Ministerpräsident Wüst reist nach Schlesien und zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Ministerpräsident Wüst: Die deutsch-polnische Freundschaft ist ein Fundament europäischer Stärke

19. Mai 2026
Ministerpräsident Wüst reist nach Schlesien

Vom 19. bis 20. Mai 2026 reist Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Schlesien in der Republik Polen sowie zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Im Mittelpunkt der Reise stehen die Weiterentwicklung der 25-jährigen Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und der Woiwodschaft Schlesien, das Jubiläum 25 Jahre Regionales Weimarer Dreieck sowie 35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Vom 19. bis 20. Mai 2026 reist Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Schlesien in der Republik Polen sowie zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Im Mittelpunkt der Reise stehen die Weiterentwicklung der 25-jährigen Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und der Woiwodschaft Schlesien, das Jubiläum 25 Jahre Regionales Weimarer Dreieck sowie 35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag. Gemeinsam mit seinen Partnerregionen Schlesien und Hauts-de-France setzt Nordrhein-Westfalen damit ein Zeichen für europäische Zusammenarbeit, Resilienz und den Austausch in Zeiten geopolitischer Herausforderungen. Auf dem Programm stehen unter anderem politische Gespräche, Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft sowie ein trilaterales Treffen im Regionalen Weimarer Dreieck. Zudem wird Ministerpräsident Wüst am zweiten Tag der Reise das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau besuchen.

 

 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die deutsch-polnische Freundschaft ist ein Fundament europäischer Stärke. Wir müssen die Kraft aufbringen, diese Freundschaft unaufhörlich zu pflegen. Die Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Schlesien sowie die Zusammenarbeit im Regionalen Weimarer Dreieck zeigen seit vielen Jahren, wie Europa durch Vertrauen, Austausch und konkrete gemeinsame Projekte zusammenwächst. Europa wächst nicht allein in Hauptstädten – Europa wächst dort, wo Regionen Verantwortung füreinander übernehmen. Nordrhein-Westfalen, Schlesien und Hauts-de-France verbindet der gemeinsame Wille, Europa resilienter, sicherer und handlungsfähiger zu machen – sei es durch den Austausch junger Menschen, die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Kultur oder gemeinsame Projekte zu Strukturwandel, Gesundheit und Cybersicherheit. Zugleich ist die Partnerschaft mit Schlesien ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der deutsch-polnischen Beziehungen insgesamt. 35 Jahre nach dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern und Regionen trotz Herausforderungen in der Vergangenheit in Zukunft weiter zu vertiefen und mit Leben zu füllen. Starke Regionen schaffen ein starkes Europa.“

Nordrhein-Westfalen versteht die Partnerschaft mit Schlesien ausdrücklich als Beitrag zu einem resilienten und souveränen Europa. Beide von der Industrie geprägte Regionen verbindet insbesondere der gemeinsame Strukturwandel zu modernen Wirtschafts-, Forschungs- und Innovationsstandorten. Im Fokus der Gespräche stehen daher unter anderem Fragen der wirtschaftlichen Modernisierung, der Gesundheitsversorgung, der Cybersicherheit und der Krisenvorsorge.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist die Zusammenarbeit im Regionalen Weimarer Dreieck zwischen Nordrhein-Westfalen, Schlesien und der französischen Region Hauts-de-France. Seit 25 Jahren arbeiten die drei Partnerregionen eng zusammen und fördern gemeinsam den Austausch zwischen jungen Menschen, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Mit Formaten wie dem Jugendgipfel, Kulturprojekten und dem Expertenaustausch zum Strukturwandel wird europäische Zusammenarbeit auf regionaler Ebene konkret gelebt und weiterentwickelt.

Der zweite Tag der Reise steht im Zeichen von Erinnerung und historisch-politischer Verantwortung. Mit dem Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau setzt Ministerpräsident Wüst ein bewusstes Zeichen gegen Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit und das Vergessen. Im Anschluss besucht der Ministerpräsident die Internationale Jugendbegegnungsstätte Oświęcim, die seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung, zur Erinnerungskultur und zur historisch-politischen Bildung leistet.

Ministerpräsident Wüst: „Auschwitz ist ein Abgrund deutscher Geschichte. Auschwitz steht stellvertretend für das, was niemals wieder geschehen darf. Gerade deshalb bleibt die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus eine dauerhafte Verantwortung unseres Landes. Erinnerung ist aber kein Selbstläufer. Sie braucht Zugang, Begegnung und den klaren politischen Willen, sie auch für kommende Generationen lebendig zu halten. Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust wird umso wichtiger, weil immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von den Verbrechen berichten können. Deshalb ist es unsere Aufgabe als Staat, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass junge Menschen verstehen können, was geschehen ist und welche Verantwortung daraus für Gegenwart und Zukunft erwächst. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir entscheiden, wie wir mit ihr umgehen. Unsere Entscheidung ist eindeutig: Wir übernehmen Verantwortung, wir handeln und wir machen aktive Erinnerung so zugänglich wie möglich. Das ist der Anspruch unseres Landes.“

Begleitet wird Ministerpräsident Hendrik Wüst von einer hochrangigen Delegation aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Gesundheitswesen und Sport. Die Zusammensetzung der Delegation unterstreicht die Breite und Tiefe der Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen. Ein besonderer Bestandteil der Reise ist die neu geschaffene Initiative „Botschafterinnen und Botschafter NRW–Schlesien“, die die Regionalpartnerschaft noch stärker in Gesellschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft verankern soll.

 

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