Ministerpräsident Wüst zum Bürgerentscheid: Rekordbeteiligung stärkt Olympia-Bewerbung
Statement von Ministerpräsident Hendrik Wüst anlässlich der zentralen Veranstaltung zu den Ergebnissen der Ratsbürgerentscheide für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr.
Statement von Ministerpräsident Hendrik Wüst anlässlich der zentralen Veranstaltung zu den Ergebnissen der Ratsbürgerentscheide für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr: „In den letzten Wochen konnten Millionen Menschen an Rhein und Ruhr ihre Stimme abgeben. Sie konnten darüber entscheiden, ob sie Olympische und Paralympische Spiele in ihrer, in unserer Heimat wollen. Ob sie der Bewerbung KölnRheinRuhr ihre Stimme, ihr ‚Ja‘ geben. Noch nie in der olympischen und paralympischen Geschichte wurden so viele Menschen befragt, ob sie für die Spiele sind. Niemand bezieht mehr Menschen ein, niemand bezieht mehr Städte ein als wir. Wir haben immer klargemacht: Moderne, nachhaltige Spiele kann es nur mit der Zustimmung und nicht gegen den Willen der Menschen im Land geben. Eine demokratische Zustimmung der Menschen ist für uns das Fundament einer erfolgreichen Bewerbung. Heute sehen wir: dieses Fundament ist stark. Es ist das stärkste Fundament aller Bewerber. Denn die Beteiligung an dieser Abstimmung ist stark.
Nach den uns zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Zahlen haben rund 1,4 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben. Das ist eine herausragende Zahl. Damit bricht diese Abstimmung gleich mehrere Rekorde: Es ist die größte direktdemokratische Beteiligung in der olympischen Geschichte und es ist zugleich die größte Bürgerbefragung in der Geschichte unseres Landes Nordrhein-Westfalen. In der gesamten Region liegt die Beteiligung geschätzt und vorläufig bei rund 32 Prozent. In Köln liegt die Abstimmungsbeteiligung bei rund 40,5 Prozent. Damit ist die Abstimmung auch die größte Bürgerbeteiligung in der Geschichte der Stadt Köln.
Heute ist also nicht nur ein wichtiger Tag für olympische und paralympische Spiele in Deutschland. Heute ist auch ein Tag gelebter Demokratie. Ich danke allen Menschen, die abgestimmt und sich eingebracht haben. Und ich möchte ausdrücklich auch allen Menschen sehr herzlich danken, die an der Organisation dieser Befragung mitgewirkt und für die Teilnahme geworben haben. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten dafür gearbeitet, die Menschen zu informieren, zu motivieren und sie einzuladen, Teil der Olympia-Bewegung zu werden. Und ich kann Ihnen mitteilen: wir können davon ausgehen, dass die Menschen unserer Bewerbung mehrheitlich ihre Stimme gegeben haben. Noch bis gestern waren die Demoskopen, die diesen Prozess von Anfang an begleitet haben, drei Tage lang ‚im Feld‘ und haben die Menschen in der Region KölnRheinRuhr konkret gefragt, wie sie abgestimmt haben. Die Zahlen dieser allerletzten, repräsentativen Umfrage zeigen uns ein klares Ja für Olympia in Nordrhein-Westfalen! Nach der Umfrage dürften rund 6 von 10 Menschen für die Spiele in KölnRheinRuhr gestimmt haben. Das ist ein historisches Olympia-Votum. Wenn sich dieser Trend bestätigt, wäre diese Abstimmung ein beeindruckendes Bürgervotum für ein großes Projekt. Beispiellos in der olympischen Geschichte. Mit einer noch nie da gewesenen Kraft für eine erfolgreiche Bewerbung Deutschlands um die Spiele.
14 Millionen Tickets, Rekordkulissen, 100 Prozent bestehende oder temporäre Sportstätten und 95 Prozent der Athletinnen und Athleten in einem zentralen olympischen und paralympischen Dorf. Nordrhein-Westfalen bietet die kompaktesten Spiele. Olympische und paralympische Spiele für alle – mit fast anderthalb Millionen vergünstigten Tickets für Kinder, Familien und Ehrenamtler. Das sind die größten Stärken unserer Bewerbung, die mittlerweile auch deutschlandweit diskutiert werden. Und sie haben die Menschen an Rhein und Ruhr offenkundig überzeugt. Auch deshalb, weil wir immer gut zugehört haben: Dem organisierten Sport, den Sportlerinnen und Sportlern selbst, den Expertinnen und Experten, den Bürgerinnen und Bürgern und den Kommunen. Das Team der Bewerbung KölnRheinRuhr hat Hinweise und Kritik immer ernst genommen und dann seine Hausaufgaben gemacht. Seit Herbst 2025 haben wir Entscheidungen getroffen, das Konzept immer wieder angepasst und verbessert haben. Das zahlt sich heute aus. Und dafür bin ich sehr dankbar.
Dass die Menschen in KölnRheinRuhr unsere Argumente auch kennengelernt haben, daran haben ganz viele Menschen mitgewirkt: Im Sport, in Vereinen und im Ehrenamt. In Unternehmen, in den beteiligten Städten und darüber hinaus. Ob Gesellschaft, Wirtschaft, Kirchen, Religionsgemeinschaften oder Politik: aus allen Bereichen unseres Landes kam breite Unterstützung für unsere Bewerbung. Sie alle haben gesagt: wir stehen hinter der Idee KölnRheinRuhr. Unsere Bewerbung hatte von Anfang an einen besonderen, mitreißenden Spirit. Überall wo ich gewesen bin in den letzten Wochen war das spürbar. Und für diese großartige Unterstützung, ihren Einsatz und ihre Leidenschaft möchte ich hier danke sagen.“
Kontakt
Pressekontakt
Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen
| Telefon: | 0211 / 837-1134 |
|---|---|
| E-Mail: | presse [at] stk.nrw.de |