Land fördert KI-Infrastruktur für den Mittelstand am Niederrhein: Ministerin Gorißen übergibt Zuwendungsbescheid an Hochschule Rhein-Waal
Maßgeschneiderte Unterstützung in Sachen Künstliche Intelligenz: Ministerin Silke Gorißen hat in Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal einen Zuwendungsbescheid für das Projekt „Scalable Language Model Infrastructure (SALAMI) – Regionales Innovationssystem für Künstliche Intelligenz im Mittelstand“ übergeben.
Maßgeschneiderte Unterstützung in Sachen Künstliche Intelligenz: Ministerin Silke Gorißen hat in Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal einen Zuwendungsbescheid für das Projekt „Scalable Language Model Infrastructure (SALAMI) – Regionales Innovationssystem für Künstliche Intelligenz im Mittelstand“ übergeben. Das Projekt zielt darauf ab, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) am Niederrhein den sicheren und praxisnahen Einsatz von Sprachmodellen und Bilderkennung zu ermöglichen. Das von der Europäischen Union geförderte Verbundvorhaben unter Leitung der Hochschule Rhein-Waal hat ein Gesamtvolumen von 3,28 Millionen Euro. Davon werden rund 2,84 Millionen Euro über das Förderprogramm bereitgestellt.
„Künstliche Intelligenz gehört längst zum Alltag im Garten- oder Ackerbau sowie in der Forstwirtschaft – Drohnen und Maschinen fliegen und fahren schon heute KI-gestützt über unsere Felder, durch unsere Wälder und Ställe“, so Ministerin Gorißen bei der Bescheidübergabe. „Wir haben hierzulande beste Voraussetzungen: engagierte Betriebe, eine starke Forschung und innovative Unternehmen. Ganz wichtig ist Offenheit für Neues. Diesen Weg gehen wir weiter – Schritt für Schritt, praxisnah und im Dialog!“
Und weiter sagte sie: „Die Herausforderungen in der Land- und Ernährungswirtschaft werden immer komplexer. Umso wichtiger ist es, dass wir Forschung, Innovation und Praxis eng miteinander verbinden. Genau dafür steht das Projekt SALAMI der Hochschule Rhein-Waal. Mit dem Aufbau einer modernen KI-Infrastruktur stärken wir nicht nur den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen, sondern schaffen auch ganz konkrete Perspektiven für kleine und mittlere Unternehmen am Niederrhein.“
Ziel des Projekts SALAMI ist der Aufbau einer skalierbaren KI-Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur am Niederrhein, die als Grundlage für branchenspezifische und lokal betreibbare Anwendungen in Agrarwirtschaft, Verwaltung, Gesundheit und Industrie dient, welche im Projekt in einzelnen Umsetzungsprojekten behandelt werden. Im Mittelpunkt stehen konkrete Lösungen für den Mittelstand – von KI-gestützter Robotik und Präzisionslandwirtschaft bis hin zur kameragestützten Schadensanalyse. So können beispielsweise Feldroboter und Drohnen eingesetzt werden, um Pflanzenkrankheiten, Wildschäden oder Trockenstress auf landwirtschaftlichen Flächen frühzeitig zu erkennen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Ein besonders innovativer Ansatz ist dabei das Lernen durch Demonstration: Landwirtinnen und Landwirte zeigen den Robotern die richtigen Handgriffe – etwa bei der Gemüseernte – und die Systeme übernehmen diese Bewegungsabläufe, sodass sie flexibel auf unterschiedliche Kulturen und Betriebsweisen angepasst werden können.
Im Umsetzungsprojekt im Bereich Landwirtschaft arbeiten dabei mehrere Partner zusammen: Federführend ist die ORB gGmbH aus Krefeld, eine Tochtergesellschaft der Landhouz GmbH, gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal sowie den Unternehmen CODUCT Solutions GmbH und Marvelous Software Solutions UG.
Das Projekt setzt auf sogenannte Small Language Models (SLM) – also kompakte, ressourcenschonende Versionen von großen KI-Sprachmodellen wie beispielsweise GPT, Gemini, Claude oder Llama. Ziel ist es auch, Unternehmen aktiv dabei zu helfen, eigene Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufzubauen. Das stärkt auch die europäische technologische Souveränität.
Konsortialführer des Projekts ist die Hochschule Rhein-Waal unter Leitung von Prof. Dr. Rolf Becker.
Projektpartner sind:
- Hochschule Rhein-Waal (Kleve) für die wissenschaftliche Begleitforschung und Koordination des Projektes
- ORB gGmbH (Krefeld) für die landwirtschaftlichen Komponenten
- CODUCT Solutions GmbH (Kamp-Lintfort) für die Komponenten aus der öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheitswesen
- Marvelous Software Solutions (Kalkar) für den Bereich der beruflichen Integration von Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Ausbildungsberufen mittels KI-Anwendungen in Lernsoftware
- GeSA mbH (Alpen) für die kameragestützte Schadensanalyse an Fahrzeugen, Krananlagen, historischen Gebäuden und PV-Modulen
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