Ferien sind MINT: Kultur- und Wissenschaftsministerin Brandes besucht zdi.NRW-Ferienkurse

Abschluss der zdi-Herbstreise in Duisburg: QuantumSchoolLab zum offiziellen zdi-Lernort ernannt

28. Oktober 2026
Ina Brandes

Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes besucht auf ihrer zdi-Herbstreise verschiedene Standorte der Landesinitiative. Nach Stationen in Bielefeld, Dortmund, Gütersloh und Neuss war sie zu Gast beim zdi-Netzwerk Duisburg. Bei dem Besuch überreichte die Ministerin eine Urkunde, mit der QuantumSchoolLab an der Universität Duisburg-Essen zum offiziellen zdi-Lernort ernannt wurde.

Kultur und Wissenschaft

Wie kommt Sonnenstrom auch dann aus der Steckdose, wenn die Sonne nicht scheint? Wie baut man einen Roboter, der beim Tragen und Sortieren helfen kann? Und wie können wir mit cleveren Ideen unsere Umwelt schützen? Um solche Fragen zu beantworten, braucht es junge Menschen, die neugierig sind, tüfteln, experimentieren und eigene Ideen ausprobieren. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) helfen dabei, die Welt besser zu verstehen und Lösungen für die Zukunft zu entwickeln. Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW), die Gemeinschaftsoffensive für den MINT-Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen, weckt diese Begeisterung schon früh: In spannenden Kursen außerhalb der Schule – auch in den Ferien – können Kinder und Jugendliche selbst forschen, bauen und programmieren und entdecken, wie viel Spaß MINT macht.

Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes besucht am 27. und 28. Oktober 2026 auf ihrer Herbsttour verschiedene Standorte der Landesinitiative. Nach Stationen in Bielefeld, Dortmund, Gütersloh und Neuss war sie am Mittwoch, 28. Oktober 2026, zu Gast beim zdi-Netzwerk Duisburg. Bei dem Besuch überreichte die Ministerin eine Urkunde, mit der QuantumSchoolLab an der Universität Duisburg-Essen zum offiziellen zdi-Lernort ernannt wurde. In Nordrhein-Westfalen gibt bereits über 100 solcher außerschulischen Lernorte – etwa an Hochschulen, Schulen, Unternehmen und Museen. 

Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Die Ausbildung junger Menschen zu qualifizierten Fachkräften ist die entscheidende Zukunftsfrage, ob wir unseren Wohlstand und unsere soziale Sicherheit werden halten und mehren können. Denn die großen Herausforderungen etwa des Klimawandels und der nachhaltigen Energieversorgung werden wir nur meistern, wenn wir jungen Menschen Lust auf MINT machen. Ich danke den vielen engagierten und erfahrenen Fachleuten in unseren zdi-Laboren, denen das ganz hervorragend gelingt. Und die Schülerinnen und Schüler kann ich nur ermutigen, jede Gelegenheit zu nutzen, Neues in Naturwissenschaften und Technik zu entdecken. Mit diesem Wissen werdet ihr beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.“

Bei ihrem Besuch erhielt Ministerin Brandes einen Einblick in den Ferienkursus „Quantenradierer und Quantenkryptographie“. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei Quantenphysik anhand eigener Experimente kennen. Beispielsweise erproben sie bei einem Versuch zur Quantenkryptographie, wie Informationen mithilfe quantenphysikalischer Prinzipien sicher übertragen werden können. 

Das QuantumSchoolLab wurde seit 2025 aufgebaut, um Schülerinnen und Schüler durch praktische Experimente und interaktive Lernangebote für Quantentechnologien zu begeistern. Neben einem Tageskursus im Labor entstanden in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Informatik und Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen bereits Experimentierboxen und Unterrichtsmaterialien, die von mehreren Schulen genutzt werden. Das Angebot richtet sich auch an Lehrkräfte und Studierende, um Quantenbildung in Schule und Hochschule weiter zu fördern.

Zuvor hatte die Ministerin beispielsweise in Neuss einen Ferienkursus im TüftelLab besucht. Dort entwickeln die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 individuelle Designprodukte wie Sticker, bedruckte Jutebeutel oder personalisierte Schlüsselanhänge. An der TU Dortmund war die Ministerin bei einem Kurs des DLR_School_Lab zu Gast, bei dem junge Menschen beim Übergang in den Beruf unterstützt werden. Auf dem Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld traf sie auf Kinder, die mit Lego-Steinen und Steuerungselementen eigene Roboter bauen und dabei lernen, wie Sensoren, Motoren und Steuerungen zusammenarbeiten. 

Auf der Herbstreise überreichte die Ministerin auch Förderzusagen für die Projekte von „zdi-MINTplus.NRW“ aus dem EFRE/JTF-Programm (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung /Just Transition Fund), die vom Land zusätzlich unterstützt werden. Landesweit waren in der aktuellen Runde des Förderprogramms 30 Projekte erfolgreich, die künftig mit insgesamt rund 3,4 Millionen Euro gefördert werden.

Über zdi.NRW

Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) ist mit rund 5.700 Partnerschaften aus Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Gesellschaft europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Die MINT-Angebote gibt es in Nordrhein-Westfalen in allen Kreisen und kreisfreien Städten. In über 20 Jahren hat zdi.NRW über 4,5 Millionen junge Menschen erreicht. Über 100 der sogenannten „zdi-Schüler:innenlabore“ eröffnen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen an hochwertig ausgestatteten außerschulischen MINT-Lernorten zu sammeln und sollen auch für naturwissenschaftlich-technische Berufe und Studienfächer begeistern. Jährlich werden rund 10 Millionen Euro vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft zur Unterstützung von zdi.NRW eingesetzt. Weitere Ministerien begleiten den Netzwerkausbau auf Landesebene.

 

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