17. Tag gegen Lärm - Umweltminister Remmel: Lärm macht krank

28. April 2014

17. Tag gegen Lärm - Umweltminister Remmel: Lärm macht krank

Lärm zählt zu den größten Gesundheitsrisiken in unserer mobilen Gesellschaft. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahren führt. „Lärm ist eine ernste Bedrohung für unsere Gesundheit, Lärm macht krank. Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger vor allem in den Städten besser schützen. Jede Verringerung von Lärm ist ein Gewinn für das persönliche Wohlbefinden und für die Gesundheit“, sagte Umweltminister Johannes Remmel zum 17. Tag gegen Lärm.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Lärm zählt zu den größten Gesundheitsrisiken in unserer mobilen Gesellschaft. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahren führt. „Lärm ist eine ernste Bedrohung für unsere Gesundheit, Lärm macht krank. Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger vor allem in den Städten besser schützen. Jede Verringerung von Lärm ist ein Gewinn für das persönliche Wohlbefinden und für die Gesundheit“, sagte Umweltminister Johannes Remmel zum 17. Tag gegen Lärm an diesem Mittwoch.

Lärmminderungsstrategie der Landesregierung

Besonders in einem verkehrs- und bevölkerungsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist Lärm nach wie vor ein großes Umweltproblem. Ungefähr 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind in NRW gesundheitsschädigenden Lärmpegeln ausgesetzt. In vielen Ballungsgebieten gibt es sogar Mehrfachbelastungen durch verschiedene Lärmquellen. Deshalb setzt sich die Landesregierung mit einer umfassenden Lärmminderungsstrategie für eine wirksame Lärmschutzpolitik und eine Verminderung des Umgebungslärms ein.

So unterstützt das Umweltministerium die Städte und Gemeinden beispielsweise bei der Erstellung von Lärmkarten und der nachfolgenden Aktionsplanung. Darüber hinaus setzt sich das Ministerium auch für eine Weiterentwicklung der verkehrsrechtlichen Regelungen ein. Ein erster wichtiger Schritt war dabei die Abschaffung des sogenannten Schienenbonus im letzten Jahr.

Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) fühlen sich in Deutschland 54 Prozent der Bürgerinnen und Bürger durch Straßenlärm gestört oder belästigt. Neben dem Straßen- und Güterverkehr zählen auch Flugzeuge zu massiven Lärmverursachern. Ein Sondergutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen hat aktuell ein erhebliches Defizit im Lärmschutz für Flugverkehr bestätigt. Der Sachverständigenrat fordert deshalb unter anderem eine stärkere Beteiligung der Betroffenen bei der Festlegung von Flugrouten sowie die Einführung von verbindlichen Lärmgrenzwerten zum Schutz der Gesundheit. „Fluglärm macht die Menschen krank. Besonders nachts werden Fluggeräusche als störend empfunden und können zu Unterbrechungen eines gesunden Schlafes führen. Das hat langfristige Folgen für die Gesundheit“, sagte Minister Remmel.

Nachholbedarf in der Lärmsanierung besteht auch vor allem beim Straßenverkehr. Den Städten und Gemeinden fehlen jedoch oft die notwendigen Finanzmittel für Lärmschutzmaßnahmen an kommunalen Straßen. Ein aktuelles Rechtsgutachten des NRW-Umweltministeriums kommt nun zu dem Ergebnis, dass hierbei eine Mitfinanzierung durch den Bund möglich ist. „Die Bundesregierung muss ihrer gesamtstaatlichen Verantwortung für den Lärmschutz nachkommen und schnell Verbesserungen der gesetzlichen Regelungen auf den Weg bringen sowie die notwendigen Finanzmittel für den Lärmschutz bereitstellen“, fordert Minister Johannes Remmel. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium wird entsprechende Forderungen zur Verbesserung eines umfassenden Lärmschutzes in die nächste Umweltministerkonferenz einbringen.

Aktionsbündnis „NRW wird leiser“

Lärm mindern oder vermeiden und damit sich und andere schützen kann jeder Einzelne. Im Rahmen des Aktionsbündnisses „NRW wird leiser“ fördert das Umweltministerium daher das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger Lärm individuell und freiwillig zu reduzieren. Das Aktionsbündnis bietet eine Plattform, an der sich die kommunalen Spitzenverbände, Bürgerinitiativen, Interessenverbände, Wirtschaft und Behörden beteiligen, um gemeinsame Konzepte zum Lärmschutz zu erarbeiten und als Multiplikatoren zu wirken. „Das Aktionsbündnis ist Teil unserer umfassenden Lärmminderungsstrategie. In einer Zeit, in der es immer hektischer und lauter wird, brauchen Menschen und Natur unbedingt mehr Ruhe. Wir müssen deshalb noch stärker für dieses Problem sensibilisieren, denn jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, um Lärm im Alltag zu mindern“, erklärt Minister Remmel.

Tag gegen Lärm in Bochum

Der Tag gegen Lärm findet diesen Mittwoch zum 17. Mal in Deutschland statt. Bundesweit nutzen verschiedene Verbände und Organisationen den Aktionstag, um auf das Lärmproblem aufmerksam zu machen. In Bochum können sich Bürgerinnen und Bürger auf dem Rathausvorplatz über lärmarme Geräte informieren. Bei einer Veranstaltung des Landesumweltamtes im Bochumer Rathaus diskutieren Mitglieder der Kommunalverwaltungen aus NRW Möglichkeiten für eine leisere Stadt.

Weitere Informationen:

Internetportal Umgebungslärm NRW: www.umgebungslaerm.nrw.de:

Broschüre „Besser leben mit weniger Lärm“: http://www.umwelt.nrw.de/extern/epaper/2013/broschuere_besser_leben_mit_laerm/#/1/

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211-4566-748 (Raphaela Hensch).

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