Immaterielles Kulturerbe: Drei Kulturformen auf Vorschlag Nordrhein-Westfalens neu anerkannt

Buchbinderhandwerk, Demoszene und Papiertheater werden auf Beschluss der Kulturministerkonferenz in das bundesweite Verzeichnis aufgenommen

19. März 2021
Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft

Deutschlandweit sind 18 Kulturformen und zwei Modellprogramme neu in das bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen worden.

Kultur und Wissenschaft

Deutschlandweit sind 18 Kulturformen und zwei Modellprogramme neu in das bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen worden. Das hat die Kulturministerkonferenz der Länder heute beschlossen. Darunter sind mit dem Buchbinderhandwerk, der Demoszene und dem Papiertheater auch drei Vorschläge, die das Land Nordrhein-Westfalen auf Empfehlung einer unabhängigen Landesjury unterbreitet hat. Sie fanden im mehrstufigen nationalen Auswahlverfahren auf allen Ebenen Zustimmung zur Anerkennung als kulturelles Erbe.
 
„Die Aufnahme der Buchbinderei, der Demoszene wie auch des Papiertheaters in das Bundesweite Verzeichnis ist ein Beleg für die Vielfalt lebendiger Traditionen in Nordrhein-Westfalen. Die Aufnahme sichert das Fortbestehen von immateriellen Kulturformen. Dieser Erfolg soll auch dazu beitragen, den Kulturformen die Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu verschaffen, die sie verdienen“, sagt Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft.
 
Wie wichtig die Weitergabe für das Fortbestehen dieser Kulturformen ist, belegen rückläufige Aufträge in der Buchbinderei, der drohende Verlust der ursprünglichen digitalen und analogen Trägermedien in der Demoszene oder das vergleichsweise hohe Durchschnittsalter der Spielerinnen und Spieler beim Papiertheater. Immaterielles Kulturerbe wirkt außerdem gemeinschafts-, identitäts- und sinnstiftend und regt Reflexionsprozesse über die Verständigung und den Zusammenhalt zwischen den Menschen an. Mit der Aufnahme der Demoszene wird außerdem eine neue, digitale Raumkategorie beim Immateriellen Kulturerbe aufgenommen.
Eine Teilnahme am Bewerbungsverfahren für die nächste Runde ist vom 1. April an möglich. Weitere Informationen, Beratung und Unterstützung bietet die Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW an der Universität Paderborn an. Eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Beteiligung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. findet am
10. Mai 2021 als Online-Videokonferenz statt.
 
Kontakt und Anmeldung unter: landesstelle [at] ike.upb.de.
Siehe auch: www.kulturerbe-forschung.de.
 

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