Unsere Museen stärken – Land fördert Projekte der Kunstmuseen mit mehr als 3,4 Millionen Euro
Museen erhalten Unterstützung bei Ausstellungsprojekten, Restaurierungsvorhaben und Ankäufen
Die Dichte und Vielfalt der Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist einzigartig in Europa. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kunstmuseen bei Ausstellungsprojekten, Restau-rierungsvorhaben und Ankäufen.
Die Dichte und Vielfalt der Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist einzigartig in Europa. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kunstmuseen bei Ausstellungsprojekten, Restaurierungsvorhaben und Ankäufen: Im Programm „Basisförderung Kunstmuseen NRW“ fließen im Jahr 2026 mehr als 3,4 Millionen Euro in die Museumslandschaft.
Kulturministerin Ina Brandes: „Museen genießen höchstes Vertrauen bei den Menschen. Das hat eine repräsentative Studie des Instituts für Museumsforschung der Stiftung Preußer Kulturbesitz ergeben. Sie heben sich damit deutlich von anderen öffentlichen Einrichtungen ab. Mit der Museumsförderung unterstützen wir die Häuser bei ihren Kernaufgaben: sammeln, bewahren, erforschen und vermitteln. So stärken wir unsere Museen als Schatzkammern unseres kulturellen Erbes und machen sie noch attraktiver – auch für Menschen, die noch nicht zum Stammpublikum unserer Museen zählen.“
Ausstellungsförderung
Insgesamt 30 Ausstellungsprojekte überwiegend kommunaler Kunstmuseen in Nordrhein-Westfalen erhalten im Jahr 2026 mehr als zwei Millionen Euro. Die von einer Expertenjury ausgewählten Vorhaben zeigen die ganze Vielfalt der Bildenden Kunst: Die Ausstellung „Krieg und Konfitüre“ stellt die beiden Künstlerpersönlichkeiten Daniel Richter und George Grosz im Gustav-Lübcke-Museum Hamm gegenüber. Mit der Jubiläumsausstellung „Along the Color Line. Perspektiven einer transatlantischen Moderne“ feiert das Kölner Museum Ludwig sein 50-jähriges Bestehen. Das Lehmbruck Museum Duisburg präsentiert den Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger Anish Kapoor.
Ankaufsförderung
Zehn Kunstmuseen hat die Expertenjury in diesem Jahr für die Ankaufsförderung des Landes Nordrhein-Westfalen ausgewählt. Insgesamt wurden Förderungen in Höhe von rund 632.000 Euro vergeben. Dabei werden mit Hilfe der Neuerwerbungen Sammlungslücken geschlossen, neue Schwerpunkte gesetzt oder das Sammlungsprofil der Häuser gestärkt. So erwarb das Museum Abteiberg in Mönchengladbach zwei Werke der Malerin Silke Otto-Knapp und eine Installation des US-amerikanischen Künstlers Ari Benjamin Meyers. Das Max Ernst-Museum des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Brühl konnte das Gemälde „Chimère Rouge“ von Max Ernst dauerhaft für die eigene Sammlung sichern. Das Marta Herford stärkt mit dem Ankauf von zwei Arbeiten von Martha Rosler bewusst weibliche Positionen in der Museumssammlung. Vom Museum für Gegenwartskunst Siegen wird künftig das von Susanne Kriemann geschaffene Werk „Hey Monte Schlacko, dear Slagrog“ präsentiert.
Restaurierungsförderung
Für insgesamt 18 Restaurierungsprojekte stellt das Land Nordrhein-Westfalen im diesjährigen Förderzyklus Mittel in Höhe von mehr als 525.000 Euro bereit, um die Museen bei dem Erhalt ihrer häufig sehr umfangreichen Sammlungsbestände zu unterstützen. Zu den von der Jury für eine Förderung ausgewählten Projekten gehört etwa die Restaurierung von fast einhundert Videobändern aus der bedeutenden Videokunstsammlung am Kunstmuseum Bonn. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen kann mit Hilfe des Landes das „Aquamobil Modell B“ von Gottfried Gruner wieder in einen funktions- und ausstellungsfähigen Zustand bringen. Das Koekkoek Haus in Kleve erhält die Gelegenheit, das in der Sammlung herausragende Gemälde „Große Waldlandschaft“ aus dem Jahr 1839 von Barend Cornelis Koekkoek, ehemals im Besitz des niederländischen Königs Wilhelm II., von Schmutz und Firnis zu reinigen und die historisch nicht korrekte Rahmung zu erneuern.