Neue Forschungsgebäude für die Universitätsmedizin Münster eröffnet

Land Nordrhein-Westfalen und Bund investieren 250 Millionen Euro für MedForCe und Body and Brain Institute – Mehr als 900 Forscherinnen und Forscher unter einem Dach

8. Oktober 2026
Forscherin mit Arznei und leeren Kapseln

Das neue Medizinische Forschungs-Centrum (MedForCe) und das Body and Brain Institute Münster (BBIM) sind miteinander verbunden und schaffen Platz für rund 900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Kultur und Wissenschaft

Am Universitätsklinikum Münster sind zwei Forschungsbauten eröffnet worden. Das neue Medizinische Forschungs-Centrum (MedForCe) und das Body and Brain Institute Münster (BBIM) sind miteinander verbunden und schaffen Platz für rund 900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Bauten bieten hochmoderne Forschungsbedingungen und stärken die Zusammenarbeit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Das Land Nordrhein-Westfalen hat für die Bauten insgesamt rund 216 Millionen Euro investiert. Der Bund beteiligt sich mit rund 32 Millionen Euro am BBIM. Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte die Eröffnung der beiden Gebäude am Donnerstag, 8. Oktober 2026.

Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Mit MedForCe und dem Body & Brain Institute entstehen in Münster optimale Voraussetzungen für medizinische Spitzenforschung. Rund 900 Forscherinnen und Forscher werden hier künftig gemeinsam an den großen Fragen der Medizin arbeiten – von Infektions- und Krebsforschung bis zu neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Besonders wichtig ist die unmittelbare Nähe von Forschung und Klinik: Neue Erkenntnisse sollen möglichst schnell bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Genau deshalb investiert das Land Nordrhein-Westfalen 216 Millionen Euro gezielt in moderne Forschungsgebäude und Freiräume für exzellente Forschung. Ich bin überzeugt: MedForCe und BBIM werden den Wissenschafts- und Medizinstandort Münster nachhaltig stärken und den Menschen in Nordrein-Westfalen und weit darüber hinaus zugutekommen.“

Prof. Alex W. Friedrich, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Münster: „Mit dem MedForCe rücken Forschung, spezielle Labordiagnostik und klinische Versorgung enger zusammen als je zuvor. Die hochmoderne Infrastruktur und die räumliche Nähe der verschiedenen Fachdisziplinen schaffen optimale Bedingungen, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in eine noch bessere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten umzusetzen. Damit stehen auch Spezialuntersuchungen und Expertise der Universitätsmedizin für alle Partner in unserer Versorgungsregion aus einem Guss zur Verfügung.“

Prof. Frank Ulrich Müller, Dekan der Medizinischen Fakultät: „Mit der neuen Infrastruktur finden nicht nur langjährige Kompromisse ein Ende: Es werden Synergien geschaffen, die die hiesige medizinische Forschung ganz erheblich nach vorne bringen werden. Für die medizinische Forschung am Standort wird ein Traum wahr.“

Die Neubauten sind Teil des neuen Forschungs-Campus Ost am Coesfelder Kreuz, den Universitätsklinikum und Universität langfristig entwickeln. Auf insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Nutzfläche bieten die Gebäude modernste Bedingungen für medizinische Spitzenforschung. Die neue Infrastruktur bringt bislang räumlich getrennte Fachdisziplinen zusammen und schafft kurze Wege zwischen Forschung, spezieller Labordiagnostik und klinischer Versorgung. Die Bauarbeiten für die beiden Gebäude hatten Anfang 2020 begonnen. 

Am MedForCe und BBIM arbeiten bereits rund 700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster. Das Gebäude schafft Räume für verschiedene Forschungsgruppen, die Institute für Medizinische Mikrobiologie, Hygiene und Virologie, das Humangenetik-Centrum und die Zentrale Biobank. Der Neubau kann sehr flexibel genutzt werden: So vergibt die Medizinische Fakultät sogenannte Forschungsverfügungsflächen in einem internen Wettbewerb an besonders aussichtsreiche Arbeitsgruppen.

Die Forschung am BBIM konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Körper. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Multiple Sklerose, Autoimmunenzephalitiden und Angststörungen. Der interdisziplinäre Ansatz verbindet Grundlagen und klinische Forschung. Fragestellungen aus der Patientenversorgung können direkt in die Forschung einfließen – und Ergebnisse der Wissenschaft unmittelbar ausgetauscht werden.

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