Mobilfunkmesswoche NRW geht in die vierte Runde: Gemeinsam Funklöcher schließen
Ministerin Neubaur: Jede Messung zählt – wie ein neuer Funkmast im Rhein-Sieg-Kreis zeigt
Nordrhein-Westfalen ist bereits auf 98,6 Prozent der Fläche mit 4G versorgt – jetzt kommt es auf die letzten Lücken an.
Die Mobilfunkmesswoche NRW geht in die vierte Runde – und sie wirkt: Ein neuer Funkmast in Eitorf-Hönscheid im Rhein-Sieg-Kreis wird Ende Juni in Betrieb genommen, weil Bürgerinnen und Bürger mit der Mobilfunk-Check-App genau dort eine Versorgungslücke dokumentiert haben. Nordrhein-Westfalen ist bereits auf 98,6 Prozent der Fläche mit 4G versorgt – jetzt kommt es auf die letzten Lücken an. Von Mittwoch, 24. Juni bis Mittwoch, 1. Juli 2026, sind alle Einwohnerinnen und Einwohner wieder aufgerufen, ihren Mobilfunkempfang mit der kostenlosen App der Bundesnetzagentur zu messen.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstützt die Aktion erneut als Schirmfrau: „Wir brauchen gute Mobilfunknetze für unseren Alltag. Nordrhein-Westfalen ist beim Mobilfunk weit gekommen – und die Menschen im Land haben dazu beigetragen. Über 87.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 53 Millionen Messpunkte und jetzt ein neuer Funkmast, der genau dort entsteht, wo die Daten ihn gefordert haben. Die letzten Lücken schließen wir gemeinsam. Messen Sie mit!“
Wie funktioniert die Funkloch-Suche?
Mitmachen ist ganz einfach: Mobilfunk-Check-App herunterladen, unterwegs starten und ganz normal das Handy nutzen – ob auf dem Weg zur Arbeit, bei Fahrradtouren oder kurzen Spaziergänge. Im Hintergrund misst die App automatisch, wie gut das Mobilfunknetz funktioniert. Die Ergebnisse werden anonym gesammelt und in der Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Die Mobilfunk-Check-App steht kostenlos und werbefrei in den App-Stores zum Download bereit.
Was bringt die Mobilfunkmessung?
In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 87.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen rund 53 Millionen Messpunkte geliefert. Die Ergebnisse haben dazu beigetragen, die Versorgungslage realistisch aus Nutzersicht abzubilden – und gezielt zu verbessern. Wichtig: Je kleiner die Versorgungslücken werden, umso mehr kommt es auf die präzisen lokalen Messungen der Bürgerinnen und Bürger an.
Der Netzanbieter Telefónica Deutschland hat die Ergebnisse der vergangenen Mobilfunk-Messwoche genutzt, um ein Funkloch in Eitorf-Hönscheid im Rhein-Sieg-Kreis zu schließen. Dafür wird Ende Juni ein neuer Funkmast in Betrieb genommen. Dieses Beispiel zeigt, wie die Mobilfunk-Messung aus Nutzersicht konkret hilft, die Versorgung weiter zu verbessern.
Wie ist der Ausbaustand des Mobilfunks in Nordrhein-Westfalen?
Laut Bundesnetzagentur beträgt die 4G-Flächenversorgung durch mindestens einen Mobilfunknetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen 98,6 Prozent. 5G ist bereits in 96,8 Prozent der Fläche durch mindestens einen Netzbetreiber verfügbar. 10,7 Prozent der Landesfläche sind so genannte „graue Flecken“, also Flächen die von mindestens einem, aber nicht allen Netzbetreibern mit 4G oder 5G versorgt werden. 1,2 Prozent der Landesfläche sind als „weiße Flecken“ bislang weder mit 4G noch mit 5G versorgt. Die Basisdaten zur Mobilfunkversorgung auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen werden im Dashboard www.mobilfunk.nrw auf Basis der Daten des Mobilfunkmonitorings der Bundesnetzagentur halbjährlich aktualisiert.
Mehr zur Mobilfunkmesswoche NRW:
Die Mobilfunkmesswoche NRW ist aus einer Initiative der Digitale Infrastruktur-Koordinatorinnen und -koordinatoren in den Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens entstanden. 2026 findet die Messwoche bereits zum zweiten Mal auch bundesweit und gleichzeitig in allen Bundesländern statt.
Weitere Informationen zur bundesweiten Mobilfunkmesswoche stehen unter www.check-dein-netz.de zur Verfügung.
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