Weltverbrauchertag: Ministerin Gorißen spricht sich für verbraucherfreundliche Gestaltung von künstlicher Intelligenz aus
Fachtagung „Chatbot und KI-Agent: (k)ein Freund und Helfer?“ in Düsseldorf
Kurz vor dem diesjährigen Weltverbrauchertag am 15. März lud Verbraucherschutzministerin Gorißen am Donnerstag, 12. März 2026, zur Veranstaltung „Chatbot und KI-Agent: (k)ein Freund und Helfer?“ nach Düsseldorf ein.
Künstliche Intelligenz prägt schon heute den Alltag vieler Verbraucherinnen und Verbraucher. Viele Menschen nutzen bereits KI-Elemente, ohne dass es ihnen auf den ersten Blick bewusst ist: Chatbots sind zum Beispiel eine bevorzugte Quelle, um Informationen und Empfehlungen zu Produkten und Dienstleistungen einzuholen. In Zukunft könnten sogenannte KI-Agenten ganze Online-Einkäufe oder Reisebuchungen übernehmen. Dies stellt das Verbraucherrecht vor Herausforderungen. Ein zeitgemäßer Verbraucherschutz benötigt daher verlässliche und faire Regeln, um die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher auch im digitalen Verbraucheralltag zu stärken.
Kurz vor dem diesjährigen Weltverbrauchertag am 15. März lud daher Verbraucherschutzministerin Gorißen am Donnerstag, 12. März 2026, zur Veranstaltung „Chatbot und KI-Agent: (k)ein Freund und Helfer?“ nach Düsseldorf ein, um zur verbraucherfreundlichen Gestaltung von künstlicher Intelligenz zu informieren und zu diskutieren.
Die Ministerin sagte im Rahmen eines Videogrußworts zur Eröffnung: „Künstliche Intelligenz kann bei der richtigen Anwendung den Verbraucheralltag deutlich erleichtern. Ihr Einsatz setzt jedoch auch Kenntnisse zur Technik und ihrer Grenzen voraus. KI-Agenten könnten eine neue Art des Einkaufens ermöglichen, indem sie eigenständig Verträge schließen. Unser Ziel ist es, das bestehende Verbraucherrecht hierfür fit zu machen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, ob sie gerade mit einem Menschen oder einer Maschine kommunizieren und der KI-Agent muss fair im Sinne der Konsumenten handeln – und nicht gegen sie. Dafür wollen wir uns auf europäischer Ebene im Rahmen des Digital Fairness Acts einsetzen, um einen starken Verbraucherschutz im digitalen Raum zu gewährleisten.“
Fachveranstaltung zu Chancen und Risiken von KI
In Vertretung für Ministerin Silke Gorißen hielt der Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Martin Berges, vor den rund 120 Gästen eine Rede und nahm zudem an einem Fachgespräch teil.
Die ganztägige Veranstaltung mit Expertinnen und Experten des Verbraucherschutzes, der Wirtschaft und der Wissenschaft nahm in den Blick, wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz den Verbraucheralltag prägt und welche Konsequenzen dies mit sich bringt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer identifizierten Handlungsbedarfe, diskutierten Lösungsansätze und nahmen eine mögliche Fortentwicklung auch bestehender rechtlicher Vorgaben in den Blick.
Die Veranstaltung war der dritte Teil einer Veranstaltungsreihe des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Veranstaltungsreihe rückt aktuelle Themen aus dem wirtschaftlichen Verbraucherschutz in den Fokus und bringt Fachexpertinnen und Fachexperten in den Austausch.
Hintergrund Digital Fairness Act
Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihres Digital Fairness Fitness Check festgestellt, dass das bestehende Verbraucherrecht im digitalen Raum an seine Grenzen stößt. Im Internet sind immer wieder Vorgehensweisen zu finden, die Verbraucherinnen und Verbrauchern schaden. Daher wird derzeit ein Digital Fairness Act von der Europäischen Kommission erarbeitet, um Schutzlücken im digitalen Raum zu schließen.
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