Nordrhein-Westfalen setzt sich im Bundesrat für Steuerfreiheit von Medaillenprämien der Länder ein

6. März 2026
zwei Goldmedaillen der olympischen Winterspiele in Mailand. Zu sehen sind auf beiden die 5 olympischen Ringe auf Gold, die linke Medaille hat ein blau-weißes Band, die recht ein rot-weißes.

Nachdem das Land zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 die Teilnahmeprämien deutlich erhöht und eine eigene Medaillenförderung eingeführt hat, setzt es sich nun im Bundesrat für die Steuerfreiheit dieser Medaillenprämien ein.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen geht den nächsten Schritt in der Stärkung des Spitzensports. Nachdem das Land zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 die Teilnahmeprämien deutlich erhöht und eine eigene Medaillenförderung eingeführt hat, setzt es sich nun im Bundesrat für die Steuerfreiheit dieser Medaillenprämien ein.

Gemeinsam mit den Ländern Bayern, Berlin und Hamburg bringt Nordrhein-Westfalen einen Änderungsantrag zum Steuerberatungs-Änderungsgesetz ein. Ziel ist es, die bestehende Steuerbefreiung für Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe auf vergleichbare Sportstiftungen der Länder auszuweiten. Darüber hinaus setzt sich Nordrhein-Westfalen mit Bayern für eine Ausweitung der Steuerbefreiung von Medaillenprämien ein, die aus vergleichbaren Landesprogrammen oder unmittelbar aus staatlichen Haushaltsmitteln erfolgen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen hatte gerade erst die erfolgreichsten Olympischen Winterspiele in der Landesgeschichte. Jetzt setzen wir vor Beginn der Paralympics 2026 ein erneutes Signal für die Anerkennung der Spitzenleistung unserer Athletinnen und Athleten. Wir haben zu Beginn der olympischen Winterspiele die Teilnahmeprämien des Landes deutlich erhöht und eine eigene Medaillenförderung eingeführt. Jetzt wollen wir dafür sorgen, dass diese Unterstützung auch vollständig bei den Sportlerinnen und Sportlern ankommt. Wer für Nordrhein-Westfalen Medaillen gewinnt oder unser Land bei Olympischen und Paralympischen Spielen repräsentiert, soll von seiner Leistung auch finanziell profitieren und keine steuerliche Benachteiligung bei Prämien unseres Landes erfahren.“

Mit dem Steueränderungsgesetz 2025 hat der Bund durch eine entsprechende Anpassung im Einkommensteuergesetz festgelegt, dass Prämienzahlungen der Stiftung Deutsche Sporthilfe für Platzierungen bei Olympischen oder Paralympischen Spielen von der Einkommensteuer befreit sind. Prämien von Sportstiftungen der Länder sind bislang nicht erfasst.

Der nun eingebrachte Antrag sieht vor, die gesetzliche Regelung so zu ergänzen, dass auch Zahlungen „vergleichbarer Sportstiftungen der Länder“ erfasst werden. Damit würden auch Medaillenprämien der Landessportstiftungen steuerfrei gestellt.

Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk: „Der Bund hat mit der Steuerfreistellung der Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe einen wichtigen Schritt getan. Wenn die Länder ihre Athletinnen und Athleten in gleicher Weise fördern, muss dies steuerlich ebenso behandelt werden. Unterschiedliche Regelungen sind sachlich nicht begründbar. Wie im Sport geht es auch in der steuerlichen Behandlung um Fair Play. Ein klares Bekenntnis zur Spitzensportförderung bedeutet auch, dass unsere Prämien ohne Abzüge bei den Sportlerinnen und Sportlern ankommen müssen.“

Nordrhein-Westfalen hatte zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 die Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten aus dem Land von 3.500 Euro auf 5.000 Euro erhöht. Zudem wurden die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe für Sportlerinnen und Sportler aus Nordrhein-Westfalen verdoppelt. An den Olympischen Winterspielen 2026 haben 13 Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen teilgenommen, die an acht der gewonnen Medaillen beteiligt waren. 

Mit der Initiative im Bundesrat wird diese finanzielle Stärkung konsequent weitergeführt. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Spitzenleistungen zu verbessern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Sports zu stärken und die Anerkennung für herausragende sportliche Erfolge auch steuerlich sichtbar zu machen.

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