Treibhausgas-Emissionen: Rückgang um vier Prozent im Jahr 2025
Ministerin Neubaur: Nordrhein-Westfalen setzt erfolgreiche Klimaschutzpolitik fort und investiert wie nie zuvor in konkrete Maßnahmen für Alle
Die Klimaschutzpolitik des Landes wirkt. Das zeigen die jüngsten Daten zum Ausstoß von Treibhausgasen in Nordrhein-Westfalen: Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Emissionen 2025 um rund vier Prozent zurück.
Die Klimaschutzpolitik des Landes wirkt. Das zeigen die jüngsten Daten zum Ausstoß von Treibhausgasen in Nordrhein-Westfalen: Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Emissionen 2025 um rund vier Prozent zurück. Insgesamt wurden noch 171,5 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente emittiert. Seit 1990 hat sich der Ausstoß damit mehr als halbiert (minus 53 Prozent). Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUK) hervor. Auch im Vergleich zum Bundesschnitt liegt Nordrhein-Westfalen vorne: Im selben Zeitraum sanken die Treibhausgase im Bund nur um 48 Prozent.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Die Zahlen zeigen: Nordrhein-Westfalen ist beim Klimaschutz auf einem guten Weg – und unsere Maßnahmen wirken. Gleichzeitig dürfen wir nicht nachlassen weitere Emissionsminderung durch Investitionen zu erreichen. Klimaschutz gelingt nicht durch weniger Industrie, sondern durch ihre Modernisierung. Mit der Zukunftsoffensive haben wir deshalb zwei Milliarden Euro mobilisiert, um Klimaschutz und Klimaanpassung mit wirtschaftlicher Modernisierung zu verbinden. Wir investieren damit so viel wie noch nie in moderne Infrastruktur, klimafreundliche Mobilität, widerstandsfähige Kommunen und eine starke Industrie. So senken wir Emissionen und sichern Wertschöpfung. Wir machen Nordrhein-Westfalen zukunftsfest – ökologisch wie wirtschaftlich.“
Die Ergebnisse der Sektoren im Überblick
Sektoren sind sortiert nach Höhe der Emissionen (Veränderungen gegenüber Vorjahr):
- Die Energiewirtschaft bleibt größter Verursacher von Treibhaus-Emissionen, trotz deutlicher Rückgänge 2025 (minus 6 Prozent) und 2024 (minus 10 Prozent). Minderungen gehen zurück auf eine geringere Strom- und Wärmeerzeugung aus Braunkohle und Mineralöl sowie den starken Ausbau Erneuerbarer Energien (insbesondere Photovoltaik).
- Die Emissionen im Sektor Industrie sinken im Jahr 2024 geringfügig um 1,3 Prozent. Im vergangenen Jahr sanken die Emissionen um 7 Prozent. Das ist unter anderem auf Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen, hohe Energiepreise und rückläufigen Energieeinsatz bei Steinkohle zurückzuführen. Nordrhein-Westfalen will die Emissionsminderung mit einer starken und wettbewerbsfähigen Industrie erreichen. Das Land unterstützt energieintensive Unternehmen deshalb gezielt bei der Steigerung industrieller Resilienz und der strategischen Transformation zur Klimaneutralität.
- Im Verkehr sanken die Emissionen 2025 um zwei Prozent (2024: minus 1,9 Prozent). Gründe: verminderter Kraftstoff- und Energieverbrauch, Effizienzverbesserungen, weitere Zunahme von Elektrofahrzeugen, hohe Kraftstoffpreise und eine konjunkturbedingte Abschwächung des gewerblichen Pkw- und Lkw-Verkehrs. In 2026 wird eine gestiegenen Pkw-Fahrleistung erwartet, welche durch mehr Elektrofahrzeuge und fahrzeugtechnische Verbesserungen überkompensiert werden.
- Bei privaten Haushalten und Kleinverbrauchern zeigt sich 2025 eine Emissionssteigerung von 3,2 Prozent nach einer Minderung im Vorjahr 2024 (-2,1 Prozent). Grund dafür sind die im Vergleich zum Vorjahr kältere Witterung und ein gestiegener Heizbedarf.
- In der Landwirtschaft blieben die Emissionen im vergangenen Jahr konstant (2024: -4,8 Prozent). Grund: 2025 gleichen sich die Effekte aus einer erwarteten Zunahme von Kalkungs- und Düngeremissionen sowie stabilisierten Tierbeständen mit sinkenden Lachgasemissionen aus Böden weitgehend aus.
Hintergrund
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klimaschutz Nordrhein-Westfalen erhebt kontinuierlich die Daten zu den in Nordrhein-Westfalen entstehenden Treibhausgasemissionen und orientiert sich dabei an den Vorgaben des „Weltklimarats“ (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC 2006)). Das LANUK veröffentlicht die Daten jährlich mit jeweils vorläufigen Zahlen für das Vorjahr und den verifizierten Zahlen für das davorliegende Jahr.
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