Nordrhein-Westfalen gedenkt am ersten Jahrestag der Hochwasserkatastrophe der Opfer

Ministerpräsident Wüst: Die Hochwasserkatastrophe, die vor einem Jahr ihren Anfang nahm, hat sich eingebrannt in das kollektive Gedächtnis unseres Landes. Sie hat uns geprägt – jeden einzelnen mit seiner persönlichen Geschichte und unser Land insgesamt

14. Juli 2022
Nordrhein-Westfalen gedenkt am ersten Jahrestag der Hochwasserkatastrophe der Opfer

Am 14. und 15. Juli 2022 jährt sich die Hochwasserkatastrophe von 2021 zum ersten Mal.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Am 14. und 15. Juli 2022 jährt sich die Hochwasserkatastrophe von 2021 zum ersten Mal. Mehr als 180 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen waren vom Hochwasser betroffen. Besonders schwer wurden der Kreis Euskirchen, die Städteregion Aachen, der Rhein-Erft-Kreis, der Märkische Kreis sowie die Stadt Hagen getroffen. 49 Menschen verloren in Nordrhein-Westfalen ihr Leben.

Am späten Nachmittag des 14. Juli 2022 laden die Katholische und die Evangelische Kirche in Zusammenarbeit mit der Landesregierung zu einem Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Herz Jesu in Euskirchen ein. Daran wird im Beisein von Hinterbliebenen der Opfer auf Einladung von Ministerpräsident Hendrik Wüst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnehmen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Hochwasserkatastrophe, die vor einem Jahr ihren Anfang nahm, war ein Einschnitt in der Geschichte unseres Landes. Sie hat uns geprägt, jeden einzelnen mit seiner persönlichen Geschichte und unser Land insgesamt. Die Verluste und die unbändigen Kräfte der Natur – diese Bilder haben sich für immer in die Erinnerung eingebrannt. Zu den Erinnerungen gehören aber auch die große Solidarität und Hilfsbereitschaft, die bis heute anhalten und beeindrucken. Menschen aus dem ganzen Land sind gekommen, haben geholfen und gespendet. Dieser Zusammenhalt in unserem Land macht stolz und berührt.“

„Wir müssen uns besser auf solche Großschadensereignisse vorbereiten“, so der Ministerpräsident weiter. „Der Schutz unseres Klimas und die Bewahrung der Schöpfung sind die größten Aufgaben unserer Zeit. Sich an die schon bestehenden Folgen des Klimawandels anzupassen, gehört auch dazu. Die Hochwasserkatastrophe mahnt uns, beim Klimaschutz voranzukommen und erfolgreich zu sein bei der Verbindung von Klimaschutz und Industrieland. Es liegt an unserer Generation, die richtigen Weichen zu stellen.“

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Wirtschafts- und Klimaschutzministerin: „Ein Jahr ist es nun her, dass eine Hochwas- serkatastrophe innerhalb weniger Stunden Tod, Leid und Zerstörung brachte. Für viele Betroffene ist seitdem nichts mehr so, wie es war. Am Jahrestag sind meine Gedanken bei den mehr als 180 Menschen, die in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihr Leben in den Fluten verloren haben, und bei ihren Hinterbliebenen. Und bei den Rettungskräften und den vielen Freiwilligen, die unmittelbar nach der Flut mit angepackt haben und über sich hinausgewachsen sind. Sie haben gezeigt: Wir in Nordrhein-Westfalen stehen zusammen. Die Katastrophe ist gleichzeitig ein Auftrag an uns, durch einen massiv beschleunigten Klimaschutz diese und künftige Generationen vor solchen Ereignissen zu schützen. Vorsorge für Jetzt und die kommenden Generationen soll das Leitprinzip dieser Regierung werden.“

Der Ökumenische Gottesdienst zum Jahrgedächtnis der Hochwasserkatastrophe findet am Donnerstag, 14. Juli 2022, um 17.30 Uhr in der Kirche Herz Jesu in Euskirchen statt. Die Kirche war selbst vom Hochwasser betroffen. Gestaltet wird der Gottesdienst von Betroffenen sowie Helferinnen und Helfern, Pfarrer Tobias Hopmann, Präses Dr. Thorsten Latzel, Generalvikar Monsignore Guido Assmann, Kantorin Julia Wunsch, Lektorin Ingrid Schaaf, und dem Bläserensemble des Heeresmusikkorps Kassel der Bundeswehr. Im Anschluss an den Gottesdienst sprechen Ministerpräsident Hendrik Wüst und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Im Nachgang treffen sie mit den Hinterbliebenen der Opfer zusammen.

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