planung und Ausgestaltung der Infrastruktur. Entscheidend ist die Schaffung durchgängiger verkehrsträgerübergreifender Mobilitätsketten.

„Wie müssen gemeinsam diese große Herausforderung annehmen und die Mobilität von morgen gestalten. Sie als Verantwortliche auf der kommunalen Ebene haben es in der Hand, die Weichen für die notwendigen Veränderungen im Planen und Handeln der Verwaltungen zu stellen und eine ganzheitliche Betrachtung des Themas Mobilität in der täglichen Praxis zu verankern,“ sagte Groschek. „Bewegung fängt oben an, Mobilität muss zur Chefsache werden.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de
 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr
Pressestelle des Ministeriums für Verkehr
Bernhard Meier

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.