„Alt werden in Nordrhein-Westfalen“: Landesregierung veröffentlicht Altenbericht 2026
Der Bericht zur Lebenssituation älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen wird seit 2016 einmal pro Legislaturperiode erstellt, zuletzt 2020.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat am Dienstag, 13. Oktober 2026, den Altenbericht 2026 veröffentlicht. Der Bericht zur Lebenssituation älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen wird seit 2016 einmal pro Legislaturperiode erstellt, zuletzt 2020. Für die Landesregierungen dienen die Altenberichte als Grundlage für alterspolitische Maßnahmen. Der dritte Altenbericht basiert auf öffentlich zugänglichen Daten des Statistischen Landesamts IT.NRW. Berücksichtigt wurden dabei Daten bis in das Jahr 2025.
„Der Altenbericht 2026 zeigt, wie sich die Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen durch den demografischen Wandel verändert. Die absolute Zahl der Älteren nimmt zu und die Gruppe der Hochaltrigen, die 80 Jahre und älter sind, wächst am stärksten. Das hat Auswirkungen auf ganz unterschiedliche Bereiche wie auf den Anteil der Erwerbsbevölkerung, die Zahl der Pflegebedürftigen und die Nachfrage nach Wohnraum. Als Landesregierung setzen wir uns dafür ein, Nordrhein-Westfalen zum Wohle aller Menschen und Altersklassen weiterzuentwickeln. Dafür bietet der Altenbericht eine wichtige Datengrundlage”, sagt Sozialminister Karl-Josef Laumann.
Und weiter: „Mit der Krankenhausreform, der Novellierung des Wohn- und Teilhabegesetzes sowie der Fachkräfteoffensive stärken wir die Versorgungsstrukturen in Gesundheit und Pflege für die Zukunft. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, den auch der Altersbericht beschreibt, ist das sehr wichtig. Wir fördern bereits heute Organisationen und Institutionen wie die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz, die Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros und die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir aktives Altern unterstützen und Teilhabe und Engagement im Alter ermöglichen.“
Der Bericht im Überblick
Der Altenbericht 2026 nimmt sowohl die demografische Entwicklung als auch die Qualifikation, Erwerbsbeteiligung, finanzielle Situation, Pflegebedürftigkeit und Teilhabe Älterer in den Blick.
Die folgenden Informationen sind dazu unter anderem in dem Bericht inkludiert: Rund ein Fünftel (22 Prozent) der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ist 65 Jahre alt und älter. Bis 2070 wird der Anteil vorrausichtlich auf rund ein Viertel (26,6 Prozent) ansteigen. Gleichzeitig sind immer mehr ältere Menschen erwerbstätig: Von 2013 bis 2023 hat sich die Erwerbstätigenquote der 65- bis unter 75-Jährigen von 7,7 auf 15,1 Prozent fast verdoppelt. Menschen ab 65 Jahren verfügen im Durchschnitt über ein persönliches Nettoeinkommen von 1.762 Euro. Älteren Männern stand mit 2.190 dabei das 1,5-fache Nettoeinkommen der gleichaltrigen Frauen (1.415 Euro) zur Verfügung. Nach der aktuellen Berechnung von IT.NRW wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen von 1,39 Millionen Personen im Jahr 2023 auf 1,68 Millionen im Jahr 2050 erhöhen.
Ferner beinhaltet der Bericht ein Kapitel, an dem verschiedene Ressorts der Landesregierung mitgewirkt haben. Dort werden unter anderem Teilhabe und Engagement sowie die Versorgung durch pflegende Angehörige thematisiert. Darüber hinaus enthält der Altenbericht Maßnahmen zur Verbesserung der Situation älterer Menschen wie sie beispielsweise im Aktionsplan gegen Einsamkeit zusammengefasst sind, den die Landesregierung 2024 beschlossen hat. Außerdem stellt der Altenbericht Projekte vor, die sich für eine stärkere soziale Teilhabe einsetzen.
Der Altenbericht 2026 ist hier abrufbar:
Kontakt
Pressekontakt
Arbeit, Gesundheit und Soziales
| Telefon: | 0211 855-3118 |
|---|---|
| E-Mail: | Presse [at] mags.nrw.de |