Frisch und gesund: EU-Schulprogramm fördert gesunde Ernährung von 315.000 Kindern in Nordrhein-Westfalen

7. Mai 2026
Ein Apfelbaum im Sonnenlicht

Grund- und Förderschulen sowie Kindertageseinrichtungen erhalten mehrmals pro Woche gesunde Extra-Portionen – frisch und kostenlos.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Das Land Nordrhein-Westfalen versorgt auch im Schul- und Kitajahr 2026/2027 über das EU-Schulprogramm rund 315.000 Kinder regelmäßig mit frischem Obst, Gemüse oder Milch. Grund- und Förderschulen sowie Kindertageseinrichtungen erhalten mehrmals pro Woche gesunde Extra-Portionen – frisch und kostenlos.

Ministerin Silke Gorißen: „Mit dem EU-Schulprogramm legen wir nicht nur einen Grundstein für gesunde Ernährungsgewohnheiten, sondern schaffen auch langfristig ein Bewusstsein für eine ausgewogene Lebensweise.“

Nachfrage bleibt beständig hoch

Auch in 2026 war die Nachfrage nach einer Teilnahme am EU-Schulprogramm erneut hoch: Von Mitte März bis Mitte April 2026 konnten sich interessierte Einrichtungen online bewerben. Im gesamten Schuljahr 2026/27 können 1.068 Schulen mit Obst und Gemüse (241.000 Kinder) sowie 1.028 Schulen und Kitas mit Milch oder Joghurt (74.000 Kinder) beliefert werden. Erste Ergebnisse einer aktuellen Evaluation belegen die Praxistauglichkeit und Wirksamkeit des Programms: Es gewährleistet nicht nur die regelmäßige Versorgung mit frischen Lebensmitteln, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung gesunder Ernährungsgewohnheiten und der langfristigen Gesundheitskompetenz der Kinder.

Das Programm wird aus Mitteln der Europäischen Union sowie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert, mit einem Gesamtvolumen von rund 11 Millionen Euro. Der Anteil der Landesregierung liegt bei 3,7 Millionen Euro pro Jahr. Der Programmteil Obst und Gemüse richtet sich weiterhin an Grund- und Förderschulen, während der Programmteil Milch auch Kindertageseinrichtungen einschließt. Dank Landesmitteln im Programmteil Obst und Gemüse kann das Programm auch weiterhin beständig fortgeführt werden.

Ernährungsbildung als Schlüssel für nachhaltige Veränderung

Die Förderung einer gesunden Ernährung im Kindesalter umfasst neben der Bereitstellung frischer Lebensmittel auch die Förderung von fundiertem Wissen und praktischen Kompetenzen. Deshalb unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen auch gezielte Ernährungsbildungsmaßnahmen, die sowohl Kinder als auch pädagogische Fachkräfte stärken: So bietet das Projekt „BeKind“ der Verbraucherzentrale NRW praxisorientierte Workshops für Fachkräfte, interaktive Geschmacks- und Sinnesparcours für Kinder und umfangreiche Unterrichtsmaterialien, um die Kinder spielerisch an den Themenkomplex gesunde Ernährung heranzuführen. Gleichzeitig werden die pädagogischen Fachkräfte geschult, diese Themen gezielt und langfristig in den Alltag der Kinder zu integrieren, um so eine nachhaltige Veränderung in den Ernährungsgewohnheiten zu fördern.

Im Projekt „Gute Ernährung von Anfang an“ vermitteln geschulte Landfrauen über zielgruppengerechte Unterrichts- und Praxiseinheiten wichtige Ernährungskompetenzen rund um das Thema Pausenfrühstück.

Weitere Informationen zum EU-Schulprogramm NRW unter: www.schulobst-milch.nrw.de 

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