Erneuerbare Energien als Standortvorteil: Ministerin Mona Neubaur besucht Unternehmen im Rheinischen Revier
Neubaur: Der Gigawattpakt ist eine echte Erfolgsgeschichte – Planbare Energiekosten für Betriebe, Auftrieb für die gesamte Region
Gemeinsam mit Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, besucht die Ministerin das Eisenwerk Brühl und den Agrar-Service von Meer in Euskirchen.
Das Rheinische Revier erreicht sein Ziel beim Ausbau Erneuerbarer Energie voraussichtlich deutlich schneller als geplant. Schon Anfang 2027 könnte die im Gigawattpakt bis 2028 vorgesehene Leistung von fünf Gigawatt in Betrieb sein. Aktuell sind in der Region bereits 4,5 Gigawatt an Wind-, Sonnen- und Bioenergie realisiert. Damit hat sich die installierte Leistung seit Ende 2020 nahezu verdoppelt. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur macht sich bei ihrer Gigawattpakt-Tour vor Ort ein Bild bei zwei Unternehmen, die konsequent auf Erneuerbare Energien setzen. Gemeinsam mit Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, besucht die Ministerin das Eisenwerk Brühl und den Agrar-Service von Meer in Euskirchen.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Der Gigawattpakt ist eine echte Erfolgsgeschichte. Erneuerbare sind für Unternehmen im Rheinischen Revier längst Standortvorteil: sichere Energie zu planbaren Kosten. Das schafft Investitionen, Wertschöpfung und Jobs – und gibt der ganzen Region Auftrieb.“
Das sind die Stationen der Gigawattpakt-Tour am Freitag, 17. Juli 2026:
- Die Eisenwerk Brühl GmbH setzt konsequent auf Sonnenenergie. Das traditionsreiche Industrieunternehmen investiert in eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund sieben Megawattpeak auf dem Betriebsgelände und den angrenzenden Parkplatzflächen und setzt damit konsequent auf eine nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung. Der selbst erzeugte Solarstrom trägt dazu bei, Energiekosten zu senken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. Das Vorhaben macht deutlich, wie energieintensive Industrieunternehmen Erneuerbare Energien erfolgreich in ihre Produktionsprozesse integrieren können.
- Der Agrar-Service von Meer in Euskirchen betreibt eine moderne Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von rund 3,5 Megawatt. Das erzeugte Biogas wird sowohl zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt als auch zu Biomethan aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist. Das Unternehmen zeigt, welchen Beitrag flexible Bioenergie für eine sichere Energieversorgung und regionale Wertschöpfung leisten kann. Mit Biogas kann Strom genau dann erzeugt werden, wenn er benötigt wird – und so etwa in Zeiten geringer Einspeisung zur Versorgungssicherheit beitragen. Das Projekt zeigt, wie Landwirtschaft und Energiewende erfolgreich zusammenwirken können.
Der Gigawattpakt - Zentrales Projekt des Strukturwandels
Der Gigawattpakt ist ein Bündnis aus Kommunen, Kreisen, Unternehmen der Energiewirtschaft, Projektentwicklern sowie dem Land Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Rheinischen Revier deutlich zu beschleunigen und bis 2028 eine installierte Leistung von mindestens fünf Gigawatt zu erreichen.
Bund und Land unterstützen die Transformation der Region mit bis zu 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind insgesamt 708 vielfältige Strukturwandelprojekte mit einem Fördervolumen von rund 3,1 Milliarden Euro bewilligt. Den Gigawattpakt unterstützt das Land durch Beratungsstrukturen und Förderungen für Projekte von Kommunen.
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