Volle Power für Bundeswehr-Infrastruktur: Neue Bundesbau-Einheit geht an den Start

Das Land bündelt die Zuständigkeiten für den militärischen Bundesbau in Nordrhein-Westfalen unter einem Dach – mit klaren Zuständigkeiten und schlanken Prozessen / Minister Dr. Optendrenk: Geballte Schlagkraft und Expertise für die Modernisierung unserer

5. Februar 2026
Minister Dr. Marcus Optendrenk mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesverwaltung, des BLB NRW und der Bundeswehr bei der Eröffnung der neuen Niederlassung Bundesbau

Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine 450-köpfige Spezialeinheit für die schnelle Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur in unserem Land. Die operative Zuständigkeit für den gesamten Bundesbau liegt ab sofort bei einer neu gegründeten Niederlassung, die die Bauvorhaben des Bundes in Nordrhein-Westfalen plant und umsetzt.

Finanzen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine 450-köpfige Spezialeinheit für die schnelle Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur in unserem Land. Die operative Zuständigkeit für den gesamten Bundesbau liegt ab sofort bei einer neu gegründeten Niederlassung, die die Bauvorhaben des Bundes in Nordrhein-Westfalen plant und umsetzt. 

Die Bauverwaltung des Landes realisiert im Auftrag des Bundes Infrastrukturvorhaben im zivilen sowie im militärischen Bundesbau. Bislang war diese Zuständigkeit organisatorisch aufgeteilt auf die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion und den Bau- und Liegenschaftsbestrieb des Landes (BLB NRW) sowie dort auf sechs Standorte. „Die tradierte Organisationsstruktur im Bundesbau wurde den enormen Anforderungen der Zeitenwende nicht mehr gerecht“, erklärt Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk, dessen Ministerium für den Bundesbau in Nordrhein-Westfalen zuständig ist. „Wir müssen die Verteidigungsinfrastruktur unter Hochdruck modernisieren und zugleich Raum schaffen für den Aufwuchs der Bundeswehr. Parallelstrukturen und Reibungsverluste können wir uns nicht leisten. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, schlanke Prozesse, schnelle Entscheidungen und gebündelte Expertise. Das schaffen wir jetzt unter dem Dach der neuen Niederlassung Bundesbau im BLB NRW.“

Deren Eröffnung wurde am Donnerstag, 5. Februar, in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn gefeiert. Denn die neue Niederlassung ist virtuell: Die Bundesbau-Beschäftigten wurden in die jetzt gegründete Einheit versetzt, können aber von ihren bisherigen Dienstorten aus weiterarbeiten. „Unsere Verwaltung funktioniert so digitalisiert, dass wir Menschen nicht zwingend an einem Ort zusammenführen müssen, damit sie gut und effizient zusammenarbeiten“, so Dr. Optendrenk. „Uns geht es darum, das Potenzial der Erfahrung unserer Expertinnen und Experten im Bundesbau voll auszuschöpfen, um die großen Aufgaben unseres Landes für die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik optimal zu erfüllen.“ 

Und diese Aufgaben sind beträchtlich: Das Bauvolumen allein im militärischen Bundesbau soll von 180 Millionen Euro im Jahr 2023 bis 2029 auf fast 560 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen weitere Bauvorhaben im zivilen Bundesbau etwa für die Bundespolizei. „Mit der neuen Struktur schaffen wir neben mehr Tempo auch einen höheren Grad an Spezialisierung“, so der Minister. „Bisher waren die Zuständigkeiten für Bundesbau-Projekte regional verteilt: Beschäftigte des BLB NRW in Köln haben alle Maßnahmen in Kölner Kasernen geplant und begleitet. Jetzt können wir viel sinnvoller clustern: Ein Team plant exklusiv Unterkunftsbauten, ein anderes Fahrzeughallen, das nächste Hallenschießanlagen. So bilden wir Expertenwissen für die Erfordernisse eines Gebäudetyps und kommen schneller und einfacher von der Planung zur Umsetzung.“ 

Um den Herausforderungen zu begegnen, wächst das Personal im Bereich Bundesbau zudem rasant an: Bis zum kommenden Jahr ist eine Steigerung auf insgesamt 730 vom Bund refinanzierte Stellen in Nordrhein-Westfalen geplant – ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2022. Die Rekrutierungsoffensive über den BLB NRW läuft derzeit auf Hochtouren (aktuelle Ausschreibungen: Karriere im Bundesbau: Das Immobilienunternehmen des Landes Nordrhein-Westfalen).

Für die feierliche Eröffnung der virtuellen Niederlassung Bundesbau war die Kölner Luftwaffenkaserne als eine der deutschlandweit größten Kasernen der ideale Ort. Hier sind unter anderem Teile des Kommandos Luftwaffe, das Luftfahrtamt der Bundeswehr, das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin sowie das Sanitätsunterstützungszentrum Köln-Wahn ansässig. Mit mehr als 4000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 1500 Zivilbeschäftigten unterstreicht der Standort die wichtige Rolle Nordrhein-Westfalens für die Bundeswehr.

Fotos von der Feierlichkeit zur Eröffnung der Niederlassung Bundesbau können Sie hier herunterladen: www.url.nrw/Bundesbau-Niederlassung

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